FahrradmechatronikerIn

Berufsbereiche: Maschinenbau, Kfz, Metall / Tourismus, Gastgewerbe, Freizeit
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung (Lehrlingseinkommen)
Lehrzeit: 3 Jahre. Einstiegsgehalt lt. KV: € 2.130,- bis € 2.160,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser neue Lehrberuf kann seit 1. August 2019 erlernt werden. Er wird vorläufig als befristeter Ausbildungsversuch geführt; der Eintritt in die Ausbildung ist bis zum 31. August 2024 möglich.

Tätigkeitsmerkmale

FahrradmechatronikerInnen sind Fachleute für alle Arten von Fahrrädern und Elektrofahrrädern (eBikes) sowie für ähnliche Fahrgeräte wie Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways usw. Sie sorgen für deren Instandhaltung und Wartung, Beheben Störungen und Fehler und führen Anpassungen an die von den KundInnen gestellten Anforderungen durch. Dabei kümmern sie sich um die zahlreichen Baugruppen und Komponenten, z.B. Rahmen, Fahrradbereifung, Beleuchtung, Bremsen, Schaltung, Stoßdämpfer und Federgabel und eine ganze Reihe weiterer mechanischer, elektrischer, elektronischer und hydraulischer Bauteile.

Die Hauptaufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist die Fehlersuche sowie die Analyse und Behebung der Fehler an Fahrrädern. Zu diesem Zweck müssen sie meist einzelne Baugruppen und Bauteile demontieren/ausbauen, überprüfen, reparieren und wieder montieren/einbauen. Üblicherweise werden schadhafte Bauteile meist nicht mehr repariert, sondern durch neue ersetzt.

Ein relativ neues Aufgabengebiet in der Fahrradtechnik ergibt sich durch die zunehmende Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrrädern und Fahrgeräten. Die Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie die elektrischen und elektronischen Anlagen erfordern eine Reihe zusätzlicher Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten.

Eine zentrale Aufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist auch die KundInnen-Beratung und der Verkauf. Diese Aufgabe erfordert ein umfassendes und aktuelles Wissen über alle Arten von einschlägigen Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten (Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifungen, Sonderanfertigungen usw.) und ihrer Eigenschaften. Dazu kommt die Beratung über die richtige Verwendung, die Pflege und die Wartung der Fahrzeuge sowie über Zubehörartikel und Zusatzleistungen des Servicebetriebes.

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Fahrradmechatronik-Ausbildungsordnung 2019):

  1. Instandhalten und Warten von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten (z.B. Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways) und einzelnen Baugruppen (z.B. Beleuchtungsanlage, Rahmen, Bremsanlagen, Schaltungen usw.) sowie deren Zubehör,
  2. Anpassen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten an Kundenwünsche und ergonomische Anforderungen,
  3. Kontrollieren von Fahrradkomponenten, insbesondere der Fahrradbereifung,
  4. Überprüfen, Demontieren und Montieren von einzelnen Baugruppen wie Beleuchtungsanlagen, Bremsanlagen, Schaltungen, Dämpfern und Federgabeln sowie Zusammenbauen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten aus Komponenten,
  5. Ausbauen, Einbauen und Prüfen von mechanischen, elektrischen, elektronischen oder hydraulischen Bauteilen,
  6. Suchen, Analysieren und Beheben von Fehlern an Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten oder Fahrradkomponenten,
  7. Durchführen von Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten an Zusatzantrieben wie Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie an elektrischen und elektronischen Anlagen von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten,
  8. Informieren und Beraten von Kunden z.B. über Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifung, Pflege und Wartung von Fahrrädern und ähnlichen Fahrgeräten usw. sowie Anbieten von Zusatzleistungen,
  9. Lesen und Anwenden technischer Unterlagen sowie Festlegen von Arbeitsmethoden und -abläufen unter Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen,
  10. Ausführung der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheits- und Umweltstandards.

FahrradmechatronikerInnen sind Fachleute für alle Arten von Fahrrädern und Elektrofahrrädern (eBikes) sowie für ähnliche Fahrgeräte wie Scooter, E-Scooter, Longboards, Hover-Boards, Segways usw. Sie sorgen für deren Instandhaltung und Wartung, Beheben Störungen und Fehler und führen Anpassungen an die von den KundInnen gestellten Anforderungen durch. Dabei kümmern sie sich um die zahlreichen Baugruppen und Komponenten, z.B. Rahmen, Fahrradbereifung, Beleuchtung, Bremsen, Schaltung, Stoßdämpfer und Federgabel und eine ganze Reihe weiterer mechanischer, elektrischer, elektronischer und hydraulischer Bauteile.

Die Hauptaufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist die Fehlersuche sowie die Analyse und Behebung der Fehler an Fahrrädern. Zu diesem Zweck müssen sie meist einzelne Baugruppen und Bauteile demontieren/ausbauen, überprüfen, reparieren und wieder montieren/einbauen. Üblicherweise werden schadhafte Bauteile meist nicht mehr repariert, sondern durch neue ersetzt.

Ein relativ neues Aufgabengebiet in der Fahrradtechnik ergibt sich durch die zunehmende Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrrädern und Fahrgeräten. Die Elektromotoren und Kraftübertragungseinrichtungen sowie die elektrischen und elektronischen Anlagen erfordern eine Reihe zusätzlicher Prüf-, Ausbau-, Montage-, Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten.

Eine zentrale Aufgabe der FahrradmechatronikerInnen ist auch die KundInnen-Beratung und der Verkauf. Diese Aufgabe erfordert ein umfassendes und aktuelles Wissen über alle Arten von einschlägigen Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten (Bremsanlagen, Schaltungen, Bereifungen, Sonderanfertigungen usw.) und ihrer Eigenschaften. Dazu kommt die Beratung über die richtige Verwendung, die Pflege und die Wartung der Fahrzeuge sowie über Zubehörartikel und Zusatzleistungen des Servicebetriebes.

 

In der Ausbildungsordnung dieses Lehrberufs ist folgendes BERUFSPROFIL festgelegt (Quelle: Fahrradmechatronik-Ausbildungsordnung 2019):

  1. Instandhalten und Warten von Fahrräde…

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

FahrradmechatronikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Handelsgewerbe (Angestellte)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Metallindustrie: Fahrzeugindustrie (Arbeiter)
gültig ab 01.11.2020
01.11.2020
  • Handgeschicklichkeit: Wartungs- und Reparaturarbeiten an Fahrrädern; Ausbauen/Zerlegen/Einbauen der Fahrradbestandteile (teilweise feinmechanische Komponenten); Einstellarbeiten z.B. an Schaltung oder Bremsen;
  • Auge-Hand-Koordination: Exaktes Montieren aller Fahrradkomponenten; Überprüfen und genaues Einstellen aller Funktionen;
  • Sehvermögen: Fehlersuche; Kontrollieren der Fahrradkomponenten (z.B. Fahrradbereifung);
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Staub und verschmutzte Fahrradteile bei Wartungs- und Reparaturarbeiten; Arbeiten mit Reinigungsmitteln und Schmiermitteln;
  • technisches Verständnis: Zerlegen und Zusammenbauen von Antriebssystemen, Schaltungen, Bremsanlagen usw.;
  • Kontaktfähigkeit: Beraten und Informieren der KundInnen;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten und Informieren der KundInnen; Führen von Verkaufsgesprächen.

Betriebe/Lehrbetriebe:
Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für FahrradmechatronikerInnen sind vor allem Fahrradwerkstätten, Fahrrad- und Sporthandelsbetriebe, Fahrradverleihunternehmen und Fahrradproduktionsunternehmen (meist Industriebetriebe).

Lehrstellensituation:
Vor der Einrichtung des Lehrberufs "FahrradmechatronikerIn" im Jahr 2019 wurde erwartet, dass pro Lehrjahr rund 40 Lehrlinge aufgenommen werden. Mittlerweile sind es bereits fast 100 Lehrlinge. Offensichtlich ist also der Bedarf an Fachkräften in diesem Berufsbereich doch erheblich größer als vermutet. Der Grund liegt wohl in der anhaltend starken Aufwärtsentwicklung am Fahrradmarkt (vor allem bei E-Bikes und E-Scootern).

Unterschiede nach Geschlecht:
Die ersten Ergebnisse zum Lehrstellenmarkt für diesen neuen Lehrberuf zeigen, dass auch in der Fahrradmechatronik - wie in vielen technischen Lehrberufen - vorwiegend Männer zu finden sind, obwohl der Beruf für Burschen und Mädchen gleichermaßen geeignet erscheint. Der Anteil der weiblichen Lehrlinge hat zuletzt nur knapp 10 Prozent betragen. Aber es ist sicher noch zu früh, um daraus bereits eine klare Tendenz ableiten zu können.

Berufsaussichten:
Die Berufsaussichten sind gut, da sich derzeit der Trend zum Fahrrad und zum e-Bike sowie zu allen möglichen ähnlichen Fortbewegungsmitteln (E-Scooter, Segways usw.) weiter fortsetzt und daher auch der entsprechende Bedarf an Service- und Beratungs-Fachkräften stetig zunimmt.

Beschäftigungsaussichten:
Die Beschäftigungsaussichten in der Fahrrad-Branche sind stabil bis steigend. Der Bedarf an Fachkräften wird in den nächsten Jahren voraussichtlich steigen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "FahrradmechanikerIn", dem der Beruf "FahrradmechatronikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
FahrradmechatronikerIn (inkl. Doppellehren)
Dieser Lehrberuf kann erst seit 1. Juli 2019 erlernt werden!
Anz./Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 15 86
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 0 9
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 15 95
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 0,0% 9,5%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Folgende Ausbildungen und berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • WIFI-Ausbildung zum/zur FahrradmechanikerIn (Grundausbildung für BerufseinsteigerInnen, QuereinsteigerInnen und interessierte Personen): WIFI - Fahrradtechnik.
  • Fachschule für Mechatronik
  • Höhere Lehranstalt für Mechatronik

In der Fahrradtechnik gibt es laufend neue technische Entwicklungen, z.B. auf dem Gebiet der hydraulischen, hydropneumatischen und elektronische Komponenten, der elektrischen Antriebe und Hybridantriebe, der Batterie- bzw. Akku-Technik oder der verwendeten Werkstoffe (z.B. Leichtmetalle). Außerdem werden ständig neue Fahrrad- und Fahrzeug-Modelle entwickelt und verkauft, und die Ansprüche der KundInnen werden immer vielfältiger, die Anforderungen an die Qualität immer höher. Daher ist in diesem Beruf ständige Weiterbildung hinsichtlich neuer Produkte und neuer Techniken unbedingt erforderlich. Berufsspezifische Weiterbildungskurse werden vor allem vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI) durchgeführt.

Aktuelle Weiterbildungsangebote sind in der AMS-Weiterbildungsdatenbank enthalten - siehe unter www.ams.at/weiterbildungsdatenbank.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige (Dauer: 2 Jahre, Abendunterricht) mit der Fachrichtung Mechatronik.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Aufstiegspositionen in Gewerbebetrieben sind "WerkstättenleiterIn" oder "LeiterIn der Serviceabteilung", in Industriebetrieben "ObermonteurIn", "MontageleiterIn", "ProduktionsleiterIn" oder "WerkmeisterIn", wofür natürlich entsprechende Qualifikation erforderlich sind.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für FahrradmechatronikerInnen im freien Gewerbe "Fahrradtechnik" (ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde). Weiters ist es auch möglich, ein Fahrradgeschäft oder einen Fahrradverleih zu eröffnen, wenn dies auch wegen der starken Konkurrenz nicht besonders erfolgversprechend ist; jedenfalls handelt es sich auch hierbei um freie Gewerbe ohne Befähigungsnachweis.

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