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MetallurgIn und UmformtechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall / Chemie, Kunststoffe, Rohstoffe und Bergbau
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis


ACHTUNG: Dieser Lehrberuf ersetzt seit 1. Juni 2015 den Lehrberuf "HüttenwerkschlosserIn".

 

Ältere Berufsbezeichnung(en): HüttenwerkschlosserIn.

 


Tätigkeitsmerkmale

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen stellen Eisen, Stahl und Nichteisenmetalle her und verarbeiten diese weiter. Als Grundmaterialien werden vor allem Eisenerz (eisenhältiges Gestein) sowie Metallschrott verwendet. Daraus wird zunächst in Schmelzanlagen ("Hochofen") Roheisen erzeugt, dieses sodann in einem sogenannten "Konverter" mit verschiedenen Verfahren in Rohstahl umgewandelt (Stahl hat bessere Eigenschaften als Roheisen) und schließlich in Gussformen (Kokillen) zu Strängen oder Blöcken gegossen. Diese Gussteile werden dann durch maschinelles Umformen (Walzen, Schmieden, Pressen, Ziehen) zu verschiedenen Zwischenprodukten ("Halbzeug") weiterverarbeitet (Stangen, Blechen, Platten, Rohren, Draht usw.).

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen wählen die Grundstoffe der Eisen- und Stahlgewinnung (Erze, Schrott) sowie die Zusatzstoffe zur Stahlveredelung (z.B. Metalle wie Chrom, Nickel, Cobalt, Molybdän, Wolfram oder Mangan) aus und überprüfen diese. Sie bereiten die Stahlgewinnungsanlagen (z.B. Hochofen, Konverter, Gießpfannen) und die Umformungsanlagen (z.B. Walz-, Schmiedeanlagen) für die Produktionsvorgänge vor ("Rüsten") und starten sie ("Anfahren"). Sie überwachen und steuern den Lauf der Anlagen (teilweise über elektronische Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen) und sorgen bei Störungen für die rasche Einleitung von Gegenmaßnahmen. Weiters wirken sie beim Umstellen der Maschinen/Anlagen mit, ebenso beim Abstellen und Reinigen sowie bei der Wartung, Instandhaltung und Reparatur. Weitere wichtige Aufgaben sind die fachgerechte Bedienung der hydraulischen und pneumatischen Steuer- und Regeleinrichtungen (Kraftübertragungssysteme mittels Flüssigkeiten und Druckluft) und der Hebe- und Transporteinrichtungen (Stapler, Kräne), die rechnergestützte Prozessüberwachung und die Durchführung von Prozesskontrollen und Prozessverbesserungen, die Überwachung und Sicherstellung der Produktqualität und die Dokumentation der Produktionsdaten (z.B. Aufzeichnung von Störungen). Besondere Bedeutung kommt in den Stahlwerken schließlich der genauen Kenntnis und sachgerechten Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen zu: Verwendung der persönlichen Schutzausrüstungen gegen Hitze, Funkenflug und Verletzungen; Brandschutz; Explosionsschutz; Umweltschutz; Sicherheitsvorschriften hinsichtlich der betrieblichen Energieträger (Strom, Gas, Kohle, Erdöl).

 

Berufsprofil gemäß Ausbildungsordnung:

  1. Auswählen und Überprüfen der Einsatzstoffe zur Herstellung von Eisen, Stahl oder Nichteisenmetallen bzw. Vormaterialien zum Umformen von Eisen, Stahl oder Nichteisenmetallen,
  2. Reinigen und Vorbereiten der betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  3. Rüsten, Anfahren, Bedienen, Überwachen und Ab- bzw. Umstellen der Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Eisen, Stahl oder Nichteisenmetallen (zB Hochofen, Konverter, Gießpfannen),
  4. Mitarbeiten beim Rüsten, Anfahren, Bedienen, Überwachen und Ab- bzw. Umstellen der Maschinen und Anlagen zum Umformen von Eisen, Stahl oder Nichteisenmetallen,
  5. Erkennen und Beseitigen von einfachen Ablaufstörungen im Produktionsprozess,
  6. Steuern des Produktionsprozesses, auch rechnergestützt, und Durchführen von Prozesskontrollen,
  7. Überwachen und Sicherstellen der Produktqualität,
  8. Warten, Pflegen und einfaches Instandhalten der betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  9. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen, Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards,
  10. Erfassen von technischen Daten über den Arbeitsablauf und die Arbeitsergebnisse.

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen stellen Eisen, Stahl und Nichteisenmetalle her und verarbeiten diese weiter. Als Grundmaterialien werden vor allem Eisenerz (eisenhältiges Gestein) sowie Metallschrott verwendet. Daraus wird zunächst in Schmelzanlagen ("Hochofen") Roheisen erzeugt, dieses sodann in einem sogenannten "Konverter" mit verschiedenen Verfahren in Rohstahl umgewandelt (Stahl hat bessere Eigenschaften als Roheisen) und schließlich in Gussformen (Kokillen) zu Strängen oder Blöcken gegossen. Diese Gussteile werden dann durch maschinelles Umformen (Walzen, Schmieden, Pressen, Ziehen) zu verschiedenen Zwischenprodukten ("Halbzeug") weiterverarbeitet (Stangen, Blechen, Platten, Rohren, Draht usw.).

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen wählen die Grundstoffe der Eisen- und Stahlgewinnung (Erze, Schrott) sowie die Zusatzstoffe zur Stahlveredelung (z.B. Metalle wie Chrom, Nickel, Cobalt, Molybdän, Wolfram oder Mangan) aus und überprüfen diese. Sie bereiten die Stahlgewinnungsanlagen (z.B. Hochofen, Konverter, Gießpfannen) und die Umformungsanlagen (z.B. Walz-, Schmiedeanlagen) für die Produktionsvorgänge vor ("Rüsten") und starten sie ("Anfahren"). Sie überwachen und steuern den Lauf der Anlagen (teilweise über elektronische Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen) und sorgen bei Störungen für die rasche Einleitung von Gegenmaßnahmen. Weiters wirken sie beim Umstellen der Maschinen/Anlagen mit, ebenso beim Abstellen und Reinigen sowie bei der Wartung, Instandhaltung und Reparatur. Weitere wichtige Aufgaben sind die fachgerechte Bedienung der hydraulischen und pneumatischen Steuer- und Regeleinrichtungen (Kraftübertragungssysteme mittels Flüssigkeiten und Druckluft) und der Hebe- und Transporteinrichtungen (Stapler, Kräne), die rechnergestützte Prozessüberwachung und die Durchführung von Prozesskontrollen und Prozessverbesserungen, die Überwachung und Sicherstellung der Produktqualität und die Dokumentation der Produktionsdaten (z.B. ...

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen werden in der Eisen- und Stahlindustrie beschäftigt. Beschäftigungsbetriebe gibt es vor allem in den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich.

Die Berufsaussichten hängen stark von der weltweiten Situation der Stahlindustrie ab. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die österreichischen Beschäftigungsbetriebe immer wieder Rationalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen zur Senkung der Produktionskosten durchführen. Das führt zu einem Rückgang des Bedarfs an ausgebildeten Fachkräften und Lehrlingen. Aber gut ausgebildete FacharbeiterInnen mit Zusatzkenntnissen z.B. in den neuesten elektronischen Steuerungs- und Regelungstechniken, in CNC-Technik (CNC = computer numeric control) oder in Hydraulik und Pneumatik sind von diesen Entwicklungen weniger betroffen.

Der Beruf gilt als typischer Männerberuf, weil er teilweise mit starken Belastungen verbunden ist (Hitze, Schwerarbeit) und außerdem die Einsatzmöglichkeiten von Frauen in Stahlwerken durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt sind. Für Frauen gibt es daher kaum Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Beruf.

MetallurgInnen und UmformtechnikerInnen können zu VorarbeiterInnen, WerkmeisterInnen, OberschmelzerInnen (Verantwortliche für die Stahlschmelze) und HüttenmeisterInnen aufsteigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "HüttenwerksschlosserIn", dem der Beruf "MetallurgIn und UmformtechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

MetallurgIn und UmformtechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
MetallurgIn und UmformtechnikerIn (inkl. Doppellehren)
ACHTUNG: In den angeführten Werten sind die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "HüttenwerkschlosserIn" enthalten!

Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 0 12 17 24 24 28 36 38 53 63
weiblich 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2
gesamt 0 12 17 24 24 28 36 38 53 65
Frauenanteil - 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 3,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
MetallurgIn und UmformtechnikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Gießereitechniker/in - Nichteisenmetallguss nein
Konstrukteur/in - Stahlbautechnik nein
Metallbearbeiter/in nein
Metallgießer/in nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
Prozesstechniker/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Maschinenbau und Metallbearbeitung (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Fundstelle: Eher selten ausgebildete Lehrberufe in diesem Bereich
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 115
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