Das Berufslexikon informiert über Aufgaben und Tätigkeiten in den Berufen, über Berufsanforderungen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Beschäftigungsmöglichkeiten, Berufsaussichten, Anfangseinkommen und vieles mehr.
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Dieser ab 1.9.2022 erlernbare Lehrberuf "MetalltechnikerIn - Hauptmodul Sicherheitstechnik" gehört zum MODUL-Lehrberuf "MetalltechnikerIn", der insgesamt 9 Hauptmodule und 4 Spezialmodule hat:
HAUPTMODULE:
SPEZIALMODULE:
Das Hauptmodul "Sicherheitstechnik" kann mit einem der folgenden Haupt- und Spezialmodule des MODUL-Lehrberufs "MetalltechnikerIn" kombiniert werden (Lehrzeitverlängerung auf 4 Jahre):
Metall (Eisen, Stahl, Aluminium, Kupfer usw.) gehört zu den wichtigsten Werkstoffen in den meisten Bereichen der Technik. Hauptanwendungsgebiete sind z.B. der Maschinen- und Anlagenbau, der Fahrzeugbau, der Schiffsbau, der Brückenbau und der Werkzeugbau. Metalle werden auf unterschiedlichste Weise bearbeitet und zu Werkstücken geformt. Die Bearbeitungstechniken werden eingeteilt in spanabhebende Verfahren wie Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen, Sägen, Gravieren und nicht spanabhebende Verfahren wie Schmieden, Biegen, Walzen, Ziehen, Prägen, Gießen sowie in verbindende Verfahren wie Schweißen, Löten, Kleben usw. Dementsprechend vielfältig sind auch die Berufsmöglichkeiten in der Metallbe- und -verarbeitung.
Hauptmodul "Sicherheitstechnik":
MetalltechnikerInnen für Sicherheitstechnik sind für alle technischen Vorrichtungen zuständig, die zur Sicherung von Türen, Fenstern und sonstigen Maueröffnungen sowie zur sicheren Aufbewahrung von Wertgegenständen dienen. Ihre Aufgaben umfassen die Montage und Reparatur von Zusatzschlössern, Balkenschlössern oder Fenstersicherungen sowie von Safes und Tresoren, die Herstellung und Montage von mechanischen und digitalen (elektronisch gesteuerten) Sicherungs- und Schließsystemen und die Montage von elektrischen Antriebs- und Steuerungssystemen (Tür-, Tor- und Fensterantriebe). Sie Programmieren die digitalen Sicherungs- und Schließsysteme und Kontrollieren alle Funktionen der Sicherungsanlagen. Im Störungsfall versuchen sie, die Fehler, Mängel und Störungen an den mechanischen/digitalen Sicherungs- und Schließsystemen zu finden und zu beseitigen. Immer wieder kommt es auch vor, dass sich Wertsicherungssysteme und -einrichtungen (Safes, Tresore), Schlösser und einbruchhemmende Türen nicht mehr öffnen lassen, weil sie defekt sind oder Schlüssel bzw. Öffungscodes verloren wurden; auch in diesem Fall sind Fachleute für das möglichst schonende Öffnen und das anschließende Reparieren erforderlich. MetalltechnikerInnen für Sicherheitstechnik wirken auch bei der Planung und Kalkulation von Sicherungssystemen mit, wobei sie besonderes Augenmerk auf die Einrichtung von Flucht- und Rettungswegesystemen sowie von Rauch- und Wärmeabzugssystemen legen müssen; bei digitalen Anlagen ist vor allem auch die Einrichtung von Schnittstellen zur Datenübertragung zu planen (z.B. Alarmsysteme mit Schnittstellen zur Polizei). Diese Planungs- und Kalkulationsarbeiten sind die Grundlage für die Erstellung des Angebotes an die KundInnen. Im Bereich der Sicherheitstechnik ist es bei allen Arbeiten besonders wichtig, die einschlägigen Vorschriften und gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen.
Kombinierbare SPEZIALMODULE (Lehrzeitverlängerung auf 4 Jahre):
Spezialmodul "Automatisierungstechnik":
Zur Automatisierungstechnik zählen messtechnische Einrichtungen, Bauteile und Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Bauteile und Baugruppen der Pneumatik und Hydraulik für Maschinen und Anlagen. MetalltechnikerInnen mit dieser Zusatzausbildung sind für die Errichtung, Inbetriebnahme und Prüfung sowie für die Instandhaltung, Wartung und Reparatur automatisierungstechnischer Vorrichtungen zuständig, ebenso für die Programmierung und Parametrierung von speicherprogrammierbaren Steuerungen an Maschinen und Anlagen. Es sind automatisierte Systeme zu errichten, zu konfigurieren, in Betrieb zu nehmen, zu prüfen und in Stand zu halten (Wartung, Reparatur, Verbesserung). Wichtige Ausbildungsinhalte sind weiters das Laden und Speichern von Programmen zur Steuerung von Robotern oder Cobots (Abkürzung von "kollaborativer Roboter", das ist ein Industrieroboter, der mit den Fachkräften gemeinsam arbeitet) und die Erstellung einfacher Programme. Die Arbeit mit den Robotern oder Cobots wird durch einfache Positionier-, Hebe- oder Greifarbeiten erlernt und geübt.
Berufsprofil für Grundmodul "Metalltechnik" + Hauptmodul "Sicherheitstechnik" gemäß Ausbildungsordnung 2022:
Die Fachkraft kann ...
Berufsprofil für das Spezialmodul "Automatisierungstechnik" gemäß Ausbildungsordnung 2022:
Die Fachkraft kann ...
Auf dem Bild sind Metalltechniker zu sehen, die an Drehmaschinen arbeiten.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioEin Metalltechniker arbeitet an einer Drehmaschine.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Metalltechniker zu sehen, der an einer Metallsäge arbeitet.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioDas Bild zeigt zwei Schlosser im Metallbereich, die in einer Werkstatt an Zahnrädern arbeiten und dabei präzise Messwerkzeuge verwenden.
© AMS / DoRo FilmproduktionAuf dem Bild ist ein Schlosser im Metallbereich in Arbeitskleidung zu sehen, der in einer Werkstatt an Metallstangen arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionDas Bild zeigt einen Schlosser in Arbeitskleidung, der an einer Metallbearbeitungsmaschine arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionAuf dem Bild ist ein Metalltechniker zu sehen, der an einer CNC-Fräsmaschine arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.
Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)
| MetalltechnikerIn - Hauptmodul Sicherheitstechnik | |||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) | 1. Lj | 2. Lj | 3. Lj | 4. Lj | gültig ab | ||||||||||||||||||
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Metallgewerbe und Elektrogewerbe (Arbeiter)
gültig ab 01.01.2026
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1.000 | 1.149 | 1.493 | 2.000 | 01.01.2026 | ||||||||||||||||||
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Metallindustrie: Metalltechnische Industrie (Maschinen- und Metallwarenindustrie, Gießerei-Industrie), Fahrzeugindustrie, Nichteisen-Metallindustrie, Stahlindustrie und Bergbau, Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (Arbeiter)
gültig ab 01.11.2025
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1.071 | 1.295 | 1.658 | 2.152 | 01.11.2025 | ||||||||||||||||||
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Baugewerbe und Bauindustrie (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) (Arbeiter)
gültig ab 01.05.2026
Sonderregelung für Lehrlinge, die nach Vollendung des 18. Lebensjahres in die Lehre eintreten (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags)
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1.356 | 2.032 | 2.710 | 3.049 | 01.05.2026 | ||||||||||||||||||
| Sonderregelung für Lehrlinge, die nach Vollendung des 18. Lebensjahres in die Lehre eintreten (berechnete Monats-Richtwerte nach den Stundensätzen des Kollektivvertrags) | 2.710 | 2.710 | 2.710 | 3.049 | 01.05.2026 | ||||||||||||||||||
Betriebe/Lehrbetriebe:
MetalltechnikerInnen haben sehr vielfältige Arbeitsmöglichkeiten, da sie einerseits in allen Gewerbe- und Industrieunternehmen zu finden sind, die mit der Be- und Verarbeitung von Metall zu tun haben (Metallwarenindustrie, Metall- und Stahlbau, Werkzeugbau, spezialisierte Schweißunternehmen usw.). Andererseits werden sie auch in sämtlichen Unternehmen gebraucht, die Produktionsmaschinen und Produktionsanlagen einsetzen und einen laufenden Instandhaltungs-, Wartungs- und Reparaturbedarf haben.
MetalltechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Sicherheitstechnik" arbeiten hauptsächlich in Gewerbe- und Handelsunternehmen, die Sicherheitstechnik anbieten, also z.B. in Handwerksbetrieben, die Sicherheitstüren und -fenster sowie Sicherheits- und Sperrvorrichtungen herstellen/montieren (z.B. Bauschlossereien) oder bei Tresoranbietern.
Lehrstellensituation:
Der Modul-Lehrberuf "MetalltechnikerIn" mit seinen 9 Hauptmodulen gehört zu den am häufigsten erlernten Lehrberufen; bei den Burschen liegt er an zweiter Stelle (nach Elektrotechnik), bei den Mädchen an sechster Stelle. Allerdings war in den letzten 10 Jahren ein erheblicher Rückgang der Lehrlingszahlen in diesem Lehrberuf festzustellen: Die jährliche Gesamtzahl der MetalltechnikerIn-Lehrlinge ist in diesem Zeitraum von fast 11.500 Personen auf derzeit rund 10.100 Personen gesunken. Das am häufigsten erlernte Hauptmodul ist "Maschinenbautechnik" (fast 4.800 Lehrlinge), dann folgen "Zerspanungstechnik" (rund 1.800 Lehrlinge), "Metallbau- und Blechtechnik" (rund 1.480 Lehrlinge), "Stahlbautechnik" (rund 800 Lehrlinge), "Werkzeugbautechnik" (rund 760 Lehrlinge), "Schweißtechnik" (rund 490 Lehrlinge), "Fahrzeugbautechnik" (rund 360 Lehrlinge) und schließlich "Schmiedetechnik" (rund 70 Lehrlinge); im neuen Hauptmodul "Sicherheitstechnik" (seit 2022) sind es bis jetzt nur einige wenige Lehrlinge (8 Lehrlinge im Jahr 2023; 4 Lehrlinge im Jahr 2024, 11 Lehrlinge im Jahr 2025). Eine eindeutig steigende Tendenz zeigt sich nur in den Schwerpunkten "Fahrzeugbautechnik" und "Sicherheitstechnik", während bei allen anderen Hauptmodulen die Lehrlingszahlen eher gleichbleibend bis leicht sinkend sind. Die häufigste Kombination zweier Hauptmodule ist derzeit "Schweißtechnik + Stahlbautechnik" (232 Lehrlinge) sowie "Schweißtechnik + Metallbau- und Blechtechnik" (34 Lehrlinge); weitere Kombinationen sind aktuell "Zerspanungstechnik + Maschinenbautechnik" (27 Lehrlinge), "Zerspanungstechnik + Werkzeugbautechnik" (19 Lehrlinge) und "Metallbau- und Blechtechnik + Sicherheitstechnik" (3 Lehrlinge). Relativ häufig sind auch Doppellehren zwischen Metalltechnik und anderen Lehrberufen, z.B. "MetalltechnikerIn + ElektrotechnikerIn" (vor allem Anlagen- und Betriebstechnik) (387 Lehrlinge), "MetalltechnikerIn + KunststoffverfahrenstechnikerIn" (102 Lehrlinge) oder "MetalltechnikerIn + TechnischeR ZeichnerIn" (87 Lehrlinge). Die große Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten zeigt sich weiters auch in den eher seltenen Kombinationen mit folgenden Lehrberufen: "FertigungsmesstechnikerIn", "GlasbautechnikerIn" (Glaskonstruktionen), "GießereitechnikerIn", "KälteanlagentechnikerIn", "KonstrukteurIn" (Stahlbau, Metallbau), "Kunststofftechnologe/-technologin", "Land- und BaumaschinentechnikerIn", "OberflächentechnikerIn", "SpenglerIn", "Waffenmechaniker" oder "WerkstofftechnikerIn".
Unterschiede nach Geschlecht:
Der Lehrberuf "MetalltechnikerIn" wird großteils von Männern erlernt. Wie in vielen technischen Berufen ist auch hier der Anteil der weiblichen Lehrlinge mit rund 12 Prozent noch immer recht gering, zeigt aber seit einigen Jahren eine leichte Zunahme. Der Anteil weiblicher Lehrlinge ist auch nicht in allen Hauptmodulen gleich; über dem Durchschnitt liegt er vor allem bei den Hauptmodulen "Werkzeugbautechnik" (rund 15 Prozent) und "Zerspanungstechnik" (rund 16 Prozent); besonders niedrig ist der Anteil weiblicher Lehrlinge dagegen bei den Hauptmodulen "Fahrzeugbautechnik" (3 Prozent), "Schmiedetechnik" (7 Prozent), "Metallbau- und Blechtechnik" (8 Prozent) und "Stahlbautechnik" (8 Prozent). Gar keine Frauen gibt es bisher in der neuen Richtung "Sicherheitstechnik".
Berufsaussichten:
Die metallverarbeitende Industrie zählt zu den wichtigsten Lieferanten für den Maschinenbau, die Fahrzeugindustrie und die Bauwirtschaft, da sie Bauteile und bereits vorverarbeitete Werkstoffe liefert. Viele Unternehmen haben sich auf Nischenbereiche und die Herstellung von Einzelstücken spezialisiert, sodass sie auch auf dem globalen Markt konkurrenzfähig sind. Durch die vielen verschiedenen Abnehmer sind Betriebe der Metallindustrie sehr wettbewerbsfähig, können also damit rechnen, dass sie ihre Erzeugnisse verkaufen.
Die Metallbranche ist sowohl vom Import und Export von Rohstoffen und fertigen Produkten als auch von der aktuellen Wirtschaftslage abhängig.
Beschäftigungsaussichten:
Die Beschäftigungsaussichten für MetalltechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Sicherheitstechnik" sind gut, da es eine anhaltende bis steigende Nachfrage nach allen Arten von Sicherungseinrichtungen und Wertsicherungsanlagen sowohl im Firmenbereich (Handelsbetriebe, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, Bürogebäude, öffentliche Gebäude usw.) als auch im privaten Bereich (Einfamilienhäuser, Miet- und Eigentumswohnungen) gibt.
Stellenangebote in "alle jobs" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):
Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular in "alle jobs". Im Formular können Sie dann noch weitere Filter setzen.
| Lehre Metalltechnik - Hauptmodul Sicherheitstechnik (öffnen) Lehre |
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|---|---|
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Tiroler Fachberufsschule Lienz (öffnen) 9900 Lienz, Linker Iselweg 20 Tel.: +43 (0)4852 627 26, https://tfbs-lienz.tsn.at/ |
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Tiroler Fachberufsschule für Metalltechnik (öffnen) 6020 Innsbruck, Mandelsbergerstraße 12 Tel.: +43 (0)512 587 180, http://www.tfbs-metall.at/ |
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| Lehre Metalltechnik - Hauptmodul Sicherheitstechnik (öffnen) Lehre |
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|---|---|
|
Berufsschule für Metalltechnik, Glasbautechnik und Technisches Zeichnen (öffnen) 1060 Wien, Mollardgasse 87 Tel.: +43 (0)1 4000 95620, https://www.bsmgt.at/ |
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| MetalltechnikerIn - Hauptmodul Sicherheitstechnik (inkl. Doppellehren) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Dieser Lehrberuf kann seit 1.8.2022 erlernt werden! |
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| Anz./Jahr | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
| männlich | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 1 | 7 | 4 | 11 |
| weiblich | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 0 | 1 | 0 | 0 |
| gesamt | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 1 | 8 | 4 | 11 |
| Frauenanteil | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 0,0% | 12,5% | 0,0% | 0,0% |
| Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich | ||||||||||
Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:
Betriebe/Lehrbetriebe:
MetalltechnikerInnen haben sehr vielfältige Arbeitsmöglichkeiten, da sie einerseits in allen Gewerbe- und Industrieunternehmen zu finden sind, die mit der Be- und Verarbeitung von Metall zu tun haben (Metallwarenindustrie, Metall- und Stahlbau, Werkzeugbau, spezialisierte Schweißunternehmen usw.). Andererseits werden sie auch in sämtlichen Unternehmen gebraucht, die Produktionsmaschinen und Produktionsanlagen einsetzen und einen laufenden Instandhaltungs-, Wartungs- und Reparaturbedarf haben.
MetalltechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Sicherheitstechnik" arbeiten hauptsächlich in Gewerbe- und Handelsunternehmen, die Sicherheitstechnik anbieten, also z.B. in Handwerksbetrieben, die Sicherheitstüren und -fenster sowie Sicherheits- und Sperrvorrichtungen herstellen/montieren (z.B. Bauschlossereien) oder bei Tresoranbietern.
Lehrstellensituation:
Der Modul-Lehrberuf "MetalltechnikerIn" mit seinen 9 Hauptmodulen gehört zu den am häufigsten erlernten Lehrberufen und liegt bei den Burschen an erster Stelle. Allerdings war in den letzten 10 Jahren ein erheblicher Rückgang der Lehrlingszahlen in diesem Lehrberuf festzustellen: Die jährliche Gesamtzahl der Metalltechnik-Lehrlinge ist in diesem Zeitraum von rund 13.450 Personen auf rund 11.250 Personen gesunken. Für das Hauptmodul "Sicherheitstechnik" (erlernbar ab 1.8.2022) liegen derzeit noch keine Zahlen vor; die Branche rechnet mit insgesamt ca. 50 Lehrlingen/Lehrstellen.
Unterschiede nach Geschlecht:
Der Lehrberuf "MetalltechnikerIn" wird großteils von Männern erlernt. Wie in vielen technischen Berufen ist auch hier der Anteil der weiblichen Lehrlinge mit rund 10 Prozent noch immer recht gering, zeigt aber seit einigen Jahren eine leichte Zunahme. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Anteil weiblicher Lehrlinge auch im neuen Hauptmodul "Sicherheitstechnik" (ab 1.8.2022) etwa zwischen 5 und 10 Prozent bewegen wird.
Mehr Infos zu Weiterbildungen in der Weiterbildungsdatenbank
Aufstiegsmöglichkeiten:
Aufstiegsmöglichkeiten für MetalltechnikerInnen mit dem Hauptmodul "Sicherheitstechnik" sind z.B. Positionen wie VorarbeiterIn, ArbeitsvorbereiterIn, SchichtführerIn, PartieführerIn, WerkmeisterIn, MontageleiterIn, WerkstättenleiterIn, BetriebsleiterIn, MaschinenprogrammiererIn, CNC-ProgrammiererIn oder QualitätskontrolleurIn.
Die Aufstiegschancen hängen von der Betriebsgröße und -struktur (Arbeitsorganisation) ab und sind daher in Industriebetrieben und in großen Gewerbebetrieben günstiger als in Kleinbetrieben. Voraussetzung ist jedenfalls ständige Weiterbildung oder eine berufliche Spezialisierung sowie fallweise auch der Erwerb bestimmter zusätzlicher Qualifikationsnachweise (Werkmeisterschule, Meisterprüfung, Ausbilderprüfung).
Selbstständige Berufsausübung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für MetalltechnikerInnen z.B. im Rahmen der reglementierten Gewerbe "Karosseriebau- und KarosserielackiertechnikerIn, Kraftfahrzeugtechnik (verbundenes Handwerk)", "Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau, Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau, Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (verbundenes Handwerk)", "MechatronikerIn für Maschinen- und Fertigungstechnik, MechatronikerIn für Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik, MechatronikerIn für Elektromaschinenbau und Automatisierung, MechatronikerIn für Medizingerätetechnik (verbundenes Handwerk)" und "Oberflächentechnik, Metalldesign (verbundenes Handwerk)" sowie der freien Gewerbe "Metall pressen" und "Metall- und Eisengießen".
Für reglementierte Gewerbe muss bei der Gewerbeanmeldung der jeweils vorgeschriebene Befähigungsnachweis, z.B. in Form einer Befähigungsprüfung, eines bestimmten Schul- oder Studienabschlusses oder einer fachlichen Tätigkeit, erbracht werden. Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich die Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen zur Anmeldung eines Gewerbes.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich, sowie in der Liste der reglementierten Gewerbe (BMAW) und der Liste der freien Gewerbe (BMAW).
Auf dem Bild sind Metalltechniker zu sehen, die an Drehmaschinen arbeiten.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioEin Metalltechniker arbeitet an einer Drehmaschine.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioAuf dem Bild ist ein Metalltechniker zu sehen, der an einer Metallsäge arbeitet.
© AMS / Reinhard Mayr / Das MedienstudioDas Bild zeigt zwei Schlosser im Metallbereich, die in einer Werkstatt an Zahnrädern arbeiten und dabei präzise Messwerkzeuge verwenden.
© AMS / DoRo FilmproduktionAuf dem Bild ist ein Schlosser im Metallbereich in Arbeitskleidung zu sehen, der in einer Werkstatt an Metallstangen arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionDas Bild zeigt einen Schlosser in Arbeitskleidung, der an einer Metallbearbeitungsmaschine arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionAuf dem Bild ist ein Metalltechniker zu sehen, der an einer CNC-Fräsmaschine arbeitet.
© AMS / DoRo FilmproduktionHinweis: Die gezeigten Fotos stammen aus einem Berufsfeld und können daher vom beschriebenen Einzelberuf abweichen.