ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation, IT / Maschinenbau, Kfz, Metall
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung (Lehrlingseinkommen)
Lehrzeit: 3 1/2 Jahre.Bei Absolvierung eines zusätzlichen Spezialmoduls oder Hauptmoduls: 4 Jahre. Einstiegsgehalt lt. KV: € 1.990,- bis € 2.490,- *
* Die Gehaltsangaben entsprechen den Bruttogehältern bzw Bruttolöhnen beim Berufseinstieg. Achtung: meist beziehen sich die Angaben jedoch auf ein Berufsbündel und nicht nur auf den einen gesuchten Beruf. Datengrundlage sind die entsprechenden Mindestgehälter in den Kollektivverträgen (Stand: Juli 2018). Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser Lehrberuf ersetzt die Vorläufer-Lehrberufe "AnlagenelektrikerIn", "ElektroanlagentechnikerIn", "ElektrobetriebstechnikerIn", "ElektroenergietechnikerIn", "ElektroinstallationstechnikerIn" und "ProzessleittechnikerIn". 

 

Der Lehrberuf "ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik“ gehört zum Modul-Lehrberuf "ElektrotechnikerIn", der insgesamt 4 Hauptmodule und 11 Spezialmodule hat.

 

Hautmodule:

  • Anlagen- und Betriebstechnik
  • Automatisierungs- und Prozessleittechnik
  • Elektro- und Gebäudetechnik
  • Energietechnik

Spezialmodule:

  • Gebäudeleittechnik
  • Gebäudetechnik-Service
  • Sicherheitsanlagentechnik
  • Erneuerbare Energien
  • Netzwerk- und Kommunikationstechnik
  • Eisenbahnelektrotechnik
  • Eisenbahnsicherungstechnik
  • Eisenbahnfahrzeugtechnik
  • Eisenbahntransporttechnik
  • Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik
  • Eisenbahnbetriebstechnik

Kombinationsmöglichkeiten:

  • Anlagen- und Betriebstechnik + Hauptmodul Automatisierungs- und Prozessleittechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Gebäudeleittechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Gebäudetechnik-Service
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Erneuerbare Energie
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Netzwerk- und Kommunikationstechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahnelektrotechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahnsicherungstechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahnfahrzeugtechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahntransporttechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik
  • Anlagen- und Betriebstechnik + Spezialmodul Eisenbahnbetriebstechnik

Tätigkeitsmerkmale

ElektrotechnikerInnen planen, montieren, installieren, prüfen und reparieren Maschinen, Anlagen oder Geräte, die durch elektrische Energie angetrieben werden. Dazu zählen beispielsweise Anlagen der Energieverteilung (z.B. Stromanlagen), Industriemaschinen (z.B. Förderbänder), Systeme der Gebäudetechnik (z.B. Alarmanlagen, Lifte), Haushaltsgeräte oder Steuerungs- und Regelungsanlagen (z.B. Schalt- und Verteilerkästen). Zudem befassen sich ElektrotechnikerInnen mit Gebäudeinstallationen, verlegen Stromleitungen und Kabel, montieren Schalt- und Verteilerschränke und führen Elektroinstallationen in Verbindung mit Licht- und Beleuchtungstechnik durch.

Weiters führen ElektrotechnikerInnen manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren an Werkstoffen durch, wie z.B. Sägen, Bohren, Schleifen, Drehen und Fräsen. Sie stellen Verbindungen zwischen Bauteilen mittels unterschiedlicher Schweißverfahren her, bearbeiten Schweißnähte und montieren Maschinenelemente, wie z.B. Lager, Kupplungen, Stifte, Schrauben oder Dichtungen. Zudem verwenden sie technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen und fertigen selbst Skizzen und einfache Zeichnungen an, z.B. Schaltpläne. Bei ihrer Arbeit müssen sie stets die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen.

Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik"

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ befassen sich mit der Planung, Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von elektrischen Maschinen und Geräten sowie betriebsspezifischen Anlagen und Systemen. Sie verwenden technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen bei ihrer Arbeit, z.B. wenn sie Änderungen und Erweiterungen an automatisierten Anlagen vornehmen. Zudem fertigen sie auch selbst technische Zeichnungen mit computergestützten Systemen, wie z.B. CAD (Computer Aided Design), an.

Zu den Aufgaben von ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ zählen zudem das Planen, Dimensionieren, Zusammenbauen und Verdrahten von elektrotechnischen Bauteilen zu Baugruppen. Sie montieren, installieren, programmieren und prüfen messtechnische Einrichtungen, Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik (z.B. speicherprogrammierbare Steuerungen), elektrische Maschinen und Geräte sowie Bauteile der Pneumatik und Hydraulik.

Im Bereich der Wartung und Reparatur suchen ElektrotechnikerInnen für Anlagen- und Betriebstechnik systematisch nach Fehlern und Störungen und führen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an messtechnischen Einrichtungen sowie an elektrischen Anlagen, Maschinen und Geräten (z.B. Anlagen zur Energieverteilung) durch. Dazu verwenden sie verschiedene Messverfahren und -geräte sowie Test- und Diagnosesoftware und beurteilen und dokumentieren die Messergebnisse.

Bei ihrer Arbeit wenden ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" verschiedene Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln zur Verhütung von Personen- und Sachschäden an, überprüfen und dokumentieren elektrische Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit und berücksichtigen verschiedene elektrotechnische Normen, Bau- und Sicherheitsvorschriften.

Berufsprofil für das Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten und Inbetriebnehmen von elektrischen Maschinen und Geräten und betriebsspezifischen Anlagen
  • Instandhalten und Warten von elektrischen Maschinen und Geräten, betriebsspezifischen Anlagen sowie von Systemen der Gebäudetechnik
  • Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an elektrischen Maschinen und Geräten, betriebsspezifischen Anlagen sowie an Systemen der Gebäudetechnik
  • Installieren, Inbetriebnehmen, Prüfen, Instandhalten und Warten von Systemen der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an diesen Systemen
  • Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards

Berufsprofil für das Spezialmodul "Gebäudeleittechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten, Programmieren, Parametrieren, Inbetriebnehmen und Prüfen von Gebäudeleitsystemen
  • Instandhalten und Warten von Gebäudeleitsystemen
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Gebäudeleitsystemen
  • Beraten von Kunden in Fragen der Gebäudeleittechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Gebäudetechnik-Service" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Bedienen von Gebäudeleitsystemen
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen unter Anwendung von Gebäudeleitsystemen
  • Einfaches Instandhalten und Warten von Geräten und Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beheben von Fehlern, Mängeln und Störungen an Geräten und Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik
  • Beraten von Kunden in Fragen der Gebäudetechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Erneuerbare Energien" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Planen und Dimensionieren von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Errichten, Inbetriebnehmen und Prüfen von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Instandhalten und Warten von Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Anlagen mit erneuerbaren Energien
  • Beraten von Kunden in Fragen der erneuerbaren Energien

Berufsprofil für das Spezialmodul "Netzwerk- und Kommunikationstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Errichten, Inbetriebnehmen und Prüfen von Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Instandhalten und Warten von Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Beraten von Kunden in Fragen der Netzwerk- und Kommunikationstechnik

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnelektrotechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Durchführen der wiederkehrenden Prüfungen an eisenbahnelektrotechnischen Anlagen (Energietechnik und Traktionsstrom)
  • Erstellen von Fehlerdiagnosen an eisenbahnelektrotechnischen Anlagen
  • Entgegennehmen von Störungsmeldungen sowie Ergreifen von Sofortmaßnahmen
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren des Eisenbahnbetriebes

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnsicherungstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Durchführen der wiederkehrenden Prüfungen an Sicherungsanlagen (z.B. Signale, Weichen, Stellwerke)
  • Instandhalten und Warten von Sicherungsanlagen
  • Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an Sicherungsanlagen
  • Entgegennehmen von Störungsmeldungen sowie Ergreifen von Sofortmaßnahmen
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren des Eisenbahnbetriebes

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnfahrzeugtechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Durchführen von Prüf-, Ausbau- und Montagearbeiten an Güterwagen oder Reisezugwagen
  • Instandhalten und Warten von Güterwagen oder Reisezugwagen
  • Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an Güterwagen oder Reisezugwagen
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren im Umgang mit Güterwagen oder Reisezugwagen

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahntransporttechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Bedienen von Triebfahrzeugen (Elektro- oder Dieseltriebfahrzeuge) im Bahnbetrieb bei eingeschränktem Ortsbetrieb
  • Anwenden und Umsetzen der betriebsspezifischen und technischen Normenbestimmungen
  • kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren im Umgang mit Eisenbahnfahrzeugen

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Durchführen von Prüf-, Ausbau- und Montagearbeiten an Eisenbahnfahrzeugen
  • Instandhalten und Warten von Eisenbahnfahrzeugen
  • Suchen und Beheben von Fehlern und Störungen an Eisenbahnfahrzeugen
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren im Umgang mit Eisenbahnfahrzeugen

Berufsprofil für das Spezialmodul "Eisenbahnbetriebstechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

  • Handlungssicheres Bedienen von mechanischen, elektrischen und elektronischen Stellwerksanlagen, betrieblichen Kommunikationseinrichtungen, von Bahnstromanlagen und von betrieblichen Sicherheitssystemen im Anlassfall
  • Anwenden und Umsetzen der betriebsspezifischen Normenbestimmungen zum Erreichen höchster Handlungssicherheit
  • Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation
  • Arbeiten unter Beachtung der besonderen Gefahren des Eisenbahnbetriebes

ElektrotechnikerInnen planen, montieren, installieren, prüfen und reparieren Maschinen, Anlagen oder Geräte, die durch elektrische Energie angetrieben werden. Dazu zählen beispielsweise Anlagen der Energieverteilung (z.B. Stromanlagen), Industriemaschinen (z.B. Förderbänder), Systeme der Gebäudetechnik (z.B. Alarmanlagen, Lifte), Haushaltsgeräte oder Steuerungs- und Regelungsanlagen (z.B. Schalt- und Verteilerkästen). Zudem befassen sich ElektrotechnikerInnen mit Gebäudeinstallationen, verlegen Stromleitungen und Kabel, montieren Schalt- und Verteilerschränke und führen Elektroinstallationen in Verbindung mit Licht- und Beleuchtungstechnik durch.

Weiters führen ElektrotechnikerInnen manuelle und maschinelle Fertigungsverfahren an Werkstoffen durch, wie z.B. Sägen, Bohren, Schleifen, Drehen und Fräsen. Sie stellen Verbindungen zwischen Bauteilen mittels unterschiedlicher Schweißverfahren her, bearbeiten Schweißnähte und montieren Maschinenelemente, wie z.B. Lager, Kupplungen, Stifte, Schrauben oder Dichtungen. Zudem verwenden sie technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen und fertigen selbst Skizzen und einfache Zeichnungen an, z.B. Schaltpläne. Bei ihrer Arbeit müssen sie stets die vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen.

Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik"

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ befassen sich mit der Planung, Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von elektrischen Maschinen und Geräten sowie betriebsspezifischen Anlagen und Systemen. Sie verwenden technische Zeichnungen und Bedienungsanleitungen bei ihrer Arbeit, z.B. wenn sie Änderungen und Erweiterungen an automatisierten Anlagen vornehmen. Zudem fertigen sie auch selbst technische Zeichnungen mit computergestützten Systemen, wie z.B. CAD (Computer Aided Design), an.

Zu den Aufgaben von ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ zählen zudem das Planen, Di…

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Metallindustrie: Metalltechnische Industrie (Maschinen- und Metallwarenindustrie, Gießerei-Industrie), Fahrzeugindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Stahlindustrie und Bergbau, Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (Arbeiter)
gültig ab 01.11.2020
01.11.2020
Elektro- und Elektronikindustrie (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.05.2021
01.05.2021
Elektrizitätsversorgungsunternehmungen (Elektrizitätswerke) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.02.2021
01.02.2021
Eisenbahnunternehmen: ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), Länderbahnen, öffentliche Privatbahnen (bei wöchentlicher Arbeitszeit von 38,5 Stunden) (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Eisenbahnunternehmen: ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), Länderbahnen, öffentliche Privatbahnen (bei wöchentlicher Arbeitszeit von 40 Stunden) (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Holding GRAZ - Kommunale Dienstleistungen GmbH - Sparte Mobilität und Freizeit (Graz Linien) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
INNSBRUCK: Innsbrucker Kommunalbetriebe Aktiengesellschaft (IKB-AG) (Angestellte+Arbeiter)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Gemeinde WIEN (gemäß Dienstvorschrift für Lehrlinge) (Gemeindebedienstete)
gültig ab 01.01.2021
01.01.2021
Flughafenbetriebsgesellschaften, z.B. Vienna International Airport (VIA) in Wien Schwechat (Arbeiter)
gültig ab 01.09.2019
01.09.2019
  • Auge-Hand-Koordination: Verdrahtungsarbeiten, Löten, Montieren elektrischer und elektronischer Kleinbauteile
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Teamarbeit bei Montage-/Wartungs-/Reparaturarbeiten (vor allem bei Großanlagen und -maschinen)
  • Fingerfertigkeit: Anschließen von Leitungen und Kabeln, Montieren elektrischer und elektronischer Kleinbauteile, Justieren von Messgeräten
  • Gleichgewichtsgefühl: Arbeiten auf Leitern und Gerüsten bei Wartungs-, Reparatur- und Montagearbeiten an Großanlagen, Maschinen und Kränen
  • Handgeschicklichkeit: Montieren von elektrischen Bauteilen und Leitungen, Bearbeiten von Metallteilen, Wartungs-, Reparatur- und Montagearbeiten an hydraulischen, pneumatischen und elektrischen Anlagenteilen, Löten, Schweißen
  • Logisch-analytisches Denken: Lesen von Schaltplänen, Erkennen von Störungsursachen bei Reparaturarbeiten, Errichten von betriebssicheren Stromkreissystemen
  • Mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Ermitteln physikalischer Größen anhand von Mess- und Prüfergebnissen.
  • Organisationstalent: Zeitplanung bei Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Vorbereitungsarbeiten
  • Physische Ausdauer: Montieren großer Anlagen, Arbeiten an schwer zugänglichen Maschinenteilen, Belastungen wie Verschmutzung, Maschinenlärm, auch Witterung bei Außenmontagen
  • Psychische Belastbarkeit: teilweise Schichtarbeit (auch Nachtschicht), Arbeiten in Gefahrensituationen
  • Räumliche Vorstellungsfähigkeit: Arbeiten nach Montage-, Stromlauf- und Schaltplänen, Anfertigen von Maschinen- und Anlagenteilen nach Werkstückzeichnungen, Festlegen der Leitungswege in Betriebsräumen, Anordnen elektrischer Bauelemente an Schaltkästen
  • Reaktionsfähigkeit: Arbeiten in Gefahrensituationen (z.B. Prüfarbeiten an stromführenden Teilen), rasches Eingreifen bei Maschinenstörungen, Vermeiden von Unfällen beim Arbeiten an Großanlagen und auf Leitern und Gerüsten
  • Sehvermögen: Verdrahtungsarbeiten, Mess- und Prüfarbeiten, Arbeiten mit Präzisionsmessgeräten (Schieblehre, Mikrometerschraube)
  • Selbstständigkeit: Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten, Durchführen von Sicherheitsüberprüfungen
  • Technisches Verständnis: Montieren, warten und reparieren von elektrischen Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen sowie von Steuerungs- und Regeleinrichtungen, Fehlersuche und -behebung, Lesen von Montageplänen
  • Unempfindlichkeit der Haut: Arbeiten mit Schmier-, Reinigungs-, Ätz- und Lösungsmitteln sowie Klebstoffen

Betriebe/Lehrbetriebe:

ElektrotechnikerInnen arbeiten vor allem in der Elektroindustrie, in Gewerbebetrieben der Elektrobranche, in Elektrizitätsversorgungsunternehmen (z.B. Bau und Instandhaltung von Kraftwerken) und in Verkehrsbetrieben (Österreichische Bundesbahnen, Verkehrsbetriebe der Großstädte).

ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ sind zudem in industriellen Groß- und Mittelbetrieben der verschiedensten Branchen (z.B. Maschinen- und Anlagenbau), in Wartungs- und Serviceunternehmen sowie im öffentlichen Dienst (Betreuung der elektrischen Anlagen in Großgebäuden und Betrieben) tätig. Die Beschäftigungsbetriebe konzentrieren sich vor allem auf städtische Gebiete und industrielle Ballungszentren. Die Durchführung von Montagearbeiten erfordert mitunter auch längere Aufenthalte in verschiedenen Bundesländern oder im Ausland.

Lehrstellensituation:

Von den 4 Hauptmodulen des Lehrberufs "Elektrotechnik" wird das Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" mit rund 3.250 Lehrlingen am zweithäufigsten (nach dem Hauptmodul "Elektro- und Gebäudetechnik" mit rund 5.750 Lehrlingen) erlernt. Die jährliche Gesamtzahl der Lehrlinge liegt seit vielen Jahren konstant bei rund 3.000 Personen. Aufgrund der bisherigen Entwicklung ist zu erwarten, dass auch künftig Lehrstellen in dieser Größenordnung im Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" verfügbar sein werden. Das Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" wird häufig gemeinsam mit dem Hauptmodul "Automatisierungs- und Prozessleittechnik" oder in Doppellehre mit dem Lehrberuf "MetalltechnikerIn - Hauptmodul Maschinenbautechnik" erlernt.

Unterschiede nach Geschlecht:

Wie viele technische Lehrberufe wird auch der Lehrberuf "Elektrotechnik" mit dem Hauptmodul „Anlagen- und Betriebstechnik“ vorwiegend von Männern erlernt. Der Anteil der weiblichen Lehrlinge ist im Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" in den letzten Jahren gestiegen und liegt mit zuletzt knapp 10 Prozent etwas über dem Durchschnitt.

Berufsaussichten:

Die Anwendung neuer Technologien in verschiedenen Branchen und Sparten wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche Situation von Betrieben der Elektroinstallation und Betriebselektrik aus. So wird z.B. vermehrt auf Gebäudeautomation, Smart Building sowie auf intelligente Infrastruktursysteme im privaten und industriellen Bereich gesetzt, die auf eine effiziente Energienutzung abzielen. Zudem steigt die Nachfrage nach Wartungs- und Nachrüstungsarbeiten sowie der Einführung von Energie- und Umweltmanagementsystemen.

Beschäftigungsaussichten:

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wartungsarbeiten an elektrischen und elektrotechnischen Maschinen und Anlagen sind die Beschäftigungsaussichten für ElektrotechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Anlagen- und Betriebstechnik" gut. Neben fundiertem Fachwissen im Bereich industrielle Elektronik und Elektrotechnik können zusätzliche Kenntnisse in den Bereichen Gebäude- und Energietechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Informationstechnologie vorteilhaft sein.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "ElektrotechnikerIn für Anlagen- und Betriebstechnik", dem der Beruf "ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
männlich 2.053 1.531 2.840 2.990 2.838 2.809 2.757 2.854 2.968 2.936
weiblich 133 102 175 221 215 211 221 224 265 316
gesamt 2.186 1.633 3.015 3.211 3.053 3.020 2.978 3.078 3.233 3.252
Frauenanteil 6,1% 6,2% 5,8% 6,9% 7,0% 7,0% 7,4% 7,3% 8,2% 9,7%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
ElektrotechnikerIn - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
ElektronikerIn - Hauptmodul Angewandte Elektronik nein
ElektronikerIn - Hauptmodul Informations- und Telekommunikationstechnik nein
ElektronikerIn - Hauptmodul Kommunikationselektronik nein
ElektronikerIn - Hauptmodul Mikrotechnik nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Elektroinstallationstechnik nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Maschinenbautechnik nein
KonstrukteurIn - Schwerpunkt Metallbautechnik nein
KälteanlagentechnikerIn nein
LuftfahrzeugtechnikerIn nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Alternative Antriebstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Automatisierungstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Elektromaschinentechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Fertigungstechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik nein
MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Fahrzeugbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Maschinenbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Metallbau- und Blechtechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Schmiedetechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Schweißtechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Stahlbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Werkzeugbautechnik nein
MetalltechnikerIn - Hauptmodul Zerspanungstechnik nein
ProzesstechnikerIn nein
SeilbahntechnikerIn nein
SonnenschutztechnikerIn nein
VeranstaltungstechnikerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

  • Fachschule für Elektrotechnik mit Betriebspraxis
  • Fachschule für Maschinen- und Anlagentechnik
  • Fachschule für Maschinenbau mit Betriebspraxis - Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik
  • Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik
  • Höhere Lehranstalt für Maschinenbau - Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Weiterbildungskurse für ElektrotechnikerInnen werden vom Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und vom Berufsförderungsinstitut (BFI) angeboten. Wichtige Weiterbildungsbereiche für ElektrotechnikerInnen sind vor allem Steuerungstechniken (z.B. mikroelektronische Regelungs- und Steuersysteme) sowie Fachenglisch (technische Fachausdrücke), aber auch Leistungselektronik, Hydraulik, Pneumatik und Metallbearbeitung.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs:

  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Elektrotechnik
  • Werkmeisterschule für Berufstätige für Maschinenbau - Betriebstechnik
  • Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik - verschiedene Ausbildungsschwerpunkte
  • Höhere Lehranstalt (einschließlich Kolleg) für Berufstätige für Maschinenbau
  • Kolleg für Berufstätige für Elektrotechnik - verschiedene Ausbildungsschwerpunkte
  • Kolleg für Berufstätige für Maschinenbau - Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Aufstiegspositionen für ElektrotechnikerInnen sind z.B. VorarbeiterIn (ObermonteurIn), ArbeitsvorbereiterIn, MontageleiterIn, ServicetechnikerIn, ServiceleiterIn, Werkstätten- oder AbteilungsleiterIn oder WerkmeisterIn. Diese Positionen gibt es allerdings größtenteils nur in Industriebetrieben. Die Aufstiegschancen hängen vor allem von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen ab. Mit der Größe des Betriebs erhöhen sich auch die Aufstiegsmöglichkeiten aufgrund der größeren Zahl an Führungspositionen.

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für ElektrotechnikerInnen im Rahmen des Rechtskraftgewerbes "Elektrotechnik" sowie der reglementierten Gewerbe "MechatronikerIn für Maschinen- und Fertigungstechnik; MechatronikerIn für Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik; MechatronikerIn für Elektromaschinenbau und Automatisierung; MechatronikerIn für Medizingerätetechnik (verbundenes Handwerk)", "Kälte- und Klimatechnik (Handwerk)" und "Kommunikationselektronik".

Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Bei Rechtskraftgewerben benötigt man zusätzlich die Genehmigung durch die Gewerbebehörde, wie z.B. dem Magistrat oder der Bezirksverwaltungsbehörde.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich, sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMDW).

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