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SpenglerIn

Berufsbereiche: Bau, Baunebengewerbe und Holz
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

SpenglerInnen verarbeiten für die verschiedensten Verwendungszwecke alle Arten von Blech. Sie stellen Halb- und Fertigprodukte aus Metallblechen (z.B. Aluminium- oder Kupferbleche) her und führen die Montage, Instandhaltung und Reparatur der Produkte durch.

Spenglereibetriebe können auf die Bereiche Bauspenglerei, Lüftungsspenglerei, Autospenglerei und Galanteriespenglerei spezialisiert sein. Trotz Einsatz moderner Maschinen ist in diesem Beruf viel Handarbeit angesagt.

Der häufigste Einsatzbereich von SpenglerInnen ist in der Bauspenglerei. BauspenglerInnen stellen Dachverblechungen, Dachrinnen, Ablaufrohre usw. her, verlegen und montieren sie. Dabei heften sie die entsprechend zugerichteten Blechteile mittels Aufbugmaschinen an und falzen die Bleche zusammen.
Außerdem führen sie Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten durch.

LüftungsspenglerInnen sind mit der Herstellung von Klima- und Lüftungsanlagen befasst. Sie erzeugen vorwiegend Blechteile für Lufttransportleitungen und nehmen Montage- und Reparaturarbeiten vor.

Zu den Aufgaben der AutospenglerInnen zählen das Reparieren von Autokarosserieteilen bzw. das Einbauen neuer Karosserieteile und das Behandeln der Oberflächen von ausgetauschten Karosserieteilen.

GalanteriespenglerInnen (KunstspenglerInnen) stellen Gebrauchs- und Ziergegenstände (z.B. Wasserkannen, Kessel, Wannen, Wetterhähne, Ziersimse, Kuppeldächer) her. Weiters montieren sie Ziergegenstände und Einfassungen auf Dächern und Fassaden.

Die SpenglerInnen bearbeiten die Bleche unter Anwendung verschiedener Metallbearbeitungstechniken (z.B. Hämmern, Biegen) und bauen dann die einzelnen Blechteile zu einer Blechkonstruktion zusammen. Dabei schneiden sie zuerst mit einer Blechschere aus einer Blechtafel einen Blechteil in gewünschter Größe aus. Danach biegen sie das Blechwerkstück mit einer Rundbiegemaschine in die entsprechende Form oder "bördeln" das Werkstück durch Umbiegen eines schmalen Randes zur Versteifung des Bleches. Beim anschließenden Verbinden der so vorbearbeiteten Blechteile wenden die SpenglerInnen Verfahren wie Falzen, Löten und Schweißen an. Falzen bezeichnet das Verbinden von Blechteilen durch zwei umgebogene Blechränder und das nachfolgende Zudrücken der Ränder. Beim Löten werden Blechteile unter Zufuhr von Wärme durch leicht schmelzende Metalllegierungen verbunden. Diese Technik kommt meist bei Verbindung besonders dünner, kleiner oder speziell geformter Werkstücke zur Anwendung. Beim Schweißen werden die Metallteile durch starke Hitzeeinwirkung mit einer Gasflamme (Autogenschweißen) oder einem elektrischen Lichtbogen (Elektroschweißen) verschmolzen.

Nach dem Verbinden der Blechteile führen die SpenglerInnen am Werkstück noch eine Oberflächenbehandlung durch (Rostschutz, Glätten der Verbindungsstellen). Sie transportieren die in der Werkstatt angefertigten Teile an den Ort der Montage (z.B. eine Baustelle). Die Montagearbeiten werden meist in einem Team mit mehreren MitarbeiterInnen durchgeführt.

Der Aufgabenbereich der SpenglerInnen verlagert sich zunehmend von der Neuherstellung auf Montage-, Instandhaltungs- und Reparaturtätigkeiten, da in den meisten Bereichen (z.B. Autospenglerei, Dach- und Fassadenbau) größtenteils vorgefertigte Einzelteile (z.B. Karosserieteile, Dachrinnen, Rohre) verwendet werden.

SpenglerInnen verarbeiten für die verschiedensten Verwendungszwecke alle Arten von Blech. Sie stellen Halb- und Fertigprodukte aus Metallblechen (z.B. Aluminium- oder Kupferbleche) her und führen die Montage, Instandhaltung und Reparatur der Produkte durch.

Spenglereibetriebe können auf die Bereiche Bauspenglerei, Lüftungsspenglerei, Autospenglerei und Galanteriespenglerei spezialisiert sein. Trotz Einsatz moderner Maschinen ist in diesem Beruf viel Handarbeit angesagt.

Der häufigste Einsatzbereich von SpenglerInnen ist in der Bauspenglerei. BauspenglerInnen stellen Dachverblechungen, Dachrinnen, Ablaufrohre usw. her, verlegen und montieren sie. Dabei heften sie die entsprechend zugerichteten Blechteile mittels Aufbugmaschinen an und falzen die Bleche zusammen.
Außerdem führen sie Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten durch.

LüftungsspenglerInnen sind mit der Herstellung von Klima- und Lüftungsanlagen befasst. Sie erzeugen vorwiegend Blechteile für Lufttransportleitungen und nehmen Montage- und Reparaturarbeiten vor.

Zu den Aufgaben der AutospenglerInnen zählen das Reparieren von Autokarosserieteilen bzw. das Einbauen neuer Karosserieteile und das Behandeln der Oberflächen von ausgetauschten Karosserieteilen.

GalanteriespenglerInnen (KunstspenglerInnen) stellen Gebrauchs- und Ziergegenstände (z.B. Wasserkannen, Kessel, Wannen, Wetterhähne, Ziersimse, Kuppeldächer) her. Weiters montieren sie Ziergegenstände und Einfassungen auf Dächern und Fassaden.

Die SpenglerInnen bearbeiten die Bleche unter Anwendung verschiedener Metallbearbeitungstechniken (z.B. Hämmern, Biegen) und bauen dann die einzelnen Blechteile zu einer Blechkonstruktion zusammen. Dabei schneiden sie zuerst mit einer Blechschere aus einer Blechtafel einen Blechteil in gewünschter Größe aus. Danach biegen sie das Blechwerkstück mit einer Rundbiegemaschine in die entsprechende Form oder "bördeln" das Werkstück durch Umbiegen eines schmalen Randes zur Versteifung des Bleches. Beim anschließenden Verbinden ...

  • Körperliche Wendigkeit: Montage von Blechteilen an Hausfassaden
  • Gleichgewichtsgefühl: Montage auf Dächern
  • Handgeschicklichkeit: Falzen, Löten usw.
  • Auge-Hand-Koordination: Montagearbeiten, Bedienen von Metallbearbeitungsmaschinen
  • Sehvermögen: Löt- und Schweißarbeiten
  • Unempfindlichkeit der Haut: Umgang mit Lacken und Farben
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Planen und Ausführen von Blechkonstruktionenen
  • technisches Verständnis: Herstellen von Blechkonstruktionen, Reparieren von Bauteilen
  • Organisationstalent: Koordinieren der Arbeitsabläufe bei Montage- und Reparaturarbeiten
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Montagearbeit im Team
  • logisch-analytisches Denken: Herstellen von Blechkonstruktionen
  • gestalterische Fähigkeit: Entwerfen von Ziergegenständen
  • Reaktionsfähigkeit: gefährliche Arbeitssituationen bei Montagen
  • Selbständigkeit: eigenverantwortliches Ausführen von Montage- und Reparaturarbeiten
  • generelle Lernfähigkeit: Aneignen und Anwenden neuer Arbeitstechniken, z.B. Schweißtechniken

SpenglerInnen arbeiten vorwiegend in Klein- und Mittelbetrieben des Spenglergewerbes, die meist auf Teilbereiche wie z.B. Bauspenglerei, Lüftungsspenglerei oder Galanteriespenglerei spezialisiert sind. Einige SpenglerInnen sind auch in Großbetrieben der Eisen- und Metallwarenindustrie und der Maschinen- und Stahlbauindustrie beschäftigt.

Die Berufsaussichten werden als gut eingeschätzt, vor allem in der Bau- und Lüftungsspenglerei wird infolge der günstigen Auftragslage im Zusammenhang mit Altstadt- bzw. Althaussanierungen mit einem leicht steigenden Facharbeiterbedarf gerechnet. Nachfragen nach SpenglerInnen gibt es daher vor allem in Ballungsräumen, in denen Altstadtsanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind - vor allem in der Bauspenglerei - allerdings teilweise saisonabhängig: Während in den Wintermonaten die Zahl der Arbeitsuchenden regelmäßig ansteigt, herrscht in der warmen Jahreszeit oft ein Mangel an Arbeitskräften.

Der Lehrberuf wird sehr häufig erlernt. Dennoch gab es in den letzten Jahren stets viel mehr offene Lehrstellen als Lehrinteressenten, sodass zahlreiche Lehrstellen nicht besetzt werden konnten. Viele Lehrlinge erlernen den Beruf im Rahmen einer Doppellehre, am häufigsten gemeinsam mit dem Lehrberuf "DachdeckerIn", aber auch mit den Lehrberufen "Sanitär- und KlimatechnikerIn - Gas und Wasserinstallation, - Heizungsinstallation und - Lüftungsinstallation" oder mit den Lehrberuf "StahlbauschlosserIn". Da der Beruf einerseits als "typischer Männerberuf" gilt und andererseits mit hohen körperlichen Belastungen verbunden ist, wird er nur von sehr wenigen Frauen ausgeübt.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "BauspenglerIn", dem der Beruf "SpenglerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

SpenglerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
SpenglerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 1.644 1.676 1.700 1.614 1.537 1.450 1.365 1.300 1.221 1.172
weiblich 14 13 17 13 17 15 14 19 16 21
gesamt 1.658 1.689 1.717 1.627 1.554 1.465 1.379 1.319 1.237 1.193
Frauenanteil 0,8% 0,8% 1,0% 0,8% 1,1% 1,0% 1,0% 1,4% 1,3% 1,8%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
SpenglerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Installations- und Gebäudetechniker/in - Lüftungstechnik nein
Karosseriebautechniker/in ja >
Konstrukteur/in - Stahlbautechnik nein
Kupferschmied/in nein
Metalldesigner/in - Metalldrückerei nein
Metalltechniker/in - Zerspanungstechnik nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
> Die LAP des verwandten Lehrberufs ersetzt die LAP im beschriebenen Lehrberuf

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig "Kraftfahrzeugbau"; Fachschule für Flugtechnik; Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Ausbildungsschwerpunkte "Fahrzeugtechnik", "Fahrzeugtechnik/Angewandte Mechatronik", "Fertigungstechnik", "Flugtechnik", "Maschinen- und Anlagentechnik", "Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung").

Für SpenglerInnen werden im Berufsförderungsinstitut (bfi) und im Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) Weiterbildungskurse angeboten.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Maschinenbau", "Maschinenbau - Automatisierungstechnik", "Maschinenbau - Betriebstechnik", "Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik", "Sanitär- und Heizungstechnik" oder "Kunststofftechnik" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Haustechnik" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement" und "Umweltökonomie" (4 Jahre).

In Mittel- und Großbetrieben können SpenglerInnen zu VorarbeiterInnen, PartieführerInnen, WerkstättenleiterInnen und WerkmeisterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für SpenglerInnen in den Handwerken "Spengler", "Kupferschmiede", "Karosseriebau- und Karosserielackiertechniker" oder "Lüftungstechnik" (Voraussetzung: Meisterprüfung) sowie im Gewerbe "Gas- und Sanitärtechnik" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens dreijähriger fachlicher Tätigkeit; die Befähigungsprüfung kann auch für die auf die Gasinstallation oder die Wasserleitungsinstallation eingeschränkte Form des Gewerbes abgelegt werden, wobei jeweils mit einer Ergänzungsprüfung der Befähigungsnachweis für die uneingeschränkte Form erbracht werden kann). Weiters können SpenglerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Autoverglasung", "Entkalken von Heißwasserbereitern".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Auto (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 117
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Auto, Flugzeug, Transport, Seite 8
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