Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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Ältere Berufsbezeichnungen:
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" (Hauptmodule "Wasser und Wärme" und "Lüftung") ersetzt seit 1. Juli 2026 den Vorläufer-Lehrberuf "Installations- und GebäudetechnikerIn" (Hauptmodule "Gas- und Sanitärtechnik", "Heizungstechnik" und "Lüftungstechnik"); das neue Hauptmodul "Wasser und Wärme" ersetzt die beiden alten Hauptmodule "Gas- und Sanitärtechnik" und "Heizungstechnik", das neue Hauptmodul "Lüftung" ersetzt das alte Hauptmodul "Lüftungstechnik".
Lehrlinge des Vorläuferlehrberufs müssen nach der alten Ausbildungsordnung weiter ausgebildet werden, wenn ihr erstes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2027, ihr zweites Lehrjahr vor dem 1. Juli 2028 oder ihr drittes Lehrjahr vor dem 1. Juli 2029 enden würde; sie können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung nach der alten Prüfungsordnung antreten. Ausbildungszeiten, die im Vorläuferlehrberuf absolviert wurden, müssen bei einem Umstieg auf die Lehrzeit im neuen Lehrberuf "Installations- und Energietechnik" voll angerechnet werden.
Personen, welche die Lehrabschlussprüfung im Vorläufer-Lehrberuf "Installations- und Gebäudetechnik" oder in dessen früherem Vorläuferlehrberuf "Sanitär- und Klimatechnik" abgelegt haben, dürfen die folgenden neuen Berufsbezeichnungen führen:
| Lehrabschlussprüfung | Berufsbezeichnung |
|---|---|
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Installations- und Energietechniker/in – Hauptmodul Wasser und Wärme |
|
Installations- und Energietechniker/in – Hauptmodul Lüftung |
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung" gehört zum Modul-Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn", der folgende zwei Hauptmodule und ein Spezialmodul hat:
Hauptmodule:
Spezialmodul:
Kombinationsmöglichkeiten:
Der Aufgabenbereich der Installations- und EnergietechnikerInnen ist ganz allgemein die Versorgung von Gebäuden mit Wasser, Wärme, Frischluft und Kühlung. Die Wasserversorgung umfasst die Zuleitung von Wasser über Rohrleitungen und eine Reihe unterschiedlicher Wasser-Entnahmestellen; diese gibt es im Wohnbereich vor allem in der Küche (Spülbecken, Geschirrspüleranschluss), im Bad (Waschbecken, Dusche, Badewanne) und im Klosett (Spülvorrichtung) sowie teilweise auch im Gartenbereich (Bewässerung der Pflanzen); in Betrieben wird teilweise eine Reihe anderer Wasseranschlüsse benötigt, z.B. sogenannte "Prozesswasser-Anschlüsse" (Entnahmestellen, die direkt Maschinen, Kühlanlagen oder Produktionsstraßen mit Wasser versorgen), Zapfstellen für mobile Reinigungsgeräte (z.B. für Hochdruckreiniger oder Bodenreinigungsmaschinen) oder "Wandhydranten" (zum Anschließen von Feuerwehrschläuchen für die Brandbekämpfung). Die Zuständigkeit der Installations- und EnergietechnikerInnen in der Wärmeversorgung umfasst die Installation und Betreuung aller Arten von Heizsystemen, welche von einer zentralen Wärmequelle aus ganze Wohnungen und Gebäude über Rohrleitungen mit Heißwasser versorgen und beheizen, also sogenannte "Zentralheizungen". Zentralheizungen bestehen vor allem aus einer oder mehreren Wärmequellen, den Rohrleitungen, die das Warmwasser transportieren, und den Heizkörpern oder auch einer Fußbodenheizung, welche die Wärme an den Raum abgeben. Als Wärmequelle steht heute eine große Vielfalt an Heizsystemen zur Verfügung, z.B. Ölheizungen, Gassysteme (Gas-Brennwertgeräte, Gasthermen, Durchlauferhitzer), Wärmepumpen (Wärme aus Luft, Erde oder Grundwasser) oder Biomasse-Anlagen (Pellets-Öfen, Holzheizungen, Hackgutanlagen). Im Schwerpunkt Lüftung geht es vor allem um die Ableitung von verbrauchter Luft, von Dämpfen, Gerüchen, Schadstoffen oder Abgasen aus Gebäuden (Wohnräume, Büros, Fabrikshallen, Lager- und Verkaufsräume usw.) und die Zuleitung von Frischluft bzw. Sauerstoff in diese Räume. Teilweise spielt auch die Wärmerückgewinnung aus der Abluft eine Rolle (z.B. in der kalten Jahreszeit), wobei die Wärme der Abluft genutzt wird, um die frische Zuluft vorzuwärmen und damit Heizkosten zu sparen.
Hauptmodul Lüftung:
Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung installieren Lüftungsgeräte und Lüftungssysteme und betreuen diese, indem sie regelmäßig alle Funktionen überprüfen, den Zustand Kontrollieren und nötigenfalls schadhafte oder abgenutzte Teile austauschen bzw. kaputte Teile reparieren. Man unterscheidet dezentrale und zentrale Lüftungssysteme: Eine dezentrale Lüftung besteht aus mehreren Einzelgeräten, welche in die Außenwände der Räume eines Gebäudes eingebaut werden; bei einer zentralen Lüftungsanlage versorgt ein einzelnes großes Lüftungsgerät mehrere Räume eines Gebäudes über fest installierte Lüftungskanäle mit Frischluft. Die Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung planen solche Lüftungssysteme anhand der Baupläne der Gebäude und der selbst erhobenen Messwerte, wobei sie für die Erstellung der Verlege- und Montagepläne auch entsprechende Computerprogramme verwenden. Sie schätzen bzw. berechnen den Materialbedarf (z.B. Bleche, Rohre, vorgefertigte Luftkanal-Teile, Baumaterialien) und sorgen für die Bereitstellung aller erforderlichen Materialien, Werkzeuge und Arbeitsgeräte auf der Baustelle. Weiters kümmern sie sich darum, dass alle für die Verlegung der Lüftungskanäle erforderlichen Durchbrüche, Schlitze und Rillen im Mauerwerk vorhanden sind. Die Bleche, Rohre und vorgefertigten Luftkanal-Teile müssen in der richtigen Länge zugeschnitten und verbunden werden (durch Schweißen, Löten, Schrauben und andere Verbindungstechniken). Die Verlegung bzw. Befestigung der Lüftungskanäle und Lüftungsrohre am Mauerwerk erfolgt dann mittels verschiedener Vorrichtungen wie z.B. Montageschienen oder Metallwinkel ("Auslegerkonsolen"), die mit Dübeln in den Wänden verankert werden; daran werden Rohre oder Kanäle mithilfe von Rohrschellen, Kanalhaltern oder Gewindestangen montiert und gegen Vibrationen (Schwingungen) und Schall (Lärm) isoliert. Rohrleitungen und Lüftungskanäle müssen auch mit Dämm-Material ummantelt werden, damit sich die gewünschte Temperatur der transportierten Luft unterwegs nicht ändert und dass sie vor Beschädigungen geschützt sind.
Das Herzstück eines zentralen Lüftungssystems ist die Zentraleinheit, die frische Außenluft ansaugt, filtert und über das Kanalsystem (Lutschächte) in die gewünschten Räume leitet; gleichzeitig führt sie die verbrauchte Abluft nach außen. Wichtige Bestandteile der Zentraleinheit sind die Ventilatoren, welche die Luftströme in Bewegung halten, die Filter, welche die Außenluft von Staub, Pollen und Insekten reinigen, sowie die Wärmetauscher, welche im Winter die Wärme der Abluft auf die Frischluft übertragen. Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung montieren diese Zentraleinheit, schließen sie an die Belüftungskanäle an und sorgen für den Einbau und die Einrichtung von Überwachungsinstrumenten (z.B. Messinstrumente zur Überwachung von Innen- und Außentemperatur ua.) und von automatischen Steuerung.
Nach der Erledigung aller Installationsarbeiten nehmen die Installations- und EnergietechnikerInnen die fertigen Anlagen in Betrieb und überprüfen alle Funktionen der Anlage. Wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, schreiben sie ein Protokoll, in dem alle Installations- und Überprüfungsarbeiten verzeichnet sind ("Dokumentation").
Installations- und EnergietechnikerInnen für Lüftung sind auch für die laufende technische Betreuung und die Reparatur der gebäudetechnischen Anlagen im Lüftungsbereich verantwortlich. Sie führen regelmäßige Überprüfungen der Anlagen durch (Service), tauschen schadhafte oder abgenutzte Teile aus (z.B. Luftfilter) und erledigen Reparaturarbeiten an schadhaften Teilen. Die wichtigsten Anliegen einer regelmäßigen Wartung der Lüftungsinstallationen sind die Sicherheit (Vermeidung von Personen- und Sachschäden) und die Energie-Effizienz, also der möglichst sparsame Umgang mit Energie. Gerade die Erreichung von Energie-Effizienz ist heute ein Hauptaufgabengebiet der Installations- und EnergietechnikerInnen geworden, weil viele Kunden/Kundinnen ihre alten bzw. veralteten Lüftungsanlagen auf moderne, verbrauchsgünstigere und damit im Betrieb auch billigere Anlagen umbauen lassen.
Spezialmodul Klima- und Automatisierungstechnik:
Installations- und EnergietechnikerInnen mit Ausbildung im Spezialmodul "Klima- und Automatisierungstechnik" haben zwei Aufgabenbereiche: Klimaanlagen (Installation und Reparatur) und die Automatisierungstechnik von Heizungs- und Lüftungsanlagen. Die Klimaanlagen-Technik gewinnt infolge der Klima-Erwärmung und der Zunahme extremer Hitzeperioden immer mehr an Bedeutung, sowohl im privaten Wohnbereich als vor allem auch in öffentlichen Gebäuden (Schulen, Amtsgebäude, Bürohäuser, Lagerhallen, Handelsbetriebe, Werksräume/Werkshallen von Gewerbe- und Industriebetrieben usw.). Dabei entstehen hohe Anforderungen an die Fachkräfte vor allem im Bereich der zentrale Lüftungs- und Klimaanlagen, die große Gebäude kühlen und heizen können. Eine Bauart ist z.B. die Kanal-Klimaanlage, die gekühlte Luft über ein Rohrsystem und über Decken- oder Wandauslässe im ganzen Gebäude verteilt. Immer wichtiger werden auch sogenannte Fernkälte-Systeme, bei denen kaltes Wasser aus einer Zentrale über unterirdische, isolierte Rohre zu Gebäuden geleitet und die Kälte an das gebäudeeigene Kühlsystem abgegeben wird (z.B. über einen Gebläse); das erwärmte Wasser fließt wieder zurück in die Zentrale, wo es wieder gekühlt wird. Installations- und EnergietechnikerInnen mit Ausbildung im Spezialmodul "Klima- und Automatisierungstechnik" installieren, reparieren und erweitern Klimaanlagen, führen Dichtheits- und Druckproben daran durch, nehmen die Anlagen in Betrieb und beraten/schulen die Kunden/Kundinnen hinsichtlich der Bedienung und Steuerung.
Die Automatisierungstechnik (Mess-, Steuerungs- und Regelungseinrichtungen) von Sanitär-, Gas-, Abgas-, Heizungs- oder Lüftungsanlagen sowie von Klimaanlagen hat die Aufgabe, einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Betrieb der Anlagen sicherzustellen. Die ressourcenschonend Wirkung entsteht hier dadurch, dass der Energieeinsatz automatisch genau an den tatsächlichen Bedarf anpasst wird; der jeweilige Bedarf wird dabei durch den Einsatz intelligenter Sensorik gemessen (als "Sensorik" bezeichnet man Vorrichtungen zur Messung und Überwachung physikalischer oder chemischer Größen wie Temperatur, Druck, Abstand, Feuchtigkeit oder Bewegung) und damit die Heizungs- oder Lüftungsanlage bedarfsgerecht gesteuert. Installations- und EnergietechnikerInnen planen, installieren, warten und reparieren derartige Anlagen. Sie führen Wirtschaftlichkeitsberechnungen für unterschiedliche Heizungssysteme durch, wobei sie Gebäudegröße, Grundstücksgröße, notwendige Genehmigungen, Anschlusspflicht für Fernwärme und Fördermöglichkeiten berücksichtigen. Mittels Heiz- und Kühllastberechnungen ermitteln sie die benötigte Leistung, um Räume auf Wunschtemperatur zu halten. Sie schließen speicherprogrammierbare Steuerungen an und programmieren sie; und sie sorgen für die Einrichtung von Apps oder Sprachassistenten auf Smartphones oder Tablets zur Steuerung der Gebäudetechniksysteme (Stichwort "Smart Home"). Gerade in diesem Zusammenhang spielt auch die Kund/innen-Beratung eine große Rolle.
Eine Person arbeitet mit einem Bohrhammer auf einer Baustelle im Bereich der Gebäudetechnik.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt zwei Personen, die an der Installation von Kabeln oder Rohren in einem Gebäude arbeiten.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt die Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln in einem Rohbau, was typisch für Installations- und GebäudetechnikerInnen bei der Planung und Umsetzung von Versorgungsleitungen ist.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild sind zwei Personen zu sehen, die an einer Installation mit Rohrverbindungen und Druckmessgeräten arbeiten, was auf Tätigkeiten im Bereich der Heizungs- oder Sanitärtechnik hindeutet.
© AMS / Chloe PotterDer Installations- & Gebäudetechniker installiert Heizungsanlagen an einer Wand.
© AMS / Chloe PotterZwei Installations- & Gebäudetechniker betrachten Baupläne auf einer Baustelle.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt ein Netzwerk von Rohren und Kabeln, das typisch für die Arbeit von Installations- und GebäudetechnikerInnen ist, insbesondere im Bereich der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.
© AMS / Chloe PotterEin Installations- & Gebäudetechniker benutzt einen Bohrhammer, um Löcher in einen Betonboden zu bohren.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Installations- & Gebäudetechniker zu sehen, der Kabel in einem Gebäude verlegt.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt zwei Personen, die in einem Raum arbeiten und Rohrleitungen verlegen, was typisch für Berufe im Bereich der Installation und Gebäudetechnik ist.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit Schutzbrille und blauer Arbeitskleidung eine Schweißarbeit an einem Rohr durchführt.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einer Lötlampe arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einem Presswerkzeug an Rohrleitungen arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einem Werkzeug an einer Sanitärinstallation arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit Schutzbrille und Werkzeug an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der eine Schweißarbeit an einem Rohr durchführt.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt einen Installations- und Gebäudetechniker, der mit einem Schweißgerät an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der in einer Werkstatt mit einem Schweißgerät an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt einen Installations- und Gebäudetechniker in Arbeitskleidung, der ein Werkzeug hält.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)
| Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung - Lüftung | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) | 1. Lj | 2. Lj | 3. Lj | 4. Lj | gültig ab | |||||||||
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Metallgewerbe und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2026
|
1.000 | 1.149 | 1.493 | 2.000 | 01.01.2026 | |||||||||
Betriebe/Lehrbetriebe:
Installations- und EnergietechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Lüftung" arbeiten vor allem in Klein- und Mittelbetrieben des Lüftungsanlagenbaus sowie in Servicebetrieben für Lüftungsanlagen (Handwerk "Lüftungstechnik" und Handwerk "Kälte- und Klimatechnik"). Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in Betrieben des Gas- und Sanitärtechnik-Gewerbes, wenn sie auch im Bereich Lüftungsanlagenbau tätig sind, sowie in Unternehmen des Baugewerbes und der Bauindustrie, wenn sie selber Lüftungsinstallationen anbieten.
Lehrstellensituation:
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" (zwei Schwerpunkte) gehört mit derzeit über 4.000 Lehrlingen zu den am häufigsten erlernten Lehrberufen. Bei den männlichen Lehrlingen liegt er an fünfter Stelle. Die jährliche Gesamtzahl der Installations- und EnergietechnikerIn-Lehrlinge ist außerdem in den letzten Jahren ziemlich gestiegen (von unter 4.000 auf bis zu fast 4.600 Personen), zuletzt aber wieder erheblich gesunken (4.055 Lehrlinge). Am häufigsten wird das Hauptmodul "Wasser und Wärme" (fast 4.040 Lehrlinge) erlernt. Das zweite Hauptmodul "Lüftungstechnik" wird vergleichsweise selten erlernt (knapp 50 Lehrlinge), und wenn, dann auch meist in Kombination mit dem anderen Hauptmodul (30 Lehrlinge).
Unterschiede nach Geschlecht:
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn" wird größtenteils von Männern erlernt; der Anteil der weiblichen Lehrlinge ist zwar in den letzten Jahren leicht gestiegen, liegt aber immer noch bei rund 2 Prozent (das sind derzeit etwas mehr als 100 weibliche Lehrlinge von insgesamt 4.055 Lehrlingen).
Berufsaussichten:
Im Bereich Installations- und Energietechnik kann mit guten Berufsaussichten gerechnet werden. Allgemein besteht ein starker Trend zu nachhaltigem und ökologischem Bauen und Sanieren. Dabei spielen vor allem die Nutzung von erneuerbaren Energien, neue Technologien zur Wärmedämmung sowie energiesparende Systeme und Anlagen eine maßgebliche Rolle. Zudem steigt die Zahl an Aufträgen im Bereich der Althaussanierung, und auch der Wunsch nach mehr Komfort bei der Ausstattung von Wohnungen und Häusern ist ungebrochen.
Beschäftigungsaussichten:
Installations- und GebäudetechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Lüftung" werden sowohl in der Instandhaltung als auch in der Sanierung sowie bei neuen Bauprojekten eingesetzt. Daher sind die Beschäftigungsaussichten gut. Vorteilhaft sind aber auf jeden Fall zusätzliche Qualifikationen, z.B. Zusatzprüfungen für besondere Schweißtechniken, Elektronikkenntnisse oder Kompetenzen im Bereich Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie im Bereich neuer Energiequellen und Heiztechnologien (Wärmepumpen zur Gewinnung von Wärme aus dem Erdreich und der Außenluft, Solarenergie).
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
| Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung - Lüftung (inkl. Doppellehren) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Der Lehrberuf "Installations- und EnergietechnikerIn - Hauptmodul Lüftung" ist seit 1.7.2026 gültig; er ist die neu geregelte Form des Vorläufer-Lehrberufs "Installations- und GebäudetechnikerIn - Hauptmodul Lüftungstechnik". Die nachfolgend angeführten Zahlen stammen von diesem Vorläufer-Lehrberuf! |
||||||||||
| Anz./Jahr | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| männlich | 47 | 46 | 52 | 60 | 65 | 64 | 72 | 55 | 53 | 49 |
| weiblich | 1 | 2 | 3 | 4 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 0 |
| gesamt | 48 | 48 | 55 | 64 | 67 | 66 | 74 | 57 | 54 | 49 |
| Frauenanteil | 2,1% | 4,2% | 5,5% | 6,3% | 3,0% | 3,0% | 2,7% | 3,5% | 1,9% | 0,0% |
| Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich | ||||||||||
Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:
Das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und die Landesinnungen der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker bieten in den meisten Bundesländern zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für Installations- und EnergietechnikerInnen an, die für eine umfassende Berufsbildung von Bedeutung sind, z.B. Spezialschweißkurse, Klimaanlagentechnik, Kälteanlagentechnik, Trinkwasserhygiene, Wärmepumpen- und Solaranlagen, Heizungs- und Regelungstechnik, Erneuerbare Energien (Wärmepumpe, Solaranlagentechnik), Steuerungstechnik für Heiz- und Lüftungssysteme, Vorbereitung auf die Meisterprüfung in Heizungstechnik, Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung für Gas- und Sanitärtechnik.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
In größeren Gewerbebetrieben können Installations- und EnergietechnikerInnen bei entsprechender Weiterbildung folgende Aufstiegspositionen erreichen: ObermonteurIn, MontageleiterIn, ServiceleiterIn, GebäudetechnikplanerIn, WerkmeisterIn, MeisterIn.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Installations- und EnergietechnikerInnen in folgenden Gewerben:
Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern nur die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.
Weitere Informationen zum Gewerberecht finden Sie auf der Internet-Seite der Wirtschaftskammer Österreich (Thema "Gewerbeanmeldung") und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (Thema "Gewerbetätigkeiten" - Liste der freien und reglementierten Gewerbe).
Eine Person arbeitet mit einem Bohrhammer auf einer Baustelle im Bereich der Gebäudetechnik.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt zwei Personen, die an der Installation von Kabeln oder Rohren in einem Gebäude arbeiten.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt die Verlegung von Rohrleitungen und Kabeln in einem Rohbau, was typisch für Installations- und GebäudetechnikerInnen bei der Planung und Umsetzung von Versorgungsleitungen ist.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild sind zwei Personen zu sehen, die an einer Installation mit Rohrverbindungen und Druckmessgeräten arbeiten, was auf Tätigkeiten im Bereich der Heizungs- oder Sanitärtechnik hindeutet.
© AMS / Chloe PotterDer Installations- & Gebäudetechniker installiert Heizungsanlagen an einer Wand.
© AMS / Chloe PotterZwei Installations- & Gebäudetechniker betrachten Baupläne auf einer Baustelle.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt ein Netzwerk von Rohren und Kabeln, das typisch für die Arbeit von Installations- und GebäudetechnikerInnen ist, insbesondere im Bereich der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.
© AMS / Chloe PotterEin Installations- & Gebäudetechniker benutzt einen Bohrhammer, um Löcher in einen Betonboden zu bohren.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Installations- & Gebäudetechniker zu sehen, der Kabel in einem Gebäude verlegt.
© AMS / Chloe PotterDas Bild zeigt zwei Personen, die in einem Raum arbeiten und Rohrleitungen verlegen, was typisch für Berufe im Bereich der Installation und Gebäudetechnik ist.
© AMS / Chloe PotterAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit Schutzbrille und blauer Arbeitskleidung eine Schweißarbeit an einem Rohr durchführt.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einer Lötlampe arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einem Presswerkzeug an Rohrleitungen arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit einem Werkzeug an einer Sanitärinstallation arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der mit Schutzbrille und Werkzeug an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der eine Schweißarbeit an einem Rohr durchführt.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt einen Installations- und Gebäudetechniker, der mit einem Schweißgerät an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Installations- und Gebäudetechniker zu sehen, der in einer Werkstatt mit einem Schweißgerät an einem Rohr arbeitet.
© AMS / Das MedienstudioDas Bild zeigt einen Installations- und Gebäudetechniker in Arbeitskleidung, der ein Werkzeug hält.
© AMS / Das MedienstudioHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.