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KälteanlagentechnikerIn

Berufsbereiche: Maschinen, Kfz und Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): KühlmaschinenmechanikerIn

Tätigkeitsmerkmale

KälteanlagentechnikerInnen bauen, montieren, warten und reparieren computer- oder mechanisch gesteuerte Kühlmaschinen, Kühlanlagen und klimatechnische Einrichtungen (z.B. Klimaanlagen, Kühlvitrinen, Tiefkühlräume, Computer-Schankanlagen),die im Handel und Transport von Lebensmitteln, im Haushalt, in der Gastronomie, in Kühl- und Lagerhäusern (Großkälteanlagen) und in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie verwendet werden. Weiters installieren und warten sie Klimaanlagen in Wohn- und Verwaltungsgebäuden, in Spitälern (Konservierung empfindlicher Arzneistoffe, Labors und Fahrzeugen sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik (Klimatisierung/Kühlung empfindlicher Aggregate und Treibstoffe).

KälteanlagentechnikerInnen verlegen Rohrleitungen, richten Regelungs- und Steuerungsinstrumente ein und bauen alle Bauteile anhand von Installationsplänen zu einer funktionierenden Anlage zusammen. Die Arbeiten umfassen also Gebiete der Mechanik, Elektrotechnik und der Elektronik. Weiters haben KälteanlagentechnikerInnen zur Berechnung und Projektierung von Anlagen Umgang mit Computern.

Bei der Durchführung ihrer Arbeiten wenden die KälteanlagentechnikerInnen verschiedene Metallbearbeitungstechniken (z.B. Feilen, Drehen, Löten, Schweißen) an, verlegen Rohre und kontrollieren Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten (Elektrothermometer, Ohm-Meter usw.).

Bei der Erzeugung künstlicher Kälte wird ausgenutzt, dass Flüssigkeiten beim Verdampfen der Umgebung Wärme entziehen. Diese Kältemittel (hauptsächlich Fluor- und Chlorkohlenwasserstoffverbindungen) werden vom Verdampfer über den Kompressor (dieser setzt den Kältemitteldampf unter Druck) zum Kondensator (Verflüssiger) geleitet, um anschließend vom Sammler neuerlich in die Verdampfer zu gelangen, wo der Kreislauf wieder beginnt (Prinzip der Kompressorkühlmaschine).

Bei der Montage einer Kompressor-Kühlanlage verlegen die KälteanlagentechnikerInnen zunächst das für die Leitung des Kühlmittels erforderliche Rohrsystem anhand eines Planes. Sie messen und schneiden Rohre aus Kupfer, Stahl, Eisen, Gusseisen oder Kunststoff auf die gewünschte Länge zu. Sie stellen Rohrverbindungen durch Schweißen, Löten, Verschrauben, Kunststoffschweißen, Kleben oder Stecken her, wobei sie eventuell Verbindungsstücke ("Fittings") verwenden. Danach installieren sie die Einzelteile der Anlage wie Kompressor und Kondensator, die Regelgeräte (z.B. Thermostat und Feuchtigkeitsregler), die Abtauheizung (diese verhindert eine zu starke Vereisung des Kühlraumes) sowie Trockenpatronen oder Trockenfilter (diese neutralisieren das Kondenswasser im Kühlkreislauf).

Bei elektronisch gesteuerten Kühlsystemen ist der Einbau von Regelgeräten nicht mehr erforderlich: Mikroprozessorgesteuerte elektronische Bauteile, die bereits im Schaltkasten eingebaut sind, regeln und überwachen die Anlage.

Die KälteanlagentechnikerInnen führen aber auch die erforderlichen Elektroinstallationen (z.B. für den Kompressormotor) durch und schließen die Anlage an den Schaltkasten an. Abschließend überprüfen sie die Dichtheit der Rohre und setzen die Anlage in Betrieb.

Bei regelmäßigen Wartungsarbeiten überprüfen sie die elektrische Anlage des Kühlsystems, tauschen Verschleißteile aus, kontrollieren den Stand des Kühlmittels und füllen dieses, wenn notwendig, nach.

Bei der Reparatur (z.B. von Tiefkühlanlagen) beginnen die KälteanlagentechnikerInnen mit der Suche nach der Störungsursache. Mit Messgeräten stellen sie mögliche Fehler an der elektrischen Anlage fest. Sie überprüfen den Thermostat und wechseln ihn, falls er defekt ist, aus. Sie erneuern schadhafte Heizstäbe oder Heizdrähte bei einem Gebrechen in der Abtauheizung. Undichte Stellen an den Kühlrohren stellen sie durch eine kältetechnische Druckprobe fest. Dazu füllen sie die Anlage mit einem Kühlmittel und setzen sie durch Einspritzen von Stickstoff unter Druck. Ein Druckabfall zeigt eine Undichtheit im Rohrsystem an. Ist eine Verbindung undicht, tauschen sie das Verbindungsstück aus oder sägen den schadhaften Rohrleitungsteil ab und setzen ein neues Rohrstück durch Löten oder Schweißen ein. Nach einer nochmaligen Druckprobe füllen sie die Anlage mit frischem Kühlmittel auf, machen einen Probelauf und stellen den Thermostat auf die gewünschte Temperatur ein.

KälteanlagentechnikerInnen bauen, montieren, warten und reparieren computer- oder mechanisch gesteuerte Kühlmaschinen, Kühlanlagen und klimatechnische Einrichtungen (z.B. Klimaanlagen, Kühlvitrinen, Tiefkühlräume, Computer-Schankanlagen),die im Handel und Transport von Lebensmitteln, im Haushalt, in der Gastronomie, in Kühl- und Lagerhäusern (Großkälteanlagen) und in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie verwendet werden. Weiters installieren und warten sie Klimaanlagen in Wohn- und Verwaltungsgebäuden, in Spitälern (Konservierung empfindlicher Arzneistoffe, Labors und Fahrzeugen sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik (Klimatisierung/Kühlung empfindlicher Aggregate und Treibstoffe).

KälteanlagentechnikerInnen verlegen Rohrleitungen, richten Regelungs- und Steuerungsinstrumente ein und bauen alle Bauteile anhand von Installationsplänen zu einer funktionierenden Anlage zusammen. Die Arbeiten umfassen also Gebiete der Mechanik, Elektrotechnik und der Elektronik. Weiters haben KälteanlagentechnikerInnen zur Berechnung und Projektierung von Anlagen Umgang mit Computern.

Bei der Durchführung ihrer Arbeiten wenden die KälteanlagentechnikerInnen verschiedene Metallbearbeitungstechniken (z.B. Feilen, Drehen, Löten, Schweißen) an, verlegen Rohre und kontrollieren Anlagen mit Mess- und Prüfgeräten (Elektrothermometer, Ohm-Meter usw.).

Bei der Erzeugung künstlicher Kälte wird ausgenutzt, dass Flüssigkeiten beim Verdampfen der Umgebung Wärme entziehen. Diese Kältemittel (hauptsächlich Fluor- und Chlorkohlenwasserstoffverbindungen) werden vom Verdampfer über den Kompressor (dieser setzt den Kältemitteldampf unter Druck) zum Kondensator (Verflüssiger) geleitet, um anschließend vom Sammler neuerlich in die Verdampfer zu gelangen, wo der Kreislauf wieder beginnt (Prinzip der Kompressorkühlmaschine).

Bei der Montage einer Kompressor-Kühlanlage verlegen die KälteanlagentechnikerInnen zunächst das für die Leitung des Kühlmittels erforderliche Rohrsystem anhand eines Planes. Sie m ...

  • Kräftiger Körperbau: Montieren schwerer Bauteile
  • physische Ausdauer: Arbeiten auf Rohbauten und in Kühlräumen, Montieren großer Anlagen
  • körperliche Wendigkeit: Installieren und Reparieren an schwer zugänglichen Stellen, Montieren auf Leitern und Gerüsten
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Gerüsten
  • Handgeschicklichkeit: Bearbeiten von Metall- und Kunststoffrohren, Herstellen elektrischer Anschlüsse
  • Fingerfertigkeit: feinmechanische Arbeiten
  • Auge-Hand-Koordination: Schweißen, Löten, Einbauen von Kleinstteilen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Kühl-, Reinigungsmitteln und Ölen
  • räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Plänen
  • technisches Verständnis: Beheben von Störungen in Kühlanlagen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team bei größeren Montagen und Reparaturen
  • logisch-analytisches Denken: Suche von Fehlern, Beheben von Störfällen
  • Selbständigkeit: Reparaturarbeiten
  • generelle Lernfähigkeit: Reparieren elektronisch gesteuerter Kühlanlagen

KälteanlagentechnikerInnen sind überwiegend in Klein- und Mittelbetrieben des Gewerbes, die auf den Störungs- und Wartungsdienst in den Bereichen Kälte- und Klimatechnik spezialisiert sind, beschäftigt. Diese Betriebe sind auf Wien, den Raum Linz-Wels und die Obersteiermark konzentriert. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich auch in den Serviceabteilungen von Industriebetrieben des Kühlanlagenbaus sowie in Kühl- und Lagerhäusern. Weiters können KälteanlagentechnikerInnen in größeren Verwaltungsgebäuden oder Krankenhäusern im Bereich der Haustechnik tätig sein.

Für qualifizierte Fachkräfte, die über Kenntnisse elektronischer Steuer- und Regeleinrichtungen verfügen, bestehen günstige Berufsaussichten.

Der Beruf wird vorwiegend von Männern ausgeübt, was teilweise auf traditionelle Vorurteile und die relativ hohen körperlichen Anforderungen des Berufs zurückgeführt werden kann.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "KälteanlagentechnikerIn", dem der Beruf "KälteanlagentechnikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

KälteanlagentechnikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2017
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
KälteanlagentechnikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 285 316 309 311 275 285 263 278 292 290
weiblich 4 1 3 2 5 8 10 12 9 7
gesamt 289 317 312 313 280 293 273 290 301 297
Frauenanteil 1,4% 0,3% 1,0% 0,6% 1,8% 2,7% 3,7% 4,1% 3,0% 2,4%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Folgende berufsbildende Schulen bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Ausbildungsschwerpunkte "Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung" oder "Maschinen- und Anlagentechnik"); Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik (Ausbildungsschwerpunkte "Energietechnik und Industrielle Elektronik", "Regelungstechnik").

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in allen Bundesländern zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen in den Bereichen Metallverarbeitung und Elektronik an (z.B. Schweißkurse, Fachkurse für CNC-Technik), die für eine erfolgreiche Berufsausübung von Bedeutung sind. Größere Betriebe veranstalten bei der Einführung neuer Kältetechniken und -anlagen Einschulungskurse, die zum Teil in den Erzeugerbetrieben stattfinden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs sind vor allem die Werkmeisterschule für Berufstätige mit den Fachrichtungen "Sanitär- und Heizungstechnik", "Elektrotechnik", "Elektrotechnik und Maschinenbau", "Industrielle Elektronik" oder "Mechatronik" (2 Jahre, Abendunterricht) und die folgenden zur Reife- und Diplomprüfung führenden Schulen: Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (3 Jahre); Aufbaulehrgang für Elektrotechnik Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Maschinen- und Anlagentechnik", "Automatisierungstechnik" oder "Haustechnik" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkte "Betriebsinformatik", "Betriebsmanagement", "Qualitätsmanagement" und "Umweltökonomie" (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik (4 Jahre); Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik, Ausbildungsschwerpunkte "Energietechnik und Industrielle Elektronik", "Energietechnik und Leistungselektronik", "Erneuerbare Energie", "Informationstechnik", "Regelungstechnik" oder "Steuerungs- und Regelungstechnik" (4 Jahre).

In kleineren Betrieben können KälteanlagentechnikerInnen zu ObermonteurInnen aufsteigen. Größere Betriebe bieten zudem Aufstiegsmöglichkeiten zu MontageleiterInnen (Außendienst) sowie zu Werkstätten- und ServiceleiterInnen (Innendienst).

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für KälteanlagentechnikerInnen in den Handwerken "Kälte- und Klimatechnik", "Lüftungstechnik", "Mechatroniker für Elektromaschinenbau und Automatisierung", "Mechatroniker für Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik", "Mechatroniker für Maschinen- und Fertigungstechnik" oder "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau" (Voraussetzung: Meisterprüfung) sowie in den Gewerben "Elektrotechnik" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens zweijähriger fachlicher Tätigkeit) oder "Gas- und Sanitärtechnik" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens dreijähriger fachlicher Tätigkeit; die Befähigungsprüfung kann auch für die auf die Gasinstallation oder die Wasserleitungsinstallation eingeschränkte Form des Gewerbes abgelegt werden, wobei jeweils mit einer Ergänzungsprüfung der Befähigungsnachweis für die uneingeschränkte Form erbracht werden kann). Weiters können KälteanlagentechnikerInnen folgende Teilgewerbe (Voraussetzung: Lehrabschlussprüfung) ausüben: "Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen", "Einbau von Radios, Telefonen und Alarmanlagen in Kraftfahrzeuge", "Entkalken von Heißwasserbereitern", "Fahrradtechnik", "Nähmaschinentechnik", "Schleifen von Schneidwaren".

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Technik (Broschüre)
Reihe: Berufe ...
Elektronik, Elektrotechnik, Mechatronik (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Metalltechnik und Maschinenbau, Seite 106
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Maschinen, Werkstatt, Seite 96
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