Angebote im AMS Berufslexikon

Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.

Start | UmweltbautechnikerIn

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

UmweltbautechnikerInnen sind für die Planung, Berechnung, Konstruktion und Ausführung von Bauvorhaben zuständig und berücksichtigen dabei Umweltaspekte wie Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Abfallreduzierung. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen von Bauprojekten zu verringern und nachhaltige Baupraktiken zu fördern. Dafür wählen sie umweltfreundliche Baumaterialien und -technologien aus und kontrollieren die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen während des gesamten Bauprozesses, um Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Zudem beraten sie BauherrInnen und ArchitektInnen in Bezug auf umweltfreundliche Bauweisen und Vorschriften. Sie führen auch Gebäudebewertungen hinsichtlich der Umweltauswirkungen durch und geben Empfehlungen für Verbesserungen ab. Auf der Grundlage der Entwurfspläne von ArchitektInnen und ZiviltechnikerInnen berechnen sie verschiedene bautechnische Daten, die für die Umsetzung des Bauvorhabens relevant sind. Dabei müssen UmweltbautechnikerInnen dafür sorgen, dass das geplante Bauwerk den bauphysikalischen und statischen Erfordernissen, den behördlichen Auflagen sowie den Umweltauflagen entspricht.

Typische Tätigkeiten sind z.B.:

  • Umweltaspekte berücksichtigen
  • Umweltfreundliche Materialien auswählen
  • Umweltschutzmaßnahmen und -vorschriften kontrollieren
  • Bautechnische Daten errechnen
Siehe auch:
  • Bereitschaft, an unterschiedlichen Orten zu arbeiten
  • EDV-Anwendungskenntnisse
  • Interesse für Bau
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Problemlösungsfähigkeit
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Technisches Verständnis
  • Überzeugungsfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein

Beschäftigungsmöglichkeiten bieten z.B. folgende Unternehmen und Branchen:

  • Architekturbüros
  • Planungsbüros
  • Ziviltechnikbüros
  • Bauämter
  • Denkmalamt

Die Entwicklung des Baubereichs ist stark von gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig. Während der klassische Neubau besonders sensibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert, gewinnt der Bereich Sanierung zunehmend an Bedeutung: ExpertInnen für Bauphysik, Sanierungstechnik und Umweltbautechnik sind aufgrund strenger Vorgaben für Klima- und Energieeffizienz besonders gefragt. Im Tiefbau stützen langfristige Infrastrukturprojekte, z.B. im Bahn- und Tunnelbau, die Beschäftigung, während der Straßenbau konstant bleibt. Ob in hochspezialisierten Ingenieursberufen oder im ausführenden Bereich wie dem Fertigteilbau oder der Fassadentechnik – der anhaltende Fachkräftebedarf sorgt branchenweit für eine hohe Arbeitsplatzsicherheit.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben im Baubereich stark an Bedeutung gewonnen, sodass UmweltbautechnikerInnen mit fundierten Kompetenzen im ökologischen Bauen zunehmend nachgefragt sind. Da bei der Planung und Umsetzung von Bauprojekten verstärkt digitale Werkzeuge und Arbeitsmethoden zum Einsatz kommen, sind zudem der sichere Umgang mit CAD-Software und Kenntnisse in BIM (Building Information Modeling) vorteilhaft.

Unter dem folgenden Link gelangen Sie zum AMS-JobBarometer. Dort finden Sie weiterführende Informationen zu den Arbeitsmarktaussichten für das Berufsbündel "BautechnikerIn", dem der Beruf "UmweltbautechnikerIn" zugeordnet ist, wie z.B. Informationen zu Trends, Anzahl der Inserate oder häufig nachgefragten Kompetenzen:

AMS-JobBarometer

Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.

offene Job-Angebote

Die Grundlage für diesen Beruf bildet ein erfolgreich abgeschlossenes Studium an einer Universität oder Fachhochschule im Bereich Bauingenieurwesen mit einem Schwerpunkt auf Umwelt. Für die Zulassung zum Studium muss, je nach Anbieter, ein Aufnahme- bzw. Bewerbungsverfahren absolviert werden. Wichtige Ausbildungsinhalte sind zum Beispiel Konstruktion, ressourceneffiziente Materialien, Werkstoff- und Baubionik, energieeffiziente Gebäudetechnik, Bauökologie, Kreislaufwirtschaft und ökologische Bewertung.

An der Fachhochschule Kärnten besteht die Möglichkeit den Zertifikatslehrgang zum/zur Naturschutzfachkraft zu absolvieren.

Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulreife, die entweder durch eine erfolgreich abgeschlossene Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung erlangt werden kann. An Fachhochschulen ist es teilweise auch Personen ohne Hochschulreife möglich, ein Studium zu beginnen, sofern sie über eine einschlägige berufliche Qualifikation verfügen und Zusatzprüfungen in bestimmten Fächern ablegen. 

Dieser Beruf kann auch auf schulischem Niveau erlernt werden, siehe UmweltbautechnikerIn (Mittlere/Höhere Schulen).

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen insbesondere an Universitäten und Fachhochschulen, z.B. in Form von Lehrgängen sowie Seminaren in Bereichen wie Green Building, Stadt- und Raumplanung, Umwelttechnik und Umweltmanagement.

Aus- und Weiterbildungsangebote in Form von Kursen bieten zudem die Bauakademien, z.B. in den Bereichen Abfallrecht am Bau, Umwelt im Bauwesen oder Baumanagement. 

Weiterbildungen können auch bei Erwachsenenbildungseinrichtungen wie BFI oder WIFI sowie bei privaten Aus- und Weiterbildungsinstituten absolviert werden, z.B. in den Bereichen BIM (Building Information Modeling), Smart Building, CAD (Computer Aided Design) oder Projektmanagement. 

Je nach Struktur und Größe des Unternehmens bestehen Aufstiegsmöglichkeiten in Leitungsfunktionen. 

Eine selbstständige Berufsausübung ist z.B. im Rahmen des reglementierten Gewerbes "Ingenieurbüros (Beratende IngenieurInnen)" möglich. Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe.

Die Ablegung der Ziviltechnikerprüfung ermöglicht eine selbstständige Tätigkeit als ZiviltechnikerIn (IngenieurkonsulentIn). Nähere Informationen zur Ziviltechnikerprüfung finden Sie auf der Website der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen.

* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: 2025). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Mindestgehalt für BerufseinsteigerInnen lt. typisch anwendbaren Kollektivvertägen. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

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