Ausbildungsform auswählen

SpeditionslogistikerIn

Berufsbereiche: Verkehr, Transport und Zustelldienste
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Tätigkeitsmerkmale

Der Ausdruck "Logistik" stammt vom französischen Wort "logis" (="Quartier") bzw. "logistique" (="Logistik") und wurde ursprünglich beim Militär zur Bezeichnung der Truppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte und Materialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" die Gesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Beschaffung, Lagerung und Transport von Materialien und Zwischenprodukten sowie zur Auslieferung von Fertigprodukten. Die Speditionslogistik ist ein Spezialzweig der Logistik und befasst sich vor allem mit dem Transport von Gütern und der Zwischenlagerung auf dem Transportweg, wobei das Ziel ein möglichst effizienter und rascher Transport ist. Da die Speditionslogistik heute einen hohen Standard erreicht hat und im modernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsende Bedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch gut ausgebildete Fachleute und Spezialisten benötigt. Aus diesem Grund wurde zusätzlich zum Lehrberuf "Speditionskaufmann/-frau" der neue Lehrberuf "SpeditionslogistikerIn" eingeführt (im Jahr 2003).

SpeditionslogistikerInnen führen Arbeiten und Analysen im Logistikmanagement durch, erarbeiten Logistikkonzepte und kalkulieren die logistischen Dienstleistungen des Speditionsbetriebes. Sie organisieren die Arbeiten in der Lagerbewirtschaftung und in der logistischen Prozess-Steuerung und führen sie auch selbst durch. Weiters sind sie auch mit Logistikcontrolling, mit facheinschlägigen Arbeiten im Rechnungswesen (Buchführung, Kostenrechnung) sowie mit dem Anlegen, Warten und Auswerten von Statistiken, Dateien und Karteien befasst. Ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt ist die Betreuung und Beratung der Kunden, wozu etwa auch die Durchführung von Präsentationen gehört; in diesem Bereich benötigen die SpeditionslogistikerInnen gute Kenntnisse und Fertigkeiten in Rhetorik (Sprechkunde) und in Methodik (wie Zeitmanagement, Projektmanagement und Riskmanagement). In allen Aufgabenbereichen arbeiten die SpeditionslogistikerInnen mit den betrieblichen Einrichtungen der Informations- und Telekommunikationstechnik (Telefonanlagen, Faxgeräte usw.), mit Personalcomputern und Netzwerken. Allgemeine Aufgaben sind weiters das Dokumentieren aller Arbeiten und Leistungen, die Anwendung von Qualitätsmanagementsystemen sowie administrative Arbeiten (Verwaltungsarbeiten wie Karteien führen, Statistiken erstellen und auswerten, Schriftverkehr führen usw.).

SpeditionslogistikerInnen benötigen für ihre Tätigkeit genaue Kenntnisse des Speditionswesens und der Speditionslogistik. Im Speditionswesen sind vor allem folgende Kenntnisse erforderlich: Transportarten und deren technischer Bedingungen; Möglichkeiten der Beschaffung von Transportleistungen, Lagerleistungen und speditionellen Nebenleistungen; nationale und internationale Verkehrswege; Tarife und Tarifwesen; branchenspezifische Versicherungen (Transportversicherung, Lagerversicherung, Haftpflichtversicherung, Frachtführerversicherung); einschlägige Bestimmungen des Handelsrechts, Gewerberechts, Verkehrsrechts, Transportrechts und Versicherungsrechts; einschlägige Vorschriften des Zollrechts, Außenhandelsrechts und Arbeitsrechts einschließlich der dazugehörigen Warenkunde; Allgemeine Österreichische Spediteurbedingungen (AÖSp) und Speditionsversicherung (SVS); Liefer- und Zahlungsklauseln im Handelsverkehr in Bezug auf die Warenlieferung und auf die Abwicklung von Beförderungsgeschäften.

Ein Hauptbereich der Speditionslogistik sind die Lagerwirtschaft und die Lagerhaltung. Hier benötigen die SpeditionslogistikerInnen vor allem folgende Kenntnisse: Lagerlogistikkonzept, Lagerorganisation und Warenfluss im Betrieb; branchen-, betriebs- und produktspezifische Lagerungsvorschriften; Waren-, Beleg- und Wertefluss; Verwaltung und Kontrolle von Lagerbeständen; betriebliche Lagerorganisation und sachgemäße Lagerung von Gütern; einschlägige Vorschriften über Lagerung, Handhabung und Transport von gefährlichen Gütern; Handhabung von temperaturempfindlichen Gütern bei Lagerung und Transport; Handhabung von Gütern und deren Lademittel bei Lagerung und Transport einschließlich der dazugehörigen Warenkunde; besondere Beförderungsarten und -bedingungen (z.B. Möbel- und Umzugstransport, Kunsttransport, Schwertransport).

Wichtige Aufgaben der SpeditionslogistikerInnen im Bereich Lagerwirtschaft/Lagerhaltung sind z.B. die Verwaltung und Kontrolle von Lagerbeständen, die Ermittlung des Lagerbedarfes und die Überwachung des Lagerbestandes (unter Verwendung betrieblicher EDV-Systeme) sowie die Durchführung von Mengen- und Zustandskontrollen bei den eingegangenen Waren.

SpeditionslogistikerInnen haben auch eine umfassende und fundierte kaufmännische Ausbildung, die unter anderem folgende Bereiche umfasst: "Verwaltung, Organisation, Kommunikation und EDV", "Beschaffung und Angebot (Arbeitsmittel, Material, Waren, Dienstleistungen)", "Betriebliches Rechnungswesen".

Die wichtigsten Ausbildungsinhalte im Bereich "Verwaltung, Organisation, Kommunikation und EDV" sind die einzelnen Betriebsbereiche des Unternehmens (organisatorischer Aufbau, Aufgaben, Zuständigkeiten und Zusammenhänge der einzelnen Betriebsbereiche), das Reklamations- und Beschwerdewesen, das Leistungsangebot des Unternehmens, der Schriftverkehr, das Arbeiten mit Formularen und Vordrucken, Gesprächsführung und Kundenkommunikation, Marketing, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die EDV (Textverarbeitung, Kalkulation, Internet, E-Mail, Buchhaltung, Terminüberwachung und Ablage).

Im Bereich "Beschaffung und Angebot (Arbeitsmittel, Material, Waren, Dienstleistungen)" sind wichtige Ausbildungsinhalte z.B. die Bedarfsermittlung, das Einholen und Prüfen von Angeboten, die Durchführung von Bestellungen sowie das Erstellen von Anboten und Informationen über die betrieblichen Leistungen.

Der Bereich "Betriebliches Rechnungswesen" umfasst die Kostenrechnung und Kalkulation, den Bereich "Steuern, Abgaben und Lohnverrechnung", das Rechnungswesen, den Zahlungsverkehr und die Buchführung.
Der Ausdruck "Logistik" stammt vom französischen Wort "logis" (="Quartier") bzw. "logistique" (="Logistik") und wurde ursprünglich beim Militär zur Bezeichnung der Truppenversorgung verwendet (Planung und Bereitstellung aller Geräte und Materialien für die Streitkräfte); jetzt bezeichnet "Logistik" die Gesamtheit aller Aktivitäten eines Unternehmens hinsichtlich Beschaffung, Lagerung und Transport von Materialien und Zwischenprodukten sowie zur Auslieferung von Fertigprodukten. Die Speditionslogistik ist ein Spezialzweig der Logistik und befasst sich vor allem mit dem Transport von Gütern und der Zwischenlagerung auf dem Transportweg, wobei das Ziel ein möglichst effizienter und rascher Transport ist. Da die Speditionslogistik heute einen hohen Standard erreicht hat und im modernen Wirtschaftsleben eine stetig wachsende Bedeutung gewinnt, werden in diesem Bereich auch gut ausgebildete Fachleute und Spezialisten benötigt. Aus diesem Grund wurde zusätzlich zum Lehrberuf "Speditionskaufmann/-frau" der neue Lehrberuf "SpeditionslogistikerIn" eingeführt (im Jahr 2003).

SpeditionslogistikerInnen führen Arbeiten und Analysen im Logistikmanagement durch, erarbeiten Logistikkonzepte und kalkulieren die logistischen Dienstleistungen des Speditionsbetriebes. Sie organisieren die Arbeiten in der Lagerbewirtschaftung und in der logistischen Prozess-Steuerung und führen sie auch selbst durch. Weiters sind sie auch mit Logistikcontrolling, mit facheinschlägigen Arbeiten im Rechnungswesen (Buchführung, Kostenrechnung) sowie mit dem Anlegen, Warten und Auswerten von Statistiken, Dateien und Karteien befasst. Ein wichtiger Aufgabenschwerpunkt ist die Betreuung und Beratung der Kunden, wozu etwa auch die Durchführung von Präsentationen gehört; in diesem Bereich benötigen die SpeditionslogistikerInnen gute Kenntnisse und Fertigkeiten in Rhetorik (Sprechkunde) und in Methodik (wie Zeitmanagement, Projektmanagement und Riskmanagement). In allen Aufgabenbereichen arbeiten die Spedi ...

SpeditionslogistikerInnen arbeiten größtenteils in Unternehmen des Spediteurgewerbes (meist Klein- und Mittelbetriebe, seltener Großbetriebe). Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es aber auch in Transport- und Exportabteilungen großer Industriebetriebe. Beschäftigungsbetriebe sind in ganz Österreich zu finden, am häufigsten in den Bundesländern Wien, Oberösterreich und Salzburg.

Die wirtschaftliche Situation des Spediteurgewerbes und damit auch die Berufsaussichten im Lehrberuf SpeditionslogistikerIn hängen stark von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab; eine wichtige Rolle spielen dabei für Österreich vor allem der EU-Binnenmarkt und die Entwicklung des Warenverkehrs zwischen Ost- und Westeuropa. Die Lage und die Bedeutung des Spediteurgewerbes hat sich in den vergangenen Jahren insofern gefestigt, als es gelungen ist, die Kompetenz im Bereich Logistik (Lager- und Transportorganisation) auszubauen, sodass heute viele Industrie- und Handelsbetriebe ihren Logistikbereich an Speditionsunternehmen auslagern. Daraus ergeben sich für SpeditionslogistikerInnen zusätzliche Aufgabenschwerpunkte und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die Berufs- und Beschäftigungsaussichten der SpeditionslogistikerInnen werden auch durch die zunehmende Konkurrenz infolge der wachsenden Zahl von AbsolventInnen kaufmännischer Schulen (Handelsschule, Handelsakademie) beeinflusst. Dabei haben die LehrabsolventInnen aber auf Grund der umfassenden und praxisorientierten Ausbildung häufig die besseren Chancen.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Speditionsfachkraft (m/w)", dem der Beruf "SpeditionslogistikerIn" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:
In folgenden Bundesländern befinden sich Berufsschulen für den Lehrberuf:
Quelle: Berufsschulverzeichnis des BMB (Bundesministerium für Bildung)

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

SpeditionslogistikerIn
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Speditionen (Angestellte) 01.04.2017
SpeditionslogistikerIn (inkl. Doppellehren)
Anz./Jahr 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
männlich 66 64 61 76 61 63 71 70 67 56
weiblich 39 43 39 61 69 46 51 50 44 30
gesamt 105 107 100 137 130 109 122 120 111 86
Frauenanteil 37,1% 40,2% 39,0% 44,5% 53,1% 42,2% 41,8% 41,7% 39,6% 34,9%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
SpeditionslogistikerIn
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in nein
Bankkaufmann/-frau nein
Betriebsdienstleistungskaufmann/-frau nein
Betriebslogistikkaufmann/-frau nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Buch- und Pressegroßhandel nein
Buch- und Medienwirtschafter/in - Verlag nein
Bürokaufmann/-frau ja <
Drogist/in nein
Einkäufer/in nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Allgemeiner Einzelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Baustoffhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Einrichtungsberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Eisen- und Hartwaren nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Elektro-Elektronikberatung nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Feinkostfachverkauf nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Gartencenter nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Kraftfahrzeuge und Ersatzteile nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Lebensmittelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Parfümerie nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schuhe nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Sportartikel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Telekommunikation nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Textilhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Uhren- und Juwelenberatung nein
Finanz- und Rechnungswesenassistent/in nein
Finanzdienstleistungskaufmann/-frau nein
Großhandelskaufmann/-frau nein
Hotel- und Gastgewerbeassistent/in nein
Hotelkaufmann/-frau nein
Immobilienkaufmann/-frau nein
Industriekaufmann/-frau nein
Medizinproduktekaufmann/-frau nein
Mobilitätsservicekaufmann/-frau nein
Personaldienstleistungsassistent/in nein
Pharmazeutisch-kaufmännische/r Assistent/in nein
Rechtskanzleiassistent/in nein
Reisebüroassistent/in nein
Speditionskaufmann/-frau nein
Sportadministrator/in nein
Steuerassistent/in nein
Versicherungskaufmann/-frau nein
Verwaltungsassistent/in nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Folgende berufsbildende Schulen bieten teilweise eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf:


  • Handelsschule;

  • Fachschule für wirtschaftliche Berufe;

  • Handelsakademie;

  • Höhere Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft;

  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe;

  • Sonstige berufsbildende Schulen mit kaufmännischen Ausbildungsinhalten.

Der Beruf erfordert ständige Weiterbildung in allen kaufmännischen Bereichen und vor allem in der EDV, sowie hinsichtlich der Zoll- und Transportabwicklung. Möglichkeiten dazu bieten Weiterbildungskurse des Berufsförderungsinstitutes (bfi) und des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).
SpeditionslogistikerInnen können zu AbteilungsleiterInnen, VerkehrsleiterInnen, ProkuristInnen, FilialleiterInnen und GeschäftsführerInnen aufsteigen.

Die Möglichkeit einer selbständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für SpeditionslogistikerInnen im Gewerbe "Spediteure einschließlich der Transportagenten" (Voraussetzung: Befähigungsprüfung nach mindestens dreijähriger fachlicher Tätigkeit im Spediteure-Gewerbe, davon mindestens zwei Jahre bei einem Speditionsbetrieb, der sich laufend auch mit dem internationalen Speditionsgeschäft befasst) sowie im Handelsgewerbe; das Handelsgewerbe ist ein freies Gewerbe und erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Verkehrs- und Transportwesen (Folder)
Reihe: Jobchancen Lehre
Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Transport und Lager, Seite 153
Diese Berufe könnten Sie auch interessieren ...
Weitere Berufe aus dem Bereich "Verkehr, Transport und Zustelldienste" anzeigen