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MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik

Berufsbereiche: Elektrotechnik, Elektronik und Telekommunikation
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
Lehrzeit: 3 1/2 Jahre.Bei Absolvierung eines Spezialmoduls: 4 Jahre. ∅ Einstiegsgehalt: € 1.950,- bis € 2.160,- * Arbeitsmarkttrend: steigend
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Der Lehrberuf "MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik" gehört zum MODUL-Lehrberuf "Mechatronik", der insgesamt 6 Hauptmodule und 2 Spezialmodule hat:

Hauptmodule (HM):

 

Spezialmodule (SM):

  • Robotik
  • SPS-Technik

 

Kombinationsmöglichkeiten zwischen diesen Modulen (Lehrzeit: jeweils 4 Jahre):

  • Alternative Antriebstechnik + SPS-Technik
  • Automatisierungstechnik + Robotik ODER SPS-Technik
  • Büro- und EDV-Systemtechnik: KEINE!
  • Elektromaschinentechnik + Robotik ODER SPS-Technik
  • Fertigungstechnik + Robotik ODER SPS-Technik
  • Medizingerätetechnik + SPS-Technik

 

Das Hauptmodul Automatisierungstechnik kann auch mit folgenden Spezialmodulen des Lehrberufs ElektrotechnikerIn kombiniert werden (Lehrzeit: jeweils 4 Jahre):

  • Eisenbahnelektrotechnik
  • Eisenbahnsicherungstechnik
  • Eisenbahnfahrzeugtechnik
  • Eisenbahntransporttechnik
  • Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik
  • Eisenbahnbetriebstechnik

 


Tätigkeitsmerkmale

Der Begriff "Mechatronik" setzt sich aus den Begriffen "Mechanik" und "Elektronik" zusammen und bezeichnet alle technischen Systeme, die in Maschinen/Geräten eine Verbindung zwischen programmierbaren elektronischen Steuer- und Kontrollelementen und mechanischen Teilen herstellen. Mechatronische Systeme spielen im heutigen Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau eine grundlegende Rolle. MechatronikerInnen arbeiten in der Herstellung, Montage und Instandhaltung dieser Systeme. Sie stellen mechatronische Teile her, bearbeiten sie, bauen mechatronische Baugruppen zusammen und stimmen sie aufeinander ab. Sie beherrschen die mechanische Bearbeitung von Werkstücken aus Metall oder Kunststoff (Feilen, Bohren, Gewinde schneiden usw.), das Verbinden mechanischer Teile (Schrauben, Löten usw.), die Montage/Demontage der Maschinenelemente (Federn, Stifte, Lager, Kupplung, Schrauben, Dichtungen usw.) und die Einrichtung der hydraulischen und pneumatischen Steuerelemente (Kraftübertragung mittels Flüssigkeiten und Druckluft). Ebenso genaue Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen sie auch auf den Gebieten der Elektrotechnik, der Elektronik, der Analog- und Digitaltechnik, der Steuerungs- und Regelungstechnik, der Mess- und Sensortechnik sowie der Mikrocomputersysteme. Sie verlegen und montieren die erforderlichen elektrischen Leitungen und Kabel, bauen die mechatronischen Bauelemente ein (Zusammenbau, Verdrahtung, Einstellung und Prüfung) und sorgen für die Instandhaltung/Wartung/Reparatur der mechatronischen Bauteile und Baugruppen. Weitere wichtige Aufgaben im Rahmen dieser Tätigkeiten sind weiters das Lesen und Anfertigen von technischen Unterlagen (Skizzen, Zeichnungen, Schaltpläne, Bedienungsanleitungen), die Qualitätskontrolle und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln.

 

Hauptmodul "Medizingerätetechnik"

Im Gesundheitswesen werden heute viele unterschiedliche Geräte für Diagnose, Behandlung, Pflege und Rehabilitation sowie in den medizinischen Labors verwendet. Zur Medizintechnik gehören z.B. Ultraschall-, Magnetresonanz- und Computertomographie-Geräte, Röntgengeräte, Bestrahlungsgeräte, Dialysemaschinen (zur Blutreinigung), Herz-Lungen-Maschinen (zur Aufrechterhaltung von Blutkreislauf und Atmung), Infusionsmaschinen, Überwachungsgeräte für verschiedenste Körperfunktionen, elektronisch gesteuerte Rollstühle und vieles mehr. MechatronikerInnen in der Medizingerätetechnik sind für die Instandhaltung, Wartung und Reparatur dieser Geräte und Maschinen zuständig und können auch für deren Fertigung in den Medizintechnik-Unternehmen eingesetzt werden. Eine wichtige Aufgabe ist die Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen sicherheitstechnischen Prüfungen und messtechnischen Kontrollen der Geräte. Neben den üblichen Mechanik- und Elektronik-Kenntnissen und -Fertigkeiten benötigen die MechatronikerInnen in der Medizintechnik auch medizinische Grundkenntnisse (Körperbau, Funktion der Organe, Hygiene, Kreislauf- und Lungenfunktionsdiagnostik, Beatmungstechnik, Narkose usw.), chemische und physikalische Kenntnisse (Strahlung und Strahlenschutz, Ultraschall, Magnetresonanz, elektromagnetische Verträglichkeit usw.), elektromedizinische Kenntnisse (Messung elektrischer Körperströmen, Einsatz elektrischen Stroms für die Therapie, Einsatz des Defibrillators), Kenntnisse der Sterilisationsvorschriften und -maßnahmen, Kenntnisse der Schutzmaßnahmen hinsichtlich chemischer Substanzen, Kenntnisse in der Kommunikation mit ÄrztInnen und PatientInnen und im Lesen/Umsetzen ärztlicher Verordnungen usw. Ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt ist auch die Information, Beratung und Einschulung der KundInnen sowie die Reklamationsbearbeitung und Qualitätsssicherung.

 

Spezialmodul "SPS-Technik"

"SPS" ist die Abkürzung für "Speicherprogrammierbare Steuerung". Es handelt sich dabei um ein Gerät zur Steuerung/Regelung von Maschinen und Anlagen, das digital programmiert werden kann (in Programmiersprachen für Computer, z.B. C++). Das Spezialmodul "SPS-Technik" umfasst die Vermittlung folgender Kenntnissen: Programmiersprachen; Planung der Programmierung von speicherprogrammierbaren Steuerung; Programmieren; Optimierung und Änderung von SPS-Programmen, Anpassung der Programme an verschiedene Anforderungen; Errichten/Prüfen von SPS-Systemen; Suchen und Beheben von Fehlern/Mängeln/Störungen in SPS-Programmen; Erstellen von Konzepten und Programmen für die Mensch-Maschinen-Kommunikation.


 

Berufsprofil für Grundmodul "Mechatronik" + Hauptmodul "Medizingerätetechnik" gemäß Ausbildungsordnung:

Berufsprofil gemäß Ausbildungsordnung:

  1. Aufbauen, Inbetriebnehmen und Prüfen von Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik, insbesondere an elektronischen und elektromechanischen Medizingeräten für Labor- und Forschung, für Röntgen-, Nuklear- und Elektromedizin, für Rehabilitationstechnik, für OP- und Dentaltechnik,
  2. systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik,
  3. Instandhalten und Warten von Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik,
  4. Programmieren von Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik,
  5. Durchführen der wiederkehrenden sicherheitstechnischen Prüfung (STK) und messtechnischen Kontrollen (MTK) gemäß Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBV) und deren Dokumentation,
  6. Einweisen, Informieren und Beraten der Kunden und Kundinnen an Geräten und Systemen der Medizingerätetechnik (MedizinprodukteberaterIn),
  7. Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards.

Der Begriff "Mechatronik" setzt sich aus den Begriffen "Mechanik" und "Elektronik" zusammen und bezeichnet alle technischen Systeme, die in Maschinen/Geräten eine Verbindung zwischen programmierbaren elektronischen Steuer- und Kontrollelementen und mechanischen Teilen herstellen. Mechatronische Systeme spielen im heutigen Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau eine grundlegende Rolle. MechatronikerInnen arbeiten in der Herstellung, Montage und Instandhaltung dieser Systeme. Sie stellen mechatronische Teile her, bearbeiten sie, bauen mechatronische Baugruppen zusammen und stimmen sie aufeinander ab. Sie beherrschen die mechanische Bearbeitung von Werkstücken aus Metall oder Kunststoff (Feilen, Bohren, Gewinde schneiden usw.), das Verbinden mechanischer Teile (Schrauben, Löten usw.), die Montage/Demontage der Maschinenelemente (Federn, Stifte, Lager, Kupplung, Schrauben, Dichtungen usw.) und die Einrichtung der hydraulischen und pneumatischen Steuerelemente (Kraftübertragung mittels Flüssigkeiten und Druckluft). Ebenso genaue Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen sie auch auf den Gebieten der Elektrotechnik, der Elektronik, der Analog- und Digitaltechnik, der Steuerungs- und Regelungstechnik, der Mess- und Sensortechnik sowie der Mikrocomputersysteme. Sie verlegen und montieren die erforderlichen elektrischen Leitungen und Kabel, bauen die mechatronischen Bauelemente ein (Zusammenbau, Verdrahtung, Einstellung und Prüfung) und sorgen für die Instandhaltung/Wartung/Reparatur der mechatronischen Bauteile und Baugruppen. Weitere wichtige Aufgaben im Rahmen dieser Tätigkeiten sind weiters das Lesen und Anfertigen von technischen Unterlagen (Skizzen, Zeichnungen, Schaltpläne, Bedienungsanleitungen), die Qualitätskontrolle und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln.

 

Hauptmodul "Medizingerätetechnik"

Im Gesundheitswesen werden heute viele unterschiedliche Geräte für Diagnose, Behandlung, Pflege und Rehabilitation sowie in den medizinischen Labors verwendet. Zur ...

  • Körperliche Wendigkeit: Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an schwer zugänglichen Maschinen- und Anlagenteilen
  • Handgeschicklichkeit: Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten
  • Fingerfertigkeit: Installieren, Konfigurieren und Programmieren von Hard- und Software
  • Auge-Hand-Koordination: Metallbearbeitung; Montage- und Installationsarbeiten
  • Sehvermögen: genaues Unterscheiden elektrischer und elektronischer Bauteile
  • Unempfindlichkeit der Haut: Belastung durch Schmier- und Reinigungsmittel
  • technisches Verständnis: Montieren, Warten und Reparieren von Maschinen und Anlagen; Betreuen der elektrisch-elektronischen Steuerungsanlagen
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: Arbeiten im Team
  • logisch-analytisches Denken: Fehlersuche und Reparatur an mechatronischen Anlagen

MechatronikerInnen arbeiten hauptsächlich in der Herstellung und Montage mechatronischer Geräte, Maschinen und Anlagen (Gewerbe- und Industriebetriebe der Bereiche Maschinenbau und Elektro/Elektronik). Sie werden aber auch in Unternehmen beschäftigt, die solche Maschinen/Anlagen einsetzen, und sind hier vor allem für die laufende Umrüstung/Anpassung der Maschinen/Anlagen für neue Anwendungserfordernisse sowie für die Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig.

Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Lehrberuf sind gut, da die Bedeutung der Mechatronik ständig zunimmt. Zu bedenken ist allerdings eine gewisse Konkurrenz seitens der AbsolventInnen anderer Lehrberufe mit ähnlichen Ausbildungsinhalten (z.B. verwandte Lehrberufe), aber auch seitens der AbsolventInnen einschlägiger Fachrichtungen berufsbildender Schulen.

Der Lehrberuf wird derzeit noch vorwiegend von Männern erlernt und ausgeübt (wie bei vielen technischen Berufen des Metall- und Elektrobereichs), aber der Anteil der Frauen wächst stetig und beträgt bereits rund 5 bis 10 Prozent.

In größeren Betrieben können MechatronikerInnen zu VorarbeiterInnen, WerkmeisterInnen, WerkstättenmeisterInnen oder ProduktionsleiterInnen aufsteigen. In Großbetrieben sind die innerbetrieblichen Aufstiegschancen meist besser als in Kleinbetrieben.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "MedizintechnikerIn", dem der Beruf "MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Metall- und Elektrogewerbe (Arbeiter) 01.01.2018
Metallindustrie (Arbeiter) 01.11.2017
Elektro- und Elektronikindustrie (Angestellte+Arbeiter) 01.05.2017
MechatronikerIn - Hauptmodul Medizingerätetechnik (inkl. Doppellehren)
Da dieser Lehrberuf erst seit Juni 2015 besteht, können für die vorangehenden Jahre keine Lehrlingszahlen angezeigt werden! Die Lehrlingszahlen des Vorläuferlehrberufs "MechatronikerIn" können bei seinem unmittelbaren Nachfolgelehrberuf "MechatronikerIn - Hauptmodul Automatisierungstechnik" angesehen werden.
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 4 9
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 1 3
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 5 12
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 20,0% 25,0%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnologie (IT), Seite 63
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Maschinen, Werkstatt, Seite 96
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