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Betriebslogistikkaufmann/-frau

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Verkehr, Transport und Zustelldienste
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Ältere Berufsbezeichnung(en): LagerlogistikerIn

Tätigkeitsmerkmale

An die moderne Lagerhaltung werden große Anforderungen gestellt. In vielen Wirtschaftsbereichen dient ein Lager heute weniger zur Vorratshaltung, also zur Aufbewahrung von Rohstoffen und Produkten über einen längeren Zeitraum hin, sondern vielmehr als Drehscheibe zwischen Lieferanten und KundInnen. Die obersten Ziele dabei sind möglichst geringe Lagerzeiten und Lagerkosten für die einzelnen Produkte sowie möglichst geringe Lieferzeiten für die KundInnen. Ein häufiges Schlagwort ist "just-in-time" (=rechtzeitig), was bedeutet, dass die Güter und Waren dann zur Verfügung stehen müssen, wenn sie gebraucht werden; zwischen Bestellung und Lieferung darf nur eine minimale Zeitspanne liegen. Damit die Lagerhaltung alle gestellten Anforderungen erfüllen kann, sind ausgefeilte technische und organisatorische Maßnahmen erforderlich; eine wichtige Rolle spielen dabei die EDV und die elektronisch gestützten Informations- und Transportsysteme. Die Gesamtheit von Lagertechnik und Lagerorganisation heißt "Lagerlogistik". Der Ausdruck "Logistik" stammt vom französischen Wort "logis" (="Quartier") bzw. "logistique" (="Logistik") und wurde ursprünglich beim Militär zur Bezeichnung der Truppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte und Materialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" die Gesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Beschaffung, Lagerung und Transport von Materialien und Zwischenprodukten sowie zur Auslieferung von Fertigprodukten. Da die Lagerlogistik inzwischen einen hohen Stand erreicht hat und im modernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsende Bedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch immer besser ausgebildete Fachleute und Spezialisten benötigt.

Betriebslogistikkaufleute sind vor allem in großen Material- und Warenlagern von Industriebetrieben, Handelsbetrieben sowie Speditions- und Transportfirmen tätig. Zusätzliche Bedeutung erhält die Lagerwirtschaft durch die zunehmende Verbreitung des Handels über Internet ("E-business", "E-commerce"), der wieder neue Herausforderungen an die Logistik stellt. Die Hauptaufgaben der Betriebslogistikkaufleute liegen in der ständigen Kontrolle der Lagerbestände, im Transport bzw. in der Einlagerung und Ausgabe der Waren sowie in der genauen Aufzeichnung (bzw. elektronischen Erfassung) aller Lagerbewegungen.

Die Betriebslogistikkaufleute nehmen eingehende Güter entgegen und kontrollieren und lagern sie. Dabei verwenden sie die lagereigenen Anlagen und Maschinen zum Transport und zur Stapelung der Waren. Sie sind auch für die Wartung der technischen Einrichtungen zuständig. Die Betriebslogistikkaufleute ermitteln aus den Eigenschaften des Lagergutes die erforderlichen Lagerbedingungen und sorgen für deren Einhaltung. Sie führen und überwachen den Lagerbestand und leiten im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ein (z.B. Nachbestellung von Waren, wenn eine bestimmte Mindestmenge unterschritten wird); diese Aufgaben werden vorwiegend mittels EDV erledigt. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Bereitstellung und Versendung von Waren auf Grund direkter Kundenbestellungen oder gemäß überprüfter Auslagerungsdokumente. Sie richten die Waren zu versandgerechten Einheiten her, das heißt, sie verpacken die Waren zweckmäßig um sie danach zu verladen, bzw. zu versenden. Dafür verfügen sie über Kenntnisse der gebräuchlichen Transport- und Transporthilfsmittel. Schließlich kontrollieren sie den Warenausgang. Sie sichern die Waren, stellen die Versanddokumente aus und leiten sie weiter.

Dazu kommen Arbeiten im Rechnungswesen (Kostenrechnung, Kalkulation) und die Ausfertigung und Bearbeitung von Formularen, Vordrucken und Schriftstücken. Ein Teil der organisatorischen Arbeit der Betriebslogistikkaufleute ist das Zusammenstellen und Auswerten von Berichten sowie das Formulieren von Schriftstücken und Briefen. Außerdem führen und verwalten sie Karteien, Dateien und Statistiken und müssen den betriebsüblichen Umgang mit Reklamationen beherrschen.

Schließlich wirken Betriebslogistikkaufleute auch bei der Erstellung betrieblicher Lagerlogistikkonzepte mit und führen Dokumentationen und Statistiken über alle Vorgänge im Lager.

Betriebslogistikkaufleute arbeiten oft im Team. Sie verfügen über betriebswirtschaftliche Kenntnisse und wissen über den Warenfluss im Betrieb Bescheid.

An die moderne Lagerhaltung werden große Anforderungen gestellt. In vielen Wirtschaftsbereichen dient ein Lager heute weniger zur Vorratshaltung, also zur Aufbewahrung von Rohstoffen und Produkten über einen längeren Zeitraum hin, sondern vielmehr als Drehscheibe zwischen Lieferanten und KundInnen. Die obersten Ziele dabei sind möglichst geringe Lagerzeiten und Lagerkosten für die einzelnen Produkte sowie möglichst geringe Lieferzeiten für die KundInnen. Ein häufiges Schlagwort ist "just-in-time" (=rechtzeitig), was bedeutet, dass die Güter und Waren dann zur Verfügung stehen müssen, wenn sie gebraucht werden; zwischen Bestellung und Lieferung darf nur eine minimale Zeitspanne liegen. Damit die Lagerhaltung alle gestellten Anforderungen erfüllen kann, sind ausgefeilte technische und organisatorische Maßnahmen erforderlich; eine wichtige Rolle spielen dabei die EDV und die elektronisch gestützten Informations- und Transportsysteme. Die Gesamtheit von Lagertechnik und Lagerorganisation heißt "Lagerlogistik". Der Ausdruck "Logistik" stammt vom französischen Wort "logis" (="Quartier") bzw. "logistique" (="Logistik") und wurde ursprünglich beim Militär zur Bezeichnung der Truppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte und Materialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" die Gesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Beschaffung, Lagerung und Transport von Materialien und Zwischenprodukten sowie zur Auslieferung von Fertigprodukten. Da die Lagerlogistik inzwischen einen hohen Stand erreicht hat und im modernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsende Bedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch immer besser ausgebildete Fachleute und Spezialisten benötigt.

Betriebslogistikkaufleute sind vor allem in großen Material- und Warenlagern von Industriebetrieben, Handelsbetrieben sowie Speditions- und Transportfirmen tätig. Zusätzliche Bedeutung erhält die Lagerwirtschaft durch die zunehmende Verbreitung des Handels über ...

Als Ausbildungs- bzw. Lehrbetriebe für den Lehrberuf "Betriebslogistikkaufmann/-frau" kommen vor allem Handelsbetriebe und Industriebetriebe mit modernen Material- und Warenlagern sowie Speditions- und Transportfirmen in Frage.

Die Berufsaussichten der Betriebslogistikkaufleute sind gut, da das Berufsbild den modernen Anforderungen im Lagerwesen entspricht und außerdem dieser Bereich immer wichtiger wird. Voraussetzung ist natürlich - wie in den meisten anderen Bereichen auch - die Bereitschaft zu regelmäßiger Weiterbildung (neue lagerlogistische Systeme, EDV, Betriebswirtschaft, Kundenservice, Fremdsprachen usw.), vor allem auch deswegen, weil es für LehrabsolventInnen zunehmend schwieriger wird, sich gegen die Konkurrenz der AbsolventInnen mittlerer und höherer Schulen (Handelsschule, Handelsakademie) durchzusetzen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Betriebslogistikkaufmann/-frau", dem der Beruf "Betriebslogistikkaufmann/-frau" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Betriebslogistikkaufmann/-frau
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Speditionen (Angestellte) 01.04.2017
Gewerbe-Angestellte (Allgemeiner Kollektivertrag für die Angestellten im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting); die hier erfassten Gewerbe sowie die Gewerbe mit eigenen Regelungen sind beim Lehrberuf "Bürokaufmann/-frau" angeführt (Angestellte) 01.01.2017
Industrie-Angestellte (Allgemeiner Kollektivertrag für Angestellte der Industrie); die hier erfassten Industriezweige sowie die Industriezweige mit eigenen Regelungen sind beim Lehrberuf "Industriekaufmann/-frau" angeführt (Angestellte) 01.11.2016
Neben diesen allgemeinen Kollektivverträgen gibt es in zahlreichen Gewerbe- und Industriebereichen eigene Kollektivverträge mit abweichenden Regelungen! Die Werte für einzelne Gewerbe finden Sie beim Lehrberuf "Bürokaufmann/-frau", die Werte für einzelne Industriebranchen beim Lehrberuf "Industriekaufmann/-frau"! (Angestellte)
Betriebslogistikkaufmann/-frau (inkl. Doppellehren)
In den angeführten Werten sind auch die Lehrlingszahlen des Vorläufer-Lehrberufs "LagerlogistikerIn" enthalten!
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 386 475 561 615 653 738 768 770 830 837
weiblich 117 136 149 164 208 246 240 262 251 267
gesamt 503 611 710 779 861 984 1.008 1.032 1.081 1.104
Frauenanteil 23,3% 22,3% 21,0% 21,1% 24,2% 25,0% 23,8% 25,4% 23,2% 24,2%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Betriebslogistikkaufmann/-frau
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in nein
Bankkaufmann/-frau nein
Betriebsdienstleistungskaufmann/-frau nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Buch- und Pressegroßhandel nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Verlag nein
Bürokaufmann/-frau ja <
Drogist/in nein
Einkäufer/in ja >
Einzelhandelskaufmann/-frau - Allgemeiner Einzelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Baustoffhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Einrichtungsberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Eisen- und Hartwaren nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Elektro-Elektronikberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Feinkostfachverkauf nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Gartencenter nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Kraftfahrzeuge und Ersatzteile nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Lebensmittelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Parfümerie nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schuhe nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Sportartikel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Telekommunikation nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Textilhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Uhren- und Juwelenberatung nein
Finanz- und Rechnungswesenassistent/in nein
Finanzdienstleistungskaufmann/-frau nein
Großhandelskaufmann/-frau nein
Hotel- und Gastgewerbeassistent/in nein
Hotelkaufmann/-frau nein
Immobilienkaufmann/-frau nein
Industriekaufmann/-frau nein
Medizinproduktekaufmann/-frau nein
Mobilitätsservicekaufmann/-frau nein
Personaldienstleistungsassistent/in nein
Pharmazeutisch-kaufmännische/r Assistent/in nein
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Versicherungskaufmann/-frau nein
Verwaltungsassistent/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.
> Die LAP des verwandten Lehrberufs ersetzt die LAP im beschriebenen Lehrberuf

Der Beruf erfordert ständige Weiterbildung hinsichtlich neuer betriebs- und lagerlogistischer Techniken und Systeme und neuer EDV-Programme zur Lagerverwaltung sowie hinsichtlich kaufmännischer Belange. Möglichkeiten dazu bieten Weiterbildungskurse bei öffentlichen bzw. privaten Bildungsträgern, wie z.B. Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und Berufsförderungsinstitut (bfi).

Eine weiterführende Bildungsmöglichkeit zur Erreichung höherer Bildungsabschlüsse bzw. zur Höherqualifizierung für AbsolventInnen dieses Lehrberufs ist die zur Reife- und Diplomprüfung führende Handelsakademie für Berufstätige (Dauer: 4 Jahre; teilweise im Fernunterricht).

Betriebslogistikkaufleute können zu LagerleiterInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Betriebslogistikkaufleute im Handelsgewerbe; das Handelsgewerbe ist ein freies Gewerbe und erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Transport und Lager, Seite 152
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