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GleisbautechnikerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

GleisbautechnikerInnen stellen Gleisanlagen für Eisenbahnen und sonstige Schienenfahrzeuge (Straßenbahnen, Bergbahnen) her. Der gesamte Gleiskörper besteht aus dem Unterbau (Dämme, Brücken) und dem Oberbau (Gleisbett und Gleis). GleisbautechnikerInnen errichten die Fundamente und das Gleisbett für die Schienen, verlegen darauf die Schwellen (aus Holz, Stahl oder Beton) und montieren die Gleise und Weichen sowie verschiedene Zusatzeinrichtungen wie Gleisabschlüsse, Schienenausziehvorrichtungen (zum Ausgleich der Dehnung z.B. bei Brücken) und Steuerungs- und Sicherungsvorrichtungen. Wichtige Aufgaben sind weiters die Herstellung von Eisenbahnübergängen und Eisenbahnkreuzungen sowie die Reparatur und die Wartung der Gleisanlagen und sonstigen Bahnanlagen, wobei z.B. Spurweiten und Stoßlücken (Fugen zwischen den Schienen zum Dehnungsausgleich) reguliert bzw. korrigiert werden. GleisbautechnikerInnen sorgen für die Lagerung und den Transport der benötigten Materialien (Baumaterialien, Fertigteile, Schüttgut, Gleise) und wirken beim Ausheben von Baugruben und Künetten sowie beim Errichten von Verbauten, Stützungen, Oberflächenbefestigungen und Unterbauten sowie bei der Montage von Beton- und Stahlbetonbauteilen mit. Weiters führen sie auch Vermessungsarbeiten durch und sorgen für die Einhaltung der einschlägigen Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen. Bei allen diesen Arbeiten setzten die GleisbautechnikerInnen moderne Baumaschinen sowie spezielle Gleisbau- und Gleisüberwachungsmaschinen ein.

Die wichtigste Aufgabe der GleisbautechnikerInnen neben der Errichtung neuer Bahnstrecken ist die regelmäßige Kontrolle des bestehenden Streckennetzes. Dabei werden z.B. die Gleise mit Messfahrzeugen, aber auch mit händischer Messung vermessen, um zu kontrollieren, ob Spurweite, Spurrichtung und Gleishöhe noch genau stimmen. Falls die Betriebssicherheit nicht mehr gegeben ist, werden z.B. schadhafte Schienen oder Schwellen ausgetauscht, lockere Schwellenschrauben angezogen, Hohlräume unter den Schwellen mit Schotter ausgefüllt usw.

Da das Schienennetz sehr weit verzweigt ist, müssen die GleisbautechnikerInnen an verschiedenen, oft wechselnden Baustellen arbeiten. Damit der Bahnbetrieb durch die Bau- und Wartungsarbeiten nicht gestört wird, müssen diese meist unter hohem Zeitdruck sehr rasch in den kurzen Zugpausen, in den verkehrsarmen Zeiten oder sogar in der Nacht erledigt werden. Da oft auch während des laufenden Betriebs gearbeitet wird, ist das oberste Gebot in diesem Beruf die strengste Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen.

GleisbautechnikerInnen stellen Gleisanlagen für Eisenbahnen und sonstige Schienenfahrzeuge (Straßenbahnen, Bergbahnen) her. Der gesamte Gleiskörper besteht aus dem Unterbau (Dämme, Brücken) und dem Oberbau (Gleisbett und Gleis). GleisbautechnikerInnen errichten die Fundamente und das Gleisbett für die Schienen, verlegen darauf die Schwellen (aus Holz, Stahl oder Beton) und montieren die Gleise und Weichen sowie verschiedene Zusatzeinrichtungen wie Gleisabschlüsse, Schienenausziehvorrichtungen (zum Ausgleich der Dehnung z.B. bei Brücken) und Steuerungs- und Sicherungsvorrichtungen. Wichtige Aufgaben sind weiters die Herstellung von Eisenbahnübergängen und Eisenbahnkreuzungen sowie die Reparatur und die Wartung der Gleisanlagen und sonstigen Bahnanlagen, wobei z.B. Spurweiten und Stoßlücken (Fugen zwischen den Schienen zum Dehnungsausgleich) reguliert bzw. korrigiert werden. GleisbautechnikerInnen sorgen für die Lagerung und den Transport der benötigten Materialien (Baumaterialien, Fertigteile, Schüttgut, Gleise) und wirken beim Ausheben von Baugruben und Künetten sowie beim Errichten von Verbauten, Stützungen, Oberflächenbefestigungen und Unterbauten sowie bei der Montage von Beton- und Stahlbetonbauteilen mit. Weiters führen sie auch Vermessungsarbeiten durch und sorgen für die Einhaltung der einschlägigen Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen. Bei allen diesen Arbeiten setzten die GleisbautechnikerInnen moderne Baumaschinen sowie spezielle Gleisbau- und Gleisüberwachungsmaschinen ein.

Die wichtigste Aufgabe der GleisbautechnikerInnen neben der Errichtung neuer Bahnstrecken ist die regelmäßige Kontrolle des bestehenden Streckennetzes. Dabei werden z.B. die Gleise mit Messfahrzeugen, aber auch mit händischer Messung vermessen, um zu kontrollieren, ob Spurweite, Spurrichtung und Gleishöhe noch genau stimmen. Falls die Betriebssicherheit nicht mehr gegeben ist, werden z.B. schadhafte Schienen oder Schwellen ausgetauscht, lockere Schwellenschrauben angezogen, Hoh ...

Kräftiger Körperbau: Arbeiten mit schweren Werkzeugen, Geräten und Bauteilen, Betonierarbeiten usw.
physische Ausdauer: zahlreiche Belastungen wie Maschinenlärm, Verschmutzung, Witterung; Arbeiten auf Gleisbaustellen
körperliche Wendigkeit: Arbeiten in Baugruben, auf Dämmen, Gerüsten, Baumaschinen usw.
Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten in Baugruben, auf Dämmen, Gerüsten, Baumaschinen usw.
Handgeschicklichkeit: Vermessungsarbeiten, händische Messarbeiten an den Gleisen, maßgenaues Arbeiten beim Errichten des Gleiskörpers, Arbeiten mit Schweiß- oder Schleifgeräten usw.
Auge-Hand-Koordination: Schweißen; maßgenaue Montagearbeiten
Hörvermögen: Wahrnehmen der Warnsignale beim Herannahmen eines Zuges
Unempfindlichkeit der Haut: Kontakt mit Baumaterialien (Erde/Schotter, Beton/Mörtel, Bitumen), Schmiermitteln usw.
räumliche Vorstellungsfähigkeit: Vermessen und Einrichten der Baustellen, Umsetzen von Plänen (Baupläne, Trassenpläne, Weichenskizzen, Schienenverlegepläne usw.)
technisches Verständnis: Bedienung, Wartung und Instandhaltung der Messgeräte und der Baumaschinen; Arbeiten nach technischen Plänen
Organisationstalent: Bereitstellung aller erforderlichen Materialien und Maschinen; optimales Einsetzen der angelernten und ungelernten Arbeitskräfte; Sicherheitsmaßnahmen
Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten in einem Bautrupp
Reaktionsfähigkeit: rasches Reagieren/Eingreifen in Gefahrensituationen, rasches Reagieren bei Warnsignalen
generelle Lernfähigkeit: rasches Einstellen auf die Erfordernisse unterschiedlicher Baustellen, regelmäßige Weiterbildung über neue Methoden im Gleisbau
psychische Ausdauer: häufiges Arbeiten in Gefahrensituation, Verantwortung für die Sicherheit der Arbeitskräfte und für die Qualität der Bauausführung

GleisbautechnikerInnen arbeiten größtenteils bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) oder bei anderen Bahngesellschaften (z.B. Landesbahnen oder Privatbahnen - siehe die Liste in Wikipedia) sowie bei privaten Tiefbauunternehmen, die auch im Gleisbau tätig sind.

Ein Bedarf an zusätzlichen GleisbautechnikerInnen ist auf absehbare Zeit vorhanden, hängt jedoch von der Bereitschaft der öffentlichen Hand ab, weiterhin größere Bahn-Ausbauprojekte zu beauftragen. Derzeit wird in Österreich viel in die Schienen-Infrastruktur investiert (z.B. Zentralbahnhof in Wien, Ausbau der Westbahnstrecke usw.), sodass gute Ausbildungs- und Beschäftigungschancen vorhanden sind.

Der wesentliche Grund für die Einrichtung des Ausbildungsversuchs "Gleisbautechnik" war der erhöhte Bedarf an fachlich ausgebildetem Personal infolge der Weiterentwicklung der Bahnbautechnik. Der Bedarf wurde auf 80 bis 100 Lehrlinge pro Lehrjahr geschätzt.

Ob dieser Beruf für Mädchen und Burschen gleichermaßen geeignet ist, wird die Erfahrung zeigen. Da es sich aber um einen schweren Beruf mit hohen körperlichen Belastungen und Anforderungen handelt, ist anzunehmen, dass sich vor allem Burschen dafür interessieren werden.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TiefbauerIn", dem der Beruf "GleisbautechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

GleisbautechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) und öffentliche Eisenbahnunternehmen (auf Basis von 38,5 Wochenstunden) (Arbeiter) 01.09.2017
Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) und öffentliche Eisenbahnunternehmen (auf Basis von 40 Wochenstunden) (Arbeiter) 01.09.2017
GleisbautechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Da dieser Lehrberuf erst seit 2012 besteht, können für die vorangehenden Jahre keine Lehrlingszahlen angezeigt werden!
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 124 189 234 247 274
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 2 3 3 6 10
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 126 192 237 253 284
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 1,6% 1,6% 1,3% 2,4% 3,5%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
GleisbautechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Maurer/in nein
Metallbearbeiter/in nein
Schalungsbauer/in nein
Tiefbauer/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

 

Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum) (4 Jahre (verkürzte 4. Klasse); Graz, Linz, Mödling, Saalfelden, Villach)

 

Fachschule für Bautechnik und Bauwirtschaft (4 Jahre; Pinkafeld, Wien 3)

 

Fachschule für Bautechnik, Ausbildungszweig Maurer und Zimmerer (4 Jahre; Krems)

 

Höhere Lehranstalt für Bautechnik (5 Jahre);
Ausbildungsschwerpunkte:

 

Eine der wichtigsten Aus- und Weiterbildungseinrichtung für Bauberufe ist die BAUAkademie der Bauwirtschaft (Baugewerbe, Bauindustrie), die in allen Bundesländern (außer Burgenland) einen sogenannten Lehrbauhof betreibt. Das Weiterbildungsangebot der Lehrbauhöfe umfasst beispielsweise Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung in Bauberufen, Fachkurse zu bestimmten Bauthemen (Bautechnik, Bauvermessung, Baumaschinen, Arbeitssicherheit, Althaussanierung/Energieausweis, Schalungsbau, Trockenausbau usw.), Kranführer- und Staplerkurse, Ausbildungen für Führungspositionen (VorarbeiterIn, PolierIn), BauleiterIn-Lehrgänge, Vorbereitungskurse zur Baumeisterprüfung und vieles mehr. Adressen und weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bauakademie.at.

 

Weiterbildungskurse für Bauberufe werden auch vom Berufsförderungsinstitut (bfi) und vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) durchgeführt. Von besonderer Bedeutung sind Kurse über Innenausbau, Althaussanierung und Bautechnologie. Das WIFI führt Vorbereitungskurse für die Baumeister-Befähigungsprüfung durch. Im Ausbildungszentrum Bundesdenkmalamt Kartause Mauerbach/NÖ finden Kurse über traditionelle Handwerkstechniken statt

 

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

 

Werkmeisterschule für Berufstätige für Bauwesen (3 Semester) (3 Semester; Guntramsdorf, Hohenems, Innsbruck, Klagenfurt, Langenlois, Salzburg, Steyregg, Übelbach)

 

Werkmeisterschule für Berufstätige für Bauwesen (4 Semester) (4 Semester; Gmünd, Oberwart, St. Pölten, Weiz, Wien 4, Wien 18, Wien 22)

 

Bauhandwerkerschule für Maurer (3 Jahre (Wintersemester); Graz, Innsbruck, Linz, Rankweil, Salzburg, Villach, Wien 3)

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik - Umwelttechnik (4 Semester);
Schulautonome Vertiefungen:

  • Landschafts-, Verkehrs- und Infrastrukturplanung (Mödling)
  • Wasserbau-, Energie- und Entsorgungstechnik (Mödling)

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik (4 Semester);
Ausbildungszweige:

 

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkt Hochbau (6 Semester; Linz)

 

ACHTUNG: LehrabsolventInnen werden zu Kollegs/Aufbaulehrgängen  nur mit Aufnahmeprüfung oder Vorbereitungslehrgang zugelassen!

 

 

Höhere Lehranstalt (einschl. Kolleg) für Berufstätige für Bautechnik (HTL: 8 Semester, Kolleg: 6 Semester);
Ausbildungsschwerpunkte:

 

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Bautechnik, Ausbildungsschwerpunkt Hochbau (8 Semester; Salzburg, Villach)

 

Aufstiegsmöglichkeiten für GleisbautechnikerInnen sind z.B. Positionen wie VorarbeiterIn, PartieführerIn, WerkmeisterIn, PolierIn oder BauleiterIn.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für GleisbautechnikerInnen im Gewerbe "Baumeister, Brunnenmeister" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mehrjähriger fachlicher Tätigkeit, davon zwei Jahre in leitender Stellung). Weiters können GleisbautechnikerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Betonbohren und -schneiden", "Erdbau" (für die Ausübung des Teilgewerbes "Erdbau" ist zusätzlich der Nachweis einer mindestens zweijährigen fachlichen Tätigkeit erforderlich).

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Bau und Gebäudeservice, Seite 32
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