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Textiltechnolog(e)in

Berufsbereiche: Textil, Mode und Leder
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

ACHTUNG: Dieser Lehrberuf ersetzt ab 1. Juni 2013 die Lehrberufe "GroßmaschinstickerIn", "TextilmechanikerIn", "TextiltechnikerIn - Webtechnik" und "TextiltechnikerIn - Maschentechnik".

 

Ältere Berufsbezeichnung(en): TextilmechanikerIn, TextiltechnikerIn - Maschentechnik, TextiltechnikerIn - Webtechnik, GroßmaschinstickerIn.

Tätigkeitsmerkmale

TextiltechnologInnen betreuen die Maschinen in Textilbetrieben, also Spinnmaschinen (zur Fadenproduktion), Webmaschinen (Herstellung textiler Stoffbahnen), Wirkmaschinen (zur Herstellung spezieller Stoffe wie Hemden- und Pulloverstoffe), Strickmaschinen (Herstellung von Pullovern, Schals usw.), Stickmaschinen (Zierstickerei), Posamentiermaschinen (zur Bänder- und Bortenherstellung) oder Ausrüstungsmaschinen (z.B. Färbemaschinen).

Zu den Aufgaben der TextiltechnologInnen gehören die Wartung der Maschinen (z.B. Reinigen, Schmieren), die Durchführung kleinerer Reparaturen (z.B. Austauschen schadhafter Teile) sowie vor allem die Einstellung/Programmierung der Maschinen für den Produktionsvorgang und die Umrüstung bei Produktionsänderung (z.B. Einlegen anderer textiler Materialien; Veränderung der Anordnung mechanischer Teile; Montage anderer Produktionswerkzeuge).

Während der Produktion Überwachen und Steuern sie die Maschinen und kontrollieren laufend die Qualität der Produkte.

 

Das Berufsprofil in der Ausbildungsordnung (BGBl.II.Nr.144/2013) umfasst folgende Punkte:

 

  1. Auswählen, Annehmen, Prüfen auf Verwendbarkeit und Lagern der betriebsspezifischen Roh- und Ausgangsstoffe,
  2. Organisieren und Sicherstellen des optimalen Materialflusses (Roh- und Ausgangsstoffe) für die Produktion,
  3. Rüsten, Anfahren, Bedienen, Überwachen und Ab- bzw. Umstellen der Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Linien- und Flächenprodukten (zB Spinnmaschinen, Webmaschinen, Strickmaschinen) und zur Änderung von Oberflächenstrukturen und von Produkteigenschaften,
  4. rechnergestütztes Überwachen und Durchführen von Prozesskontrollen und Prozess-optimierungen sowie Dokumentieren von Betriebsdaten,
  5. Warten, Pflegen und einfaches Instandhalten der betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  6. Durchführen einfacher Montage- und Demontagearbeiten an betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  7. Anwenden der in der Textilindustrie verwendeten Prüfvorschriften und Prüfnormen,
  8. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen und Umweltstandards.

 

 

TextiltechnologInnen betreuen die Maschinen in Textilbetrieben, also Spinnmaschinen (zur Fadenproduktion), Webmaschinen (Herstellung textiler Stoffbahnen), Wirkmaschinen (zur Herstellung spezieller Stoffe wie Hemden- und Pulloverstoffe), Strickmaschinen (Herstellung von Pullovern, Schals usw.), Stickmaschinen (Zierstickerei), Posamentiermaschinen (zur Bänder- und Bortenherstellung) oder Ausrüstungsmaschinen (z.B. Färbemaschinen).

Zu den Aufgaben der TextiltechnologInnen gehören die Wartung der Maschinen (z.B. Reinigen, Schmieren), die Durchführung kleinerer Reparaturen (z.B. Austauschen schadhafter Teile) sowie vor allem die Einstellung/Programmierung der Maschinen für den Produktionsvorgang und die Umrüstung bei Produktionsänderung (z.B. Einlegen anderer textiler Materialien; Veränderung der Anordnung mechanischer Teile; Montage anderer Produktionswerkzeuge).

Während der Produktion Überwachen und Steuern sie die Maschinen und kontrollieren laufend die Qualität der Produkte.

 

Das Berufsprofil in der Ausbildungsordnung (BGBl.II.Nr.144/2013) umfasst folgende Punkte:

 

  1. Auswählen, Annehmen, Prüfen auf Verwendbarkeit und Lagern der betriebsspezifischen Roh- und Ausgangsstoffe,
  2. Organisieren und Sicherstellen des optimalen Materialflusses (Roh- und Ausgangsstoffe) für die Produktion,
  3. Rüsten, Anfahren, Bedienen, Überwachen und Ab- bzw. Umstellen der Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Linien- und Flächenprodukten (zB Spinnmaschinen, Webmaschinen, Strickmaschinen) und zur Änderung von Oberflächenstrukturen und von Produkteigenschaften,
  4. rechnergestütztes Überwachen und Durchführen von Prozesskontrollen und Prozess-optimierungen sowie Dokumentieren von Betriebsdaten,
  5. Warten, Pflegen und einfaches Instandhalten der betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  6. Durchführen einfacher Montage- und Demontagearbeiten an betriebsspezifischen Maschinen und Anlagen,
  7. Anwenden der in der Textilindustrie verwendeten Prüfvorschriften und Prüfnormen,
  8. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung ...

Handgeschicklichkeit: Reparaturarbeiten

Fingerfertigkeit: feinmechanische Arbeiten, Einstellen der Maschine

Tastsinn: Kontrollieren der textilen Gewebe auf Fehler

Auge-Hand-Koordination: Reparieren von kleinen Teilen

Sehvermögen: Einstellarbeiten, Kontrollieren der produzierten Gewebe

Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Reinigungsmittel und Schmieröl

technisches Verständnis: Reparieren und Warten der Textilmaschinen

logisch-analytisches Denken: Fehlersuche

Reaktionsfähigkeit: Vermeiden von Unfällen, Arbeiten an laufenden Maschinen

Selbständigkeit: Überwachen der Maschine, Durchführen von Wartungs- und Reparaturarbeiten

psychische Belastbarkeit: Schichtarbeit in Industriebetrieben, Fehlersuche unter Zeitdruck

Betriebe/Lehrbetriebe: TextiltechnologInnen sind am häufigsten in Betrieben der Textilindustrie tätig. Es gibt aber auch einige wenige Beschäftigungsmöglichkeiten in kleineren Gewerbebetrieben. Die meisten Betriebe befinden sich in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und Niederösterreich.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge in diesem Lehrberuf ist in den letzten Jahren zurückgegangen und liegt jährlich insgesamt im mittleren zweistelligen Bereich.

Unterschiede nach Geschlecht: In der Herstellung von Textilien sind insgesamt mehr Männer als Frauen tätig. Und auch der Lehrberuf TextiltechnologIn wird häufiger von Männern als von Frauen erlernt.

Berufsaussichten: Die Berufsaussichten in der Textil- und Bekleidungsindustrie sind generell eher schlecht. Gründe dafür sind die zunehmende Verlagerung der Produktionsstätten in Länder, in denen kostengünstiger produziert werden kann, die wachsende internationale Konkurrenz und die immer weiter voranschreitende Automatisierung. Zuletzt konnte die Branche der Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie allerdings eine stabile Entwicklung vorweisen und den Export von heimischen Produkten ins Ausland steigern. Modische Innovationen, Produkte von hoher Qualität und technischer Funktionalität sind zentrale Erfolgsfaktoren für die positive Entwicklung der Branche.

Beschäftigungsaussichten: Trotz der allgemein eher schwierigen Lage der Textilindustrie haben gut ausgebildete TextiltechnologInnen gute Beschäftigungschancen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "TextiltechnikerIn", dem der Beruf "Textiltechnolog(e)in" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Textiltechnolog(e)in
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Textilgewerbe Österreichs mit Ausnahme von Vorarlberg (Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler) (Arbeiter) 01.06.2018
Textilgewerbe Vorarlbergs (Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler) (Arbeiter) 01.06.2018
Stickereigewerbe und Stickereiindustrie VORARLBERG (Arbeiter) 01.06.2018
Textilindustrie (Arbeiter) 01.04.2018
Textiltechnolog(e)in (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind auch die Lehrlingszahlen der Vorläufer-Lehrberufe "GroßmaschinstickerIn", "TextilmechanikerIn", "TextiltechnikerIn - Webtechnik" und "TextiltechnikerIn - Maschentechnik" enthalten!
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 59 54 47 50 51 51 46 40 32 28
weiblich 12 10 14 16 14 15 14 15 16 17
gesamt 71 64 61 66 65 66 60 55 48 45
Frauenanteil 16,9% 15,6% 23,0% 24,2% 21,5% 22,7% 23,3% 27,3% 33,3% 37,8%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Fachschule für Maschinstickerei, Ausbildungszweig Maschinstickerei (Dornbirn/Vorarlberg)

Fachschule für Sehbehinderte und Blinde, Ausbildungszweig Weber (Graz)

Höhere Lehranstalt für Betriebsmanagement, Ausbildungszweig Textilmanagement und -technik (Dornbirn/Vorarlberg)

Für TextiltechnologInnen gibt es nur wenige Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet in Wien und Dornbirn von Zeit zu Zeit Kurse an, die auch für diesen Beruf interessant sind (z.B. Textile Grundlagen).

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung eines höheren Bildungsabschlusses bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind:

Werkmeisterschule für Berufstätige (2 Jahre, Abendunterricht) mit folgenden Fachrichtungen: "Bau-, Landmaschinentechnik und Mechatronik", "Maschinenbau", "Maschinenbau - Automatisierungstechnik", "Maschinenbau - Betriebstechnik", "Maschinenbau - Kraftfahrzeugtechnik", "Mechatronik", "Kunststofftechnik".

Aufbaulehrgang für Maschinenbau (3 Jahre), Ausbildungszweig: "Automatisierungstechnik".

Aufbaulehrgang für Maschineningenieurwesen (3 Jahre), Ausbildungszweige: "Automatisierungstechnik"; "Energieplanung, Gebäude- und Kältetechnik".

Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre), Ausbildungszweige: "Betriebsmanagement"; "Facility Management".

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau (4 Jahre), Ausbildungsschwerpunkte: "Anlagentechnik"; "Allgemeiner Maschinenbau"; "Automatisierungstechnik"; "Maschinen- und Anlagentechnik".

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen (4 Jahre), Ausbildungsschwerpunkte: "Automatisierungstechnik"; "Fahrzeugtechnik"; "Maschinen- und Anlagentechnik".

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre), Ausbildungsschwerpunkte: "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement".

Aufstiegsmöglichkeiten:

In der Industrie haben TextiltechnologInnen hauptsächlich folgende Aufstiegsmöglichkeiten: WerkmeisterIn, IndustriemeisterIn, ObermeisterIn, ProduktionsmeisterIn, SchichtführerIn, AbteilungsleiterIn. Im Gewerbe sind Aufstiegsmöglichkeiten wegen der kleinbetrieblichen Struktur kaum gegeben.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für TextiltechnologInnen in den reglementierten Gewerben "MechatronikerIn für Maschinen- und Fertigungstechnik" oder "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können TextiltechnologInnen in den freien Gewerben "Erzeugung von textilen Materialien sowie Garnen" und "Erzeugung von Häkel-, Stick-, Strick- und Wirkwaren" tätig sein. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Textil, Mode, Leder, Seite 137
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