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Hotelkaufmann/-frau (Lehrberuf)

Berufsbereiche: Büro, Wirtschaft, Finanzwesen und Recht / Hotel- und Gastgewerbe
Ausbildungsform: Lehre
Infos zur Lehrlingsentschädigung
* Durchschnittliches Bruttoeinstiegsgehalt. Datengrundlage sind die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt. Eine Übersicht über alle Einstiegsgehälter finden Sie unter www.gehaltskompass.at. Die Mindest-Löhne und Mindest-Gehälter sind in den Branchen-Kollektivverträgen geregelt. Die aktuellen kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltstafeln finden Sie in den Kollektivvertrags-Datenbanken des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Hinweis

Dieser neue Lehrberuf kann ab 1. Juni 2015 erlernt werden. Er wurde als befristeter Ausbildungsversuch eingerichtet, der bis zum 30. Juni 2020 begonnen werden kann.

 


Tätigkeitsmerkmale

Hotelkaufleute arbeiten in der Gästebetreuung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ihre Haupt-Einsatzgebiete sind die Rezeption und das Hotel-Büro. Sie nehmen die Zimmer-Bestellungen (Reservierungen) entgegen, die über Telefon oder Computer bzw. über Zimmervermittlungsplattformen im Internet einlangen, und bearbeiten sie (Rückmeldung an die KundInnen, Eintrag in den Reservierungsplan). Hotelkaufleute begrüßen die einlangenden Gäste, erledigen die Anmeldeformalitäten und sorgen für den Gepäckstransport in die Zimmer. Weiters geben sie den Gästen die erforderlichen Informationen über das Hotel und den Aufenthaltsort (Kultur- und Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Verkehrsmittel usw.) und unterstützen sie beim Reservieren/Mieten von Fahrzeugen, bei der Beschaffung von Eintrittskarten, bei der Zusammenstellung von Besichtigungsprogrammen und Ausflügen usw. Wenn es Reklamationen oder Beschwerden gibt, versuchen sie diese Probleme im Sinne der KundInnen zu lösen. Wenn Gäste das Hotel verlassen, stellen die Hotelkaufleute mit Hilfe des betrieblichen Abrechnungssystems die Rechnungen aus und wickeln die Zahlungen ab (Barzahlung oder Zahlung mit Kredit-/Bankomatkarte).

Die wichtigsten Aufgaben der Hotelkaufleute im Bürobereich sind das betriebliche Rechnungswesen (Buchführung, Kostenrechnung/Preiskalkulation, Entrichtung von Steuern/Abgaben, Personal- bzw. Lohnverrechnung, Erledigung des Zahlungsverkehrs), die Lagerwirtschaft/Lagerhaltung sowie die Beschaffung der für den Hotelbetrieb erforderlichen Waren und Dienstleistungen (z.B. Lebensmittel, Reinigungsmittel, Reinigungsdienste). Die Hotelkaufleute wirken auch bei den betrieblichen Marketingaktivitäten mit, also bei der Erarbeitung des betrieblichen Leistungsangebotes („Package-Entwicklung“) sowie bei der Werbung und der Verkaufsförderung (z.B. Angebotsplatzierung in einschlägigen Internetplattformen, Gestaltung der Hotel-Website oder Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden).

Die zentralen Anforderungen in diesem Beruf sind die "kommunikative Kompetenz" und die "Kundenorientierung", also die Fähigkeit, im Umgang und im Gespräch mit den KundInnen auf deren Bedürfnisse und Interessen einzugehen. Dazu gehören auch Englischkenntnisse auf einem Niveau, das die branchenüblichen Alltags- und Fachgespräche ermöglicht.

 

Berufsprofil gemäß Ausbildungsordnung:

  1. Beraten und Betreuen von Gästen betreffend ihren Aufenthalt im Hotel und der Destination in Deutsch und Englisch, Führen professioneller Gästekommunikation,
  2. Kundenorientierte Bewältigung von Reklamationen und Beschwerden in Deutsch und Englisch,
  3. Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen mit Gästen, Erstellen zielgruppenorientierter Angebote in Deutsch und Englisch,
  4. Vermieten der Zimmer, Anbieten von Zusatzleistungen in Deutsch und Englisch,
  5. Arbeiten mit dem betrieblichen Abrechnungssystem, Ausstellen von Rechnungen, Abwickeln von unbaren (Kredit- und Bankomatkarte) und baren Zahlungen, Mitarbeit beim Führen der Kasse,
  6. Erstellen von Statistiken, Reports und Berichten, z.B. Logis, Nächtigung etc.,
  7. Arbeiten mit E-Commerce (Reservierungssystemen, virtuellen Reiseplattformen, Bewertungsplattformen, Concierge-Informationssystemen),
  8. Mitarbeit an den betrieblichen Marketingaktivitäten,
  9. Mitarbeit an der Erarbeitung (Packageentwicklung etc.) und Kalkulation des betrieblichen Leistungsangebots,
  10. Durchführen von Bestellungen, Reklamation vertragswidriger Leistungen,
  11. Arbeiten mit der betrieblichen Informations- und Kommunikationstechnologie,
  12. Erledigen der Büroorganisation.

 

Hotelkaufleute arbeiten in der Gästebetreuung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ihre Haupt-Einsatzgebiete sind die Rezeption und das Hotel-Büro. Sie nehmen die Zimmer-Bestellungen (Reservierungen) entgegen, die über Telefon oder Computer bzw. über Zimmervermittlungsplattformen im Internet einlangen, und bearbeiten sie (Rückmeldung an die KundInnen, Eintrag in den Reservierungsplan). Hotelkaufleute begrüßen die einlangenden Gäste, erledigen die Anmeldeformalitäten und sorgen für den Gepäckstransport in die Zimmer. Weiters geben sie den Gästen die erforderlichen Informationen über das Hotel und den Aufenthaltsort (Kultur- und Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Verkehrsmittel usw.) und unterstützen sie beim Reservieren/Mieten von Fahrzeugen, bei der Beschaffung von Eintrittskarten, bei der Zusammenstellung von Besichtigungsprogrammen und Ausflügen usw. Wenn es Reklamationen oder Beschwerden gibt, versuchen sie diese Probleme im Sinne der KundInnen zu lösen. Wenn Gäste das Hotel verlassen, stellen die Hotelkaufleute mit Hilfe des betrieblichen Abrechnungssystems die Rechnungen aus und wickeln die Zahlungen ab (Barzahlung oder Zahlung mit Kredit-/Bankomatkarte).

Die wichtigsten Aufgaben der Hotelkaufleute im Bürobereich sind das betriebliche Rechnungswesen (Buchführung, Kostenrechnung/Preiskalkulation, Entrichtung von Steuern/Abgaben, Personal- bzw. Lohnverrechnung, Erledigung des Zahlungsverkehrs), die Lagerwirtschaft/Lagerhaltung sowie die Beschaffung der für den Hotelbetrieb erforderlichen Waren und Dienstleistungen (z.B. Lebensmittel, Reinigungsmittel, Reinigungsdienste). Die Hotelkaufleute wirken auch bei den betrieblichen Marketingaktivitäten mit, also bei der Erarbeitung des betrieblichen Leistungsangebotes („Package-Entwicklung“) sowie bei der Werbung und der Verkaufsförderung (z.B. Angebotsplatzierung in einschlägigen Internetplattformen, Gestaltung der Hotel-Website oder Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden).

Die ...

  • Fingerfertigkeit: Bedienen der Tastaturen von Computern und verschiedenen Büro- und Rechenmaschinen;
  • Sehvermögen: Bildschirmarbeit;
  • mathematisch-rechnerische Fähigkeit: Rechnungen ausstellen, Zahlungen abwickeln, Kalkulationen durchführen;
  • Organisationstalent: Zimmerbelegung planen, Zimmerreservierungen und -stornierungen durchführen;
  • Kontaktfähigkeit: Gästebetreuung und -empfang;
  • Fähigkeit zur Zusammenarbeit: mit Zimmerpersonal zusammenarbeiten;
  • Sprachfertigkeit mündlich: Tätigkeit in der Rezeption, Fremdsprachen;
  • Sprachfertigkeit schriftlich: Schriftverkehr, Berichte erstellen;
  • Selbständigkeit: Durchführen von Bestellungen und Reklamationen;
  • generelle Lernfähigkeit: Umgang mit neuen Reservierungssystemen, Reiseplattformen, Informationssystemen.

Betriebe/Lehrbetriebe: Hotelkaufleute werden in mittleren bis großen Hotels ausgebildet und beschäftigt. Diese Betriebe gibt es vor allem in größeren Städten wie in Wien und in den Landeshauptstädten sowie in Tourismusregionen.

Lehrstellensituation: Der Lehrberuf Hotelkaufmann/-frau wurde 2015 als befristeter Ausbildungsversuch eingerichtet und kann vorläufig bis 2020 begonnen werden. 16 Lehrlinge haben 2015, im ersten Jahr des Ausbildungsversuches, eine Lehre begonnen. 2017 lag die Zahl der Lehrlinge bereits deutlich höher, nämlich bei insgesamt 121.

Unterschiede nach Geschlecht: Im Tourismus und Gastgewerbe sind insgesamt mehr Frauen als Männer tätig. Auch unter den Lehrlingen im Beruf Hotelkaufmann/-frau sind Frauen deutlich in der Überzahl.

Berufsaussichten: Der österreichische Tourismus hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Sowohl Lehrlinge, als auch Fach- und Hilfskräfte werden in vielen Regionen dringend gesucht. Nicht alle verfügbaren Lehrstellen und Stellen können jedoch besetzt werden. Insbesondere bei Lehrberufen in der Beherbergung und Gastronomie zeigt sich, dass das Angebot an Lehrstellen die Zahl der LehrstelleninteressentInnen deutlich übersteigt.

Beschäftigungsaussichten: Die Beschäftigungschancen sind gut, da die neu geschaffene Ausbildung den aktuellen Berufsanforderungen der Betriebe entspricht. Außerdem besteht aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage der österreichischen Tourismusbranche ein ständiger Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Hotelbereich.

Stellenangebote im "eJob-Room" (Internet-Stellenvermittlung des AMS):

Der folgende Link führt zum Abfrage-Formular des eJob-Room für das Berufsbündel "Hotel- und Gastgewerbekaufmann/-frau", dem der Beruf "Hotelkaufmann/-frau (Lehrberuf)" zugeordnet ist. Im Formular können Sie dann noch das Bundesland und den Arbeitsort und andere Kriterien auswählen; nach einem Klick auf "Weiter" erhalten Sie die Stellenangebote.

offene Job-Angebote

offene Lehrstellen

Ergebnisse aus dem Ausbildungskompass:

Kollektivvertragliche Mindest-Sätze (Brutto *), alle Beträge in Euro
* Brutto = Wert VOR Abzug der Abgaben (Versicherungen, Steuern)

Hotelkaufmann/-frau (Lehrberuf)
Kollektivvertrag (Brutto-Einkommen) gültig ab
Hotel- und Gastgewerbe (Wenn der Lehrbetrieb keine Dienstkleidung zur Verfügung stellt, kommt zu den angeführten Werten noch eine monatliche Dienstkleiderpauschale von 35,20 Euro dazu!) (Angestellte) 01.05.2018
Hotelkaufmann/-frau (Lehrberuf) (inkl. Doppellehren)
Da dieser Lehrberuf erst seit Juni 2015 besteht, können für die vorangehenden Jahre keine Lehrlingszahlen angezeigt werden!
Anz./Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
männlich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 2 14 27
weiblich k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 14 60 94
gesamt k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 16 74 121
Frauenanteil k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. k.A. 87,5% 81,1% 77,7%
Quelle: WKÖ - Wirtschaftskammer Österreich
Hotelkaufmann/-frau (Lehrberuf)
Verwandte Lehrberufe LAP-Ersatz *
Archiv-, Bibliotheks- und InformationsassistentIn nein
Bankkaufmann/-frau nein
Betriebsdienstleistungskaufmann/-frau nein
Betriebslogistikkaufmann/-frau nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Musikalienhandel nein
Buch- und MedienwirtschafterIn - Buch- und Pressegroßhandel nein
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Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Elektro-Elektronikberatung nein
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Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Kraftfahrzeuge und Ersatzteile nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Lebensmittelhandel nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Parfümerie nein
Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Schuhe nein
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Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Telekommunikation nein
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Einzelhandelskaufmann/-frau - Schwerpunkt Uhren- und Juwelenberatung nein
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Hotel- und GastgewerbeassistentIn ja <
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SportadministratorIn nein
SteuerassistentIn nein
Versicherungskaufmann/-frau nein
VerwaltungsassistentIn nein
Waffen- und MunitionshändlerIn nein
* LAP-Ersatz = Lehrabschlussprüfungs-Ersatz
< Die LAP im beschriebenen Lehrberuf ersetzt die LAP des verwandten Lehrberufs.

Aufstiegsmöglichkeiten:

Hotelkaufleute können zu AbteilungsleiterInnen und ChefrezeptionistInnen aufsteigen.

Selbstständige Berufsausübung:

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung (als GewerbeinhaberIn, PächterIn oder GeschäftsführerIn) besteht für Hotelkaaufleute im reglementierten Gewerbe "Gastgewerbe" (Befähigungsnachweis erforderlich).

Weiters können Hotelkaaufleute in verschiedenen freien Gastgewerbe-Betriebsarten tätig sein, für die keine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, z.B. wenn Speisen in einfacher Art verabreicht werden, nichtalkoholische Getränke ausgeschenkt werden, nicht mehr als acht Verabreichungsplätze eingerichtet werden oder es sich um eine Schutzhütte handelt.

Ein freies Gewerbe erfordert keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde.

Broschüren/Folder mit Informationen zum Beruf:

Lehrberufe in Österreich - Ausbildungen mit Zukunft (Broschüre)
Reihe: Publikation des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) und der Wirtschaftskammer (WKÖ)
Fundstelle: Tourismus und Gastronomie, Seite 152
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