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DrogistIn

Berufsbereiche: Gesundheit und Medizin / Handel und Verkauf
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

DrogistInnen führen kaufmännische und fachliche Tätigkeiten im Bereich Einkauf, Lagerung und Verkauf von Drogeriewaren durch. Zu den wichtigsten Drogeriewaren zählen Heilkräuter und Tees, rezeptfreie Arzneimittel und Verbandsmaterialien, Parfümeriewaren, Kosmetika, Reinigungs- und Waschmittel, verschiedene Chemikalien, Farbwaren und Lacke, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Kindernahrung, Fruchtsäfte usw., aber auch Fotoartikel.

Im Einkaufsbereich ermitteln die DrogistInnen regelmäßig den Warenbedarf durch Kontrolle der Lagerbestände. Sie bestellen die benötigten Waren bei den Produzenten bzw. Drogeriewaren-Großhändlern. Bei der Lieferung der Waren überprüfen sie diese auf eventuelle Transportschäden oder sonstige Mängel und überweisen die Rechnungsbeträge an die Lieferanten.

Der wichtigste Aufgabenbereich der DrogistInnen ist der Verkauf und die Kundenberatung. Sie legen die von den Kunden gewünschten Waren zur Ansicht vor und erläutern die Anwendung und Wirkungsweise sowie die Vor- und Nachteile der angebotenen Produkte; eine eingehende Kundenberatung ist insbesondere bei bestimmten Produkten wie z.B. Mitteln zur Schönheits- und Gesundheitspflege, speziellen Nahrungsmitteln (Diät- und Reformkost, Kindernahrung), Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. erforderlich. Beim Verkauf von Giften, Chemikalien und anderen gefährlichen Substanzen weisen sie auf die diesbezüglichen gesetzlichen Vorschriften zur richtigen Lagerung und Anwendung sowie auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen hin; beim Verkauf von Giften kontrollieren sie zusätzlich den erforderlichen Giftbezugsschein der Kunden, vermerken Art und Menge des abgegebenen Giftes, die Nummer des Giftbezugsscheines sowie den Namen der Kunden in einem sogenannten Giftbuch und lassen sich die Übernahme des Giftes durch Unterschrift bestätigen. Schließlich stellen sie Rechnungen aus, verpacken und übergeben die Waren an die Kunden und kassieren den Rechnungsbetrag.

Im Bereich der Lagerung der Drogeriewaren sorgen die DrogistInnen dafür, dass die zur Vermeidung von Qualitätsverlusten und Schäden vorgesehenen Lagervorschriften für die jeweiligen Produkte eingehalten werden. Hierfür sind genaue Kenntnisse der besonderen Eigenschaften der einzelnen Drogeriewaren erforderlich (z.B. ätzend oder giftig, wasseranziehend, wärme- oder lichtempfindlich, explosiv, feuergefährlich usw.); insbesondere bei feuergefährlichen und ätzenden Chemikalien sowie bei Giften sind besondere gesetzliche Bestimmungen bezüglich der Lagerung zu beachten.

DrogistInnen stellen mitunter auch Drogeriewaren selbst her ("Hausspezialitäten" wie z.B. Teemischungen oder kosmetische Produkte). Bei der Herstellung einer Teemischung prüfen sie zunächst die Qualität der Trockenpflanzen und sortieren Verunreinigungen aus. Dann wägen sie die im Rezept angegegebene Menge an Kräutern oder Wurzeln mit einer Feinwaage ab und mischen die Grundbestandteile in einer sogenannten Mischtrommel. Schließlich füllen sie das fertige Teegemisch in Papiersäckchen oder Gläser. Bei der Herstellung einer Hautcreme erwärmen sie zunächst bestimmte Fette und Wachse in einer Reibschale, vermischen sie und fügen Pflege- oder Heilmittel sowie Duftstoffe hinzu. Die fertige Creme füllen sie in Behälter und bringen darauf ein Etikett mit Angaben über den Inhalt und die Verbrauchsfrist an.

DrogistInnen führen kaufmännische und fachliche Tätigkeiten im Bereich Einkauf, Lagerung und Verkauf von Drogeriewaren durch. Zu den wichtigsten Drogeriewaren zählen Heilkräuter und Tees, rezeptfreie Arzneimittel und Verbandsmaterialien, Parfümeriewaren, Kosmetika, Reinigungs- und Waschmittel, verschiedene Chemikalien, Farbwaren und Lacke, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Kindernahrung, Fruchtsäfte usw., aber auch Fotoartikel.

Im Einkaufsbereich ermitteln die DrogistInnen regelmäßig den Warenbedarf durch Kontrolle der Lagerbestände. Sie bestellen die benötigten Waren bei den Produzenten bzw. Drogeriewaren-Großhändlern. Bei der Lieferung der Waren überprüfen sie diese auf eventuelle Transportschäden oder sonstige Mängel und überweisen die Rechnungsbeträge an die Lieferanten.

Der wichtigste Aufgabenbereich der DrogistInnen ist der Verkauf und die Kundenberatung. Sie legen die von den Kunden gewünschten Waren zur Ansicht vor und erläutern die Anwendung und Wirkungsweise sowie die Vor- und Nachteile der angebotenen Produkte; eine eingehende Kundenberatung ist insbesondere bei bestimmten Produkten wie z.B. Mitteln zur Schönheits- und Gesundheitspflege, speziellen Nahrungsmitteln (Diät- und Reformkost, Kindernahrung), Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. erforderlich. Beim Verkauf von Giften, Chemikalien und anderen gefährlichen Substanzen weisen sie auf die diesbezüglichen gesetzlichen Vorschriften zur richtigen Lagerung und Anwendung sowie auf Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen hin; beim Verkauf von Giften kontrollieren sie zusätzlich den erforderlichen Giftbezugsschein der Kunden, vermerken Art und Menge des abgegebenen Giftes, die Nummer des Giftbezugsscheines sowie den Namen der Kunden in einem sogenannten Giftbuch und lassen sich die Übernahme des Giftes durch Unterschrift bestätigen. Schließlich stellen sie Rechnungen aus, verpacken und übergeben die Waren an die Kunden und kassieren den Rechnungsbetrag.

Im Bereich der Lagerung der Drogeriewaren sorgen die DrogistInne ...

  • Handgeschicklichkeit: Abwägen und Mischen der Zutaten für Kräutertees, Cremes usw.
  • Geruchs- und Geschmackssinn: Erkennen von Art und Qualität bestimmter Drogeriewaren am Geruch
  • Sehvermögen: Kontrollieren der Produktqualität
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Kassieren der Rechnungsbeträge
  • Organisationstalent: Lagerhaltung
  • Kontaktfähigkeit: Betreuen und Beraten der Kunden
  • Sprachfertigkeit mündlich: Beraten der Kunden
  • Merkfähigkeit: Merken der Warenpreise sowie der Eigenschaften und Anwendungsvorschriften der Waren
  • generelle Lernfähigkeit: Aneignen von Kenntnissen über neue Produkte

Betriebe/Lehrbetriebe: DrogistInnen arbeiten in Klein- und Mittelbetrieben des Drogerie-Einzelhandels sowie in Filialen großer Drogerieketten. Beschäftigungsmöglichkeiten bieten auch Apotheken, Reformhäuser, Drogeriegroßhandelsbetriebe und Industriebetriebe, die chemische und pharmazeutische Produkte herstellen.

Lehrstellensituation: Die Zahl der Lehrlinge ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen, insgesamt ist das Angebot an Lehrstellen jedoch stabil und liegt jährlich im mittleren dreistelligen Bereich.

Unterschiede nach Geschlecht: Dieser Beruf wird zum Großteil von Frauen ausgeübt. Unter den Lehrlingen finden sich nur vereinzelt Männer.

Berufsaussichten: Aufgrund des zunehmenden Gesundheits- und Körperbewusstseins wächst der Handel mit Gesundheits- und Kosmetikprodukten seit Jahren. Von diesem Trend profitieren vor allem Drogerieketten, die an vielen Standorten ein umfangreiches Warenangebot und günstige Eigenmarken anbieten. Kleinere Drogerien werden durch die Konkurrenz von großen Ketten immer mehr vom Markt verdrängt.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungsaussichten für DrogistInnen sind stabil. Die meisten Arbeitsplätze bieten große Drogerieketten.

Zusatzinformationen: Der Anteil an Teilzeitstellen ist, wie im gesamten Einzelhandel, hoch.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "DrogistIn", dem der Beruf "DrogistIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

DrogistIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Handelsgewerbe (Angestellte) 01.01.2018
Pharmazeutischer Großhandel (Angestellte) 01.01.2018
DrogistIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich 22 20 19 18 19 20 13 13 11 12
weiblich 394 425 458 496 491 493 470 457 433 409
gesamt 416 445 477 514 510 513 483 470 444 421
Frauenanteil 94,7% 95,5% 96,0% 96,5% 96,3% 96,1% 97,3% 97,2% 97,5% 97,1%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
DrogistIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn nein
Bankkaufmann/-frau nein
Betriebsdienstleistungskaufmann/-frau nein
Betriebslogistikkaufmann/-frau nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Pressegroßhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Verlag nein
Bürokaufmann/-frau nein
E-Commerce-Kaufmann/-frau nein
EDV-Kaufmann/-frau nein
EinkäuferIn nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Allgemeiner Einzelhandel ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Baustoffhandel ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Einrichtungsberatung ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Eisen- und Hartwaren ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Elektro-Elektronikberatung ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Feinkostfachverkauf ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Gartencenter ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Lebensmittelhandel ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Parfümerie ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Schuhe ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Sportartikel ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Telekommunikation ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Textilhandel ja <
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Uhren- und Juwelenberatung ja <
Finanzdienstleistungskaufmann/-frau nein
Foto- und Multimediakaufmann/-frau nein
Großhandelskaufmann/-frau nein
Hotel- und GastgewerbeassistentIn nein
Hotelkaufmann/-frau nein
Immobilienkaufmann/-frau nein
Industriekaufmann/-frau nein
Medizinproduktekaufmann/-frau nein
Mobilitätsservicekaufmann/-frau nein
PersonaldienstleistungsassistentIn nein
Pharmatechnolog(e)in nein
Pharmazeutisch-kaufmännisch(er/e) AssistentIn nein
RechtskanzleiassistentIn nein
ReisebüroassistentIn nein
Speditionskaufmann/-frau nein
SpeditionslogistikerIn nein
SportadministratorIn nein
SteuerassistentIn nein
Versicherungskaufmann/-frau nein
VerwaltungsassistentIn nein
Waffen- und MunitionshändlerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:

KAUFMÄNNISCHE SCHULEN:

Normalformen (für 14-Jährige):

Sonderformen (für Erwachsene), die auch als Weiterbildung für LehrabsolventInnen geeignet sind:

Schulen im Bereich CHEMIE: Siehe beim Lehrberuf "ChemielabortechnikerIn"

Zur Weiterbildung der DrogistInnen bieten sich zahlreiche Kurse für Handelsberufe, die vom Berufsförderungsinstitut (bfi) sowie dem Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) abgehalten werden, an; das WIFI veranstaltet weiters in Zusammenarbeit mit dem Bundesgremium des Handels mit Drogen, Pharmazeutika, Farben, Lacken und Chemikalien Vorbereitungskurse auf die Befähigungsprüfung für DrogistInnen sowie auf die Befähigungsprüfung für den Drogen- und Pharma-Großhandel. Schließlich bieten auch die Hersteller- bzw. Lieferfirmen für Drogeriewaren Kurse zur Weiterbildung an, z.B. über Kosmetika, Reformkost oder Fotoartikel.

Aufstiegsmöglichkeiten:

DrogistInnen können zu FilialleiterInnen, GeschäftsführerInnen oder zu AbteilungsleiterInnen aufsteigen; diese Möglichkeiten bieten sich vor allem in größeren Betrieben sowie im Drogengroßhandel.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für DrogistenInnen in folgenden reglementieren Gewerben (Befähigungsnachweis erforderlich):

  • DrogistInnen
  • Erzeugung von kosmetischen Artikeln

Weiters können DrogistenInnen das Handelsgewerbe ausüben. Das Handelsgewerbe ist ein freies Gewerbe und erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Handel, Seite 74
Schule oder Lehre? 2 Wege zum Wunschberuf (Broschüre)
Reihe: Berufswahl
Fundstelle: Handel, Verkauf, Seite 72
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